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Letzter Stand 01/2016

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Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) Grundregeln

Wenn Ihr Unternehmen seinen Sitz in der EU hat, unterliegt Ihr Umsatz mit Ausnahme der Ausfuhren in Länder außerhalb der EU der Umsatzsteuer.

Umsatzsteuer fällt in jeder Phase des Produktionsprozesses bis einschließlich zum Verkauf an den Endverbraucher an.

Verkauf von Waren oder Dienstleistungen

Die Umsatzsteuer müssen Sie zum Preis der in Rechnung gestellten Waren oder Dienstleistungen addieren. Der Kunde zahlt Ihnen den vollen Rechnungsbetrag, einschließlich der Umsatzsteuer.

Kauf von Waren oder Dienstleistungen

Als Kunde müssen Sie Umsatzsteuer bezahlen. Sie können diese jedoch in der Regel mit der Umsatzsteuer verrechnen, die Sie Ihren eigenen Kunden in Rechnung stellen.

EU-Bestimmungen zur Umsatzsteuer

Es gibt zwar EU-weit geltende Umsatzsteuerregeln, die praktische Handhabung der Umsatzsteuer kann in den einzelnen EU-Ländern jedoch unterschiedlich sein.

Die grundlegenden Umsatzsteuer-Regeln, die in der gesamten EU gelten, sind in der Mehrwertsteuer-Richtlinie  und in den Mehrwertsteuer-Verordnungen enthalten.

Erhebung der Umsatzsteuer

Wenn Sie - als natürliche Person oder Firma, im Rahmen einer Partnerschaft oder in irgendeiner anderen Rechtsform - einer Geschäftstätigkeit nachgehen und dabei Waren oder Dienstleistungen anbieten, dann müssen Sie in der Regel

  • die Registrierung bei den Steuerbehörden in dem EU-Land, in dem Ihr Unternehmen seinen Sitz hat, vornehmen und
  • Ihren Kunden Umsatzsteuer berechnen und diese an die Steuerbehörden abführen.

Lieferungen von Waren und Dienstleistungen, auf die Umsatzsteuer erhoben wird, werden als „besteuerte Umsätze" bezeichnet.

Obwohl hier durchgängig von „Umsätzen" die Rede ist, wird Umsatzsteuer auch dann fällig, wenn kein Geld den Besitzer wechselt. Sie müssen Umsatzsteuer (nach Maßgabe des Marktwerts) ggf. auch in Rechnung stellen für Waren und Dienstleistungen,

  • die Sie gegen andere Waren oder Dienstleistungen eintauschen,
  • die Sie kostenlos abgeben, oder
  • die Sie für den Eigenverbrauch der Produktion entnehmen.

Vorsteuerabzug

Wenn Sie einer unternehmerischen Tätigkeit nachgehen, können Sie in der Regel die bei betrieblichen Anschaffungen entrichtete Umsatzsteuer mit der Ihren Kunden in Rechnung gestellten MwSt. verrechnen. Sie müssen die jeweiligen Beträge in Ihrer regelmäßigen Umsatzsteuererklärung angeben und brauchen dann lediglich die Differenz an die Steuerbehörden abzuführen.

Mitunter bezahlt Ihr Unternehmen mehr Umsatzsteuer als es einnimmt. In diesem Fall wird Ihnen die Differenz von den Steuerbehörden erstattet oder gutgeschrieben.

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Sind alle Umsätze steuerpflichtig?

Nein. Einige Waren/Dienstleistungen sind von der Umsatzsteuer befreit.

Freistellungen

Einige wichtige Kategorien von Waren und Dienstleistungen, z. B. Dienstleistungen in den Bereichen Bildung und Gesundheitsfürsorge sowie Finanzdienstleistungen, sind überwiegend von der Umsatzsteuer befreit.

Wenn Sie umsatzsteuerfreie Waren oder Dienstleistungen absetzen, können Sie die beim Einkauf von damit unmittelbar zusammenhängenden Waren/Dienstleistungen entrichtete Umsatzsteuer nicht zurückfordern.

Ist die Umsatzsteuerregistrierung für alle Unternehmen Pflicht?

Wenn Sie im Rahmen Ihrer Geschäftstätigkeit Umsätze machen, müssen Sie sich in der Regel bei den Finanzbehörden zur Umsatzsteuer veranlagen lassen. Es gibt jedoch zwei Ausnahmen von dieser Regel:

1. Wenn Ihre Umsätze steuerbefreit sind, brauchen Sie sich nicht in allen Fällen für Umsatzsteuerzwecke registrieren zu lassen.

2. In den meisten EU-Ländern besteht ein System zur Unterstützung von Kleinunternehmen, wonach Unternehmen, deren Umsätze mit mehrwertsteuerpflichtigen Waren oder Dienstleistungen unterhalb einer bestimmten jährlichen Höchstgrenze bleiben, von der Umsatzsteuer befreit werden können. Diese Schwellenwerte sind von Land zu Land unterschiedlich. In einigen Ländern gibt es keinen Schwellenwert, und Unternehmen müssen eine Umsatzsteuerregistrierung vornehmen, sobald sie steuerpflichtige Umsätze erzielen.

Falls ein Schwellenwert besteht und Ihre jährlichen steuerpflichtigen Umsätze darunter bleiben, gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Sie sind von der Umsatzsteuer befreit und erheben auch keine Umsatzsteuer oder
  • Sie lassen sich freiwillig beim Finanzamt zur Umsatzsteuer veranlagen. In diesem Fall müssen Sie Umsatzsteuer ausweisen.

Der Schwellenwert gilt nur für Unternehmen mit Sitz im jeweiligen Land und nicht für Unternehmen mit Sitz im Ausland.

Rechnungen

Bei Umsätzen mit anderen Unternehmen müssen Sie Rechnungen ausstellen, entweder auf Papier oder in elektronischer Form.

Wenn Sie sich für Umsatzsteuerzwecke registrieren lassen, erhalten Sie eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, die neben der Höhe der anfallenden Umsatzsteuer und anderen Standardangaben auf allen Rechnungen erscheinen muss.

MwSt-Sätze

MwSt-Sätze nach Ländern [362 KB] (werden zwei Mal jährlich aktualisiert: Januar und Juli)

Fragen Sie bei der zuständigen Steuerbehörde nach, wenn Sie sich in Bezug auf die geltenden MwSt-Sätze unsicher sind.

Mehrwertsteuer wird zwar in der gesamten EU erhoben, jedes EU-Land legt jedoch seine eigenen Sätze fest.

Die einzelnen Ländern haben stets einen generell geltenden Regelsatz und unter Umständen ermäßigte Sätze für bestimmte Umsätze.

Einige Länder dürfen bestimmte Umsätze mit einem stark ermäßigten Umsatzsteuersatz oder einem Nullsatz belegen.

Das EU-Recht begrenzt die Gestaltungsfreiheit bei der Festlegung von Umsatzsteuersätzen auf dreierlei Weise:

  • Der Regelsatz muss mindestens 15 % betragen, während er nach oben nicht begrenzt ist.
  • Die ermäßigten Steuersätze müssen, mit wenigen Ausnahmen, mindestens 5 % betragen.

Befreiung und Nullsatz

Zwischen Steuerbefreiung und Belegung mit dem Nullsatz besteht ein wesentlicher Unterschied:

Dem Nullsatz unterliegende Umsätze

Diese Umsätze sind zwar nicht mit Umsatzsteuer belegt - der Satz ist 0 % –, sie berechtigen aber dennoch zum Vorsteuerabzug, d. h. zur Anrechnung der MwSt, die bei unmittelbar mit diesen Umsätzen (z. B. Ausfuhren, Finanzdienstleistungen für Kunden außerhalb der EU) verbundenen Einkäufen entrichtet wurde.

Umsatzsteuerfreie Umsätze

Diese Umsätze sind ohne Vorsteuerabzugsrecht steuerbefreit, d. h. die bei unmittelbar damit zusammenhängenden Einkäufen entrichtete Mehrwertsteuer ist nicht abzugsfähig.

Siehe auch

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