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Zuletzt überprüft: 28/03/2019

Ungeplante Gesundheitsversorgung – Bezahlung und Kostenerstattung

Britischer Beschluss zur Anwendung von Artikel 50 EUV: Mehr Informationen

Mit einer Europäischen Krankenversicherungskarte (EKVK)

Wenn Sie sich in einem anderen EU-Land behandeln lassen müssen, kann die Vorlage Ihrer EKVK die Bezahlung und Rückerstattung vereinfachen.

Mit Ihrer Europäischen Krankenversicherungskarte können Sie zu denselben Bedingungen wie Staatsangehörige des Landes, in dem Sie sich befinden, Gesundheitsversorgung erhalten und die Rückerstattung der Kosten beantragen. Wenn Ihre benötigte Behandlung für Ortsansässige kostenlos ist, brauchen Sie nichts zu zahlen. Müssen Sie die Behandlung bezahlen, können Sie die Rückerstattung entweder vor Ort bei der entsprechenden nationalen Einrichtung beantragen und erhalten oder sich nach Ihrer Rückkehr an Ihre Krankenkasse wenden.

Ihre Ausgaben werden nach den Regeln und Sätzen des Landes erstattet, in dem die Behandlung erfolgte. Entweder werden Ihnen also die Behandlungskosten vollständig erstattet, oder Sie müssen einen Eigenanteil gemäß den Regeln des betreffenden Landes tragen. Ihre Krankenkasse kann Ihnen aber auch nach eigenen Regeln den vollen Betrag erstatten.

In jedem EU-Land gibt es mindestens eine nationale Kontaktstelle, die Ihnen bei Fragen zur Erstattung helfen kann.

Fallbeispiel

Informieren Sie sich über die Sozialversicherungsvorschriften in dem Land, das Sie besuchen

Anna ist in Frankreich gesetzlich krankenversichert und verbringt ein paar Monate in Belgien, um ihr Studium abzuschließen. Sie hat ihre in Frankreich ausgestellte Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK) bei sich. Sie ist schwanger und möchte ihr Kind in Belgien zur Welt bringen. Schwangerschaft und Geburt gelten als medizinische Notversorgung – Anna wird also in Belgien auf Vorzeigen ihrer EKVK und ihres Ausweises die notwendige medizinische Versorgung erhalten.

Anna wird in Belgien so behandelt, als wäre sie dort versichert. Wenn die Behandlung also für dort versicherte Personen kostenlos ist, ist sie das auch für Anna. Wenn die Versicherten dort erst bezahlen und dann eine Rückerstattung beantragen, zahlt Anna dieselben Gebühren und beantragt dann eine Rückerstattung. Sie sollte die Rückerstattung in Belgien beantragen, wo sie eine Erstattung zu denselben Sätzen wie dort versicherte Personen erhält. Anschließend setzt sich Belgien mit den Gesundheitsbehörden in Frankreich (wo Anna versichert ist) in Verbindung, um das Geld zurückzufordern.

Hält sich Anna jedoch nur deshalb im Land B auf, um dort ihr Kind zur Welt zu bringen, kann die Europäische Krankenversicherungskarte abgewiesen werden: Sie sollte stattdessen vor ihrer Abreise nach B Vorkehrungen für eine Geburt im Ausland treffen. So weiß sie genau, welche Kosten übernommen werden.

Ohne Europäische Krankenversicherungskarte

Wenn Sie Ihre Europäische Krankenversicherungskarte nicht bei sich haben oder sie nicht verwenden können ( z. B. in einem Privatkrankenhaus, das nicht unter das EKVK-System fällt), müssen Sie eventuell für Ihre Behandlung zahlen. Anschließend können Sie zu Hause eine Rückerstattung durch Ihre Krankenkasse beantragen. Dies gilt sowohl für öffentliche wie für private Gesundheitsdienstleister. Die Bedingungen sind dabei jedoch anders:

Bei einer Notversorgung kann Ihre heimatliche Gesundheitsbehörde eventuell einen Nachweis Ihrer Krankenversicherung faxen oder per E-Mail schicken, so dass Sie nicht unmittelbar zahlen müssen.

Wenn Ihnen Ihre Ansprüche nicht klar sind und Sie sich vor der Behandlung informieren möchten, können Sie sich an eine nationale Kontaktstelle wenden – die es in jedem EU-Land gibt –, um zu erfahren, ob Sie Anspruch auf Rückerstattung haben und ob dafür Obergrenzen gelten.

Andere Regeln gelten, wenn Sie speziell für eine medizinische Behandlung ins Ausland reisen.

Fragen und Antworten

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