Leben und Reisen
Zuletzt überprüft : 11/09/2018

Mehrwertsteuer im internationalen Geschäftsverkehr

Britischer Beschluss zur Anwendung von Artikel 50 EUV: Mehr Informationen

Ab dem 30.März 2019 gilt das EU-Recht nicht mehr für das Vereinigte Königreich, sofern nicht in einem ratifizierten Austrittsabkommen ein anderer Termin festgelegt wird oder der Europäische Rat und das Vereinigte Königreich gemeinsam eine Verlängerung des zweijährigen Verhandlungszeitraums beschließen. Weitere Informationen über die rechtlichen Konsequenzen für Unternehmen:

Für Umsätze mit Waren oder Dienstleistungen im internationalen Geschäftsverkehr gelten besondere Regeln. 

Waren

Länder innerhalb der EU

Verkauf an Unternehmen

Beim Verkauf von Waren an ein anderes Unternehmen in einem anderen EU-Land erheben Sie keine Mehrwertsteuerfalls der Kunde eine gültige MwSt.-Nummer hat.

Sie können jedoch von Ihnen entrichtete Mehrwertsteuer auf Waren und Dienstleistungen, die sie speziell zu diesem Zweck eingekauft haben, als Vorsteuer abziehen.

Wenn Ihr Kunde keine gültige MwSt.-Nummer hat, müssen Sie die verkauften Waren in der Regel mit dem in Ihrem Land geltenden MwSt.- Satz belasten.

Verkauf an Verbraucher

Beim Verkauf von Waren an Verbraucher in einem anderen EU-Land müssen Sie sich dort registrieren lassen und MwSt. zum dort geltenden Satz erheben, sofern Ihr jährlicher Gesamtumsatz in diesem Land die dort geltende Obergrenze übersteigt.

Wählen Sie ein Land aus
  • Schwedenseensv
  • Slowakeiskensk
  • Sloweniensi
  • Spanienesenes
  • Tschechische Republikczcsen
  • Ungarnhu
  • Vereinigtes Königreichgben
  • Zyperncyelen
  • Österreichatdeen

* Noch keine Informationen von den nationalen Behörden übermittelt

Für den Verkauf verbrauchsteuerpflichtiger Waren oder neuer Fahrzeuge (Kraftfahrzeug, Boot oder Luftfahrzeug) gelten besondere Vorschriften .

Einkauf

Wenn Sie Waren für gewerbliche Zwecke aus einem anderen EU-Land beziehen, müssen Sie die Mehrwertsteuer auf die Transaktion zu dem in Ihrem Land geltenden Satz so ausweisen, als hätten Sie die Waren selbst verkauft.

In der Regel können Sie den Betrag später abziehen.

Es gibt eine Reihe wichtiger Ausnahmen von diesen grundlegenden Regeln.

Länder außerhalb der EU

Verkauf

Wenn Sie Waren an Abnehmer außerhalb der EU verkaufen, erheben Sie keine Mehrwertsteuer. Sie können jedoch von Ihnen entrichtete Mehrwertsteuer auf Waren und Dienstleistungen, die sie speziell zu diesem Zweck eingekauft haben, als Vorsteuer abziehen.

Einkauf

Wenn Sie für Ihre Geschäftstätigkeit Waren von einem außerhalb der EU niedergelassenen Anbieter erwerben, müssen Sie in der Regel am Einfuhrort MwSt. entrichten (die Sie, falls Sie steuerpflichtige Umsätze erzielen, in Ihrer nächsten Umsatzsteuererklärung abziehen können).

Dienstleistungen

Länder innerhalb der EU

Verkauf an Unternehmen

Normalerweise berechnen Sie Ihren Kunden keine Mehrwertsteuer. Ihre Kunden bezahlen MwSt. auf die erhaltenen Leistungen zu dem in ihrem Land geltenden Satz (unter Umkehrung der Steuerschuldnerschaft).

Sie können aber dennoch die beim Erwerb dazu notwendiger Waren und Dienstleistungen von Ihnen entrichtete Mehrwertsteuer als Vorsteuer abziehen.

Verkauf an Verbraucher

Normalerweise müssen Sie Ihren Kunden MwSt. zu dem in Ihrem Land geltenden Satz in Rechnung stellen, außer bei Telekommunikations-, Rundfunk- und elektronisch erbrachten Diensten, die stets im Land des Kunden besteuert werden (dem Land, in dem eine Privatperson ihren ständigen Wohnsitz hat oder in der Regel wohnt oder in dem eine nicht steuerpflichtige Person niedergelassen ist).

Einkauf

Wenn Sie Dienstleistungen für gewerbliche Zwecke aus einem anderen EU-Land beziehen, müssen Sie (im Zuge der Selbstveranlagung unter Umkehrung der Steuerschuldnerschaft) die Mehrwertsteuer auf die Transaktion zu dem in Ihrem Land geltenden Satz so ausweisen, als hätten Sie die Dienstleistungen selbst erbracht.

In der Regel können Sie den Betrag später abziehen.

Es gibt eine Reihe wichtiger Ausnahmen von diesen grundlegenden Regeln.

Die MwSt.-Vorschriften müssen in der gesamten EU angewandt werden. Es gibt allerdings eine Reihe von Gebieten, die zu EU-Ländern gehören oder mit ihnen verbunden sind, in denen die Regeln aufgrund besonderer Umstände nicht gelten:

Sondergebiete

  • die Ålandinseln
  • die französischen überseeischen Departements fr
  • das Gebiet von Büsingen
  • die Insel Helgoland
  • Berg Athos
  • Campione d'Italia
  • der zum italienischen Gebiet gehörende Teil des Luganer Sees
  • Livigno
  • die Kanarischen Inseln
  • Ceuta
  • Melilla
  • die Kanalinseln
  • Gibraltar

Daneben gibt es Orte außerhalb der EU, an denen die MwSt.-Vorschriften der EU gelten:

  • Monaco
  • Insel Man
  • britische Militärbasen in Zypern

Länder außerhalb der EU

Verkauf

Wenn Sie Kunden außerhalb der EU Dienstleistungen erbringen, erheben Sie in der Regel keine Mehrwertsteuer. Allerdings kann ein anderes EU-Land Mehrwertsteuer erheben, wenn die Dienstleistung dort genutzt wird. Sie können jedoch von Ihnen entrichtete Mehrwertsteuer auf Waren und Dienstleistungen, die sie speziell zu diesem Zweck eingekauft haben, als Vorsteuer abziehen.

Einkauf für Unternehmen

Wenn Sie für Ihre Geschäftstätigkeit Dienstleistungen von einem außerhalb der EU niedergelassenen Anbieter erwerben, müssen Sie in der Regel (im Zuge der Selbstveranlagung unter Umkehrung der Steuerschuldnerschaft) MwSt. zu dem in Ihrem Land geltenden Satz entrichten, so als hätten Sie die Dienstleistung selbst erbracht.

In der Regel können Sie den Betrag später abziehen.

EU-Recht

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