Geschäfte in Europa
Zuletzt überprüft: 24/01/2019

Mehrwertsteuer beim Kauf oder Verkauf eines Autos

Britischer Beschluss zur Anwendung von Artikel 50 EUV: Mehr Informationen

Vorläufig bleibt das Vereinigte Königreich Vollmitglied der EU mit allen damit verbundenen Rechten und Pflichten:

Informieren Sie sich über die anfallende Mehrwertsteuer beim Autokauf oder -verkauf in der EU oder bei der Einfuhr eines außerhalb der EU gekauften Autos in die EU.

Auf dieser Seite geht es um die Mehrwertsteuervorschriften beim Autokauf oder -verkauf als Privatperson, nicht um Transaktionen zwischen Unternehmen.

 

Kauf oder Verkauf?

 

Wo kaufen Sie das Auto?

 

Wenn Sie ein Auto aus einem anderen EU-Land kaufen, brauchen Sie keinen Zoll dafür zu entrichten, wenn Sie es in Ihr Wohnsitzland überführen.

Wer ist der Verkäufer?

 

 

Wenn Sie ein Auto von einem privaten Verkäufer kaufen, brauchen Sie im Land des Verkäufers keine Mehrwertsteuer zu entrichten. Sie müssen in dem Land Mehrwertsteuer zahlen, in dem Sie das Auto zulassen, in der Regel also in Ihrem Wohnsitzland.

Sie müssen auf den Gesamtpreis des Autos Mehrwertsteuer zahlen, also einschließlich aller Zusatzausstattungen und Nebenkosten wie z. B. Lieferkosten.

Wenn Sie zweimal Mehrwertsteuer gezahlt haben – im Land des Kaufs und im Land der Zulassung – haben Sie Anspruch auf Erstattung. Diese müssen Sie beim Verkäufer oder bei den Steuerbehörden in dem Land beantragen, in dem Sie das Auto gekauft haben.

 

Sie brauchen keine Mehrwertsteuer für das Auto zu bezahlen.

 

 

Sie müssen Mehrwertsteuer in dem Land zahlen, in dem Sie das Auto zulassen, in der Regel also in Ihrem Wohnsitzland.

Sie müssen auf den Gesamtpreis des Autos Mehrwertsteuer zahlen, also einschließlich aller Zusatzausstattungen und Nebenkosten wie z. B. Lieferkosten.

Wenn Sie zweimal Mehrwertsteuer gezahlt haben – im Land des Kaufs und im Land der Zulassung – haben Sie Anspruch auf Erstattung. Diese müssen Sie beim Verkäufer oder bei den Steuerbehörden in dem Land beantragen, in dem Sie das Auto gekauft haben.

Fallbeispiel

Mario lebt in Italien und kauft in Deutschland ein neues Auto. Da das Auto neu ist, sollte die Mehrwertsteuer in Italien abgeführt werden, wo Mario es auch zulassen möchte. Der Verkäufer ist jedoch für die Entrichtung der Mehrwertsteuer an die deutschen Finanzbehörden verantwortlich und muss nachweisen, dass das Auto in ein anderes EU-Land verbracht und dort zugelassen werden soll. Deshalb verlangt er von Mario die deutsche Mehrwertsteuer als Sicherheit.

Sobald Mario sein Auto in Italien zugelassen und dort die Mehrwertsteuer bezahlt hat, kann er den Nachweis dem deutschen Verkäufer schicken und eine Erstattung der in Deutschland gezahlten Mehrwertsteuer beantragen.

Welches Datum als Auslieferungsdatum des Autos gilt, hängt vom jeweiligen Land ab. Es kann das Kaufvertragsdatum oder das Rechnungsdatum sein.

Sie zahlen Mehrwertsteuer zum örtlichen Satz in dem Land, in dem Sie den Wagen kaufen. Informieren Sie sich über die in den einzelnen EU-Ländern geltenden Mehrwertsteuersätze.

 

Beim Kauf eines Gebrauchtwagens brauchen Sie keine Mehrwertsteuer zu bezahlen. Sie müssen das Auto in dem Land zulassen, in dem Sie wohnen, und dort auch Fahrzeugzulassungsgebühren und Kraftfahrzeugsteuern entrichten.

Der Verkäufer kann nur auf den Gewinn Mehrwertsteuer erheben, der durch den Verkauf erzielt wurde.

In diesem Fall erscheint die Mehrwertsteuer nicht auf Ihrer Rechnung. Dieses System heißt Differenzbesteuerung und wird von den meisten Autohändlern angewandt.

Weitere Auskünfte erteilen Ihnen die für Mehrwertsteuer zuständigen Behörden in Ihrem Land.

 

Wie für andere Einfuhrwaren müssen Sie bei der Einfuhr Zoll und Mehrwertsteuer zahlen.

Erkundigen Sie sich bei den für Zollen und Mehrwertsteuer zuständigen Behörden in Ihrem Land nach Einzelheiten der Zollerklärung, Steuern oder Steuererleichterungen.

 

Neuwagen oder Gebrauchtwagen?

 

Als privater Verkäufer brauchen Sie beim Verkauf Ihres Autos keine Mehrwertsteuer zu berechnen.

Wenn Sie einem Kunden in einem anderen EU-Land einen Neuwagen verkaufen, muss der Käufer in dem EU-Land Mehrwertsteuer darauf entrichten, in dem er ihn zulässt. In diesem Fall können Sie einen bestimmten Teil der Mehrwertsteuer von dem Land zurückerhalten, in dem Sie den Wagen ursprünglich gekauft hatten.

Der Betrag der erstattungsfähigen Mehrwertsteuer wird von den Steuerbehörden in dem Land ermittelt, in dem Sie das Auto ursprünglich gekauft hatten; dabei spielt die bisherige Nutzungsdauer eine gewisse Rolle.

Fallbeispiel

Mehrwertsteuer-Teilerstattung beim Verkauf Ihres Neuwagens

Sofie hat sich in Dänemark einen Neuwagen gekauft und dafür 30000 Euro plus 7500 Euro Mehrwertsteuer (25 %) gezahlt. In den nächsten vier Monaten fährt sie 7000 km mit dem Auto. Anschließend verkauft sie es für 16000 Euro an Jonas. Für Steuerzwecke gilt das Auto immer noch als Neuwagen.

Jonas bringt den Wagen nach Österreich, wo er wohnt. Er zahlt den österreichischen Steuerbehörden 3200 Euro Mehrwertsteuer (den österreichischen Mehrwertsteuersatz von 20 %).

Als Verkäuferin sollte Sofie wissen, dass sie einen Teil der Mehrwertsteuer erstattet bekommen kann. Wenn die Mehrwertsteuer des zweiten Verkaufs in Dänemark erhoben worden wäre, hätte sich der zu zahlende Betrag auf 4000 Euro (25 % von 16000 Euro) belaufen. Da das Auto noch als Neuwagen gilt, darf Sofie von den 7500 Euro Mehrwertsteuer, die sie beim Kauf des Autos gezahlt hat, 4000 Euro von den dänischen Behörden zurückfordern.

Welches Datum als Auslieferungsdatum des Autos gilt, hängt vom jeweiligen Land ab. Es kann das Kaufvertragsdatum oder das Rechnungsdatum sein.

 

Als privater Verkäufer brauchen Sie beim Verkauf keine Mehrwertsteuer zu berechnen.

 

Fragen und Antworten

EU-Recht

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