Zuletzt überprüft : 04/02/2019

Internetzugang

Internetanschluss

Wo immer Sie sich in der EU befinden, müssen Sie Zugang zu elektronischen Kommunikationsdiensten guter Qualität zu einem erschwinglichen Preis – einschließlich Internetzugang – haben. Es sollte mindestens einen Internetanbieter geben, der Ihnen diesen Dienst anbieten kann. Dieser Grundsatz heißt Gewährleistung des Universaldienstes.

In bestimmten Fällen – wenn Ihr Antrag beispielsweise technisch nicht erfüllbar ist – könnte Ihr Antrag als „nicht angemessen" angesehen und abgelehnt werden.

Weitere Informationen erhalten Sie von der nationalen Regulierungsbehörde Ihres Landes. Diese stellt für Sie den Kontakt zu Ihrem Universaldienstanbieter her.

Fallbeispiel

Sie haben Recht auf einen Basiszugang zum Internet

Stathis ist auf eine abgelegene griechische Insel gezogen und will dort in seinem neuen Haus einen Internetanschluss einrichten lassen. Nachdem ihm mehrere Unternehmen mitgeteilt haben, dass ihr Netz seine Gegend nicht abdeckt, findet er schließlich den Universaldienstanbieter in Griechenland heraus. Er wendet sich an dieses Unternehmen, das ihm einen Internetanschluss bereitstellt.

Netzneutralität

Sie haben das Recht, auf alle gewünschten Online-Inhalte und -Dienste zuzugreifen und diese zu verbreiten. Ihr Internetanbieter darf Online-Inhalte, -Anwendungen und -Dienste nur in 3 bestimmten Fällen sperren, verlangsamen oder diskriminieren, nämlich um

Dies ist als Netzneutralität bekannt.

Fallbeispiel

Unbeschränkter Zugang zu allen Online-Inhalten

John aus Irland hat kürzlich eine neue Arbeitsstelle in Deutschland angetreten. Er möchte eine Videoanruf-App verwenden, um mit seiner Familie zu sprechen und dabei die Telefonkosten zu sparen. Erfreut stellt er fest, dass er zwischen verschiedenen Videoanruf-Apps wählen und diese kostenlos über seine Internetverbindung nutzen kann.

Die EU-Vorschriften zur Netzneutralität verbieten es den Internetanbietern, Anwendungen zu sperren oder ein Entgelt für die Nutzung von Videoanruf-Apps zu verlangen.

Internetabonnements

Ihr Internetanbieter muss Sie informieren über

Fallbeispiel

Ihr Internetanbieter muss Sie über seine Dienste informieren

Laura aus Rumänien will sich zu Hause einen Internetanschluss einrichten lassen, ist sich aber bei den verschiedenen Paketangeboten in Bezug auf die Qualität der Dienste unsicher.

Glücklicherweise geben alle Diensteanbieter, wie gesetzlich vorgeschrieben, auf ihren Internetauftritten Auskunft über die erforderlichen Details. Außerdem kann Laura noch weitere Informationen von der rumänischen nationalen Regulierungsbehörde für elektronische Kommunikation erhalten.

Ferner muss der Internetanbieter

Fallbeispiel

Langfristige Verträge sind rechtswidrig

Enrique will während seines einjährigen Studienaufenthalts in Berlin einen Internetanschluss in seiner Wohnung einrichten lassen, erfährt aber von mehreren Anbietern, dass die Mindestvertragsdauer 2 Jahre beträgt.

Daraufhin erkundigt er sich bei der für elektronische Kommunikation zuständigen Behörde. Nachdem diese ihn über seine Rechte aufgeklärt hat, wendet er sich erneut an die Anbieter und kann ein Abonnement für nur ein Jahr abschließen.

Besondere Unterstützung für Nutzer mit Behinderungen

Als Nutzer mit Behinderungen haben Sie Anspruch auf eine Auswahl von Diensten, die den von den meisten Verbrauchern genutzten gleichwertig sind.

Eventuell haben Sie auch Anrecht auf Spezialgeräte Ihres Diensteanbieters zur Ermöglichung des Zugangs, beispielsweise Vergrößerungssoftware oder Bildschirmleser, wenn Sie sehbehindert sind.

Ihre nationale Regulierungsbehörde kann Sie möglicherweise eingehender zu diesen Rechten auf Barrierefreiheit informieren.

Fallbeispiel

Nutzer mit Behinderungen haben Anspruch auf besondere Dienste

Véronique aus Frankreich ist sehbehindert und benötigt eine besondere Unterstützung, um Webseiten lesen zu können.

Eine Freundin gibt ihr den Rat, sich beim französischen Universaldienstanbieter zu erkundigen, ob sie einen Bildschirmleser bekommen kann. Der Anbieter liefert Véronique die benötigte Software.

EU-Recht

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