Zuletzt überprüft : 15/03/2018

Chemikalien (REACH)

Britischer Beschluss zur Anwendung von Artikel 50 EUV: Mehr Informationen

Ab dem 30.März 2019 gilt das EU-Recht nicht mehr für das Vereinigte Königreich, sofern nicht in einem ratifizierten Austrittsabkommen ein anderer Termin festgelegt wird oder der Europäische Rat und das Vereinigte Königreich gemeinsam eine Verlängerung des zweijährigen Verhandlungszeitraums beschließen. Weitere Informationen über die rechtlichen Konsequenzen für Unternehmen:

Wenn Sie im Europäischen Wirtschaftsraum (Europäische Union plus Island, Liechtenstein und Norwegen) pro Jahr eine Tonne oder mehr eines chemischen Stoffes produzieren, müssen Sie dies in der REACH-Datenbank eintragen. REACH steht für Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe.

Die REACH-Verordnung gilt für alle Chemikalien; nicht nur für diejenigen, die in industriellen Verfahren benötigt werden, sondern auch für solche, die in unserem Alltag vorkommen, z. B. in Farben, Reinigungsmitteln, Kleidung, Möbeln und Elektrogeräten. Die Verordnung betrifft somit die meisten Unternehmen im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR).

Nicht registrierte Stoffe dürfen weder vermarktet noch verwendet werden.

REACH gilt für Sie, wenn Ihr Unternehmen in eine der folgenden Kategorien fällt:

Zur Einhaltung der Verordnung müssen Sie die Risiken der von Ihnen hergestellten und in der EU/im EWR vertriebenen Stoffe ermitteln und bewältigen.

Bei der Registrierung solcher Stoffe müssen Sie als Hersteller oder Importeur gegenüber der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) nachweisen, wie der jeweilige Stoff sicher verwendet werden kann, und auf einem Sicherheitsdatenblatt mitteilen, welche Risikobegrenzungsmaßnahmen in der Lieferkette notwendig sind.

Wenn Ihr Unternehmen ein nachgeschalteter Anwender ist, haben Sie andere Verpflichtungen. Vor allem müssen Sie die in den Sicherheitsdatenblättern aufgeführten Risikobegrenzungsmaßnahmen treffen. Achten Sie darauf, dass Ihre Anwendungen in den Registrierungsunterlagen angegeben sind, und kommunizieren Sie mit Ihren Lieferanten und Anwendern in der Lieferkette.

Informieren Sie sich mit Hilfe des ECHA-Navigators über Ihre Rolle und Ihre Pflichten gemäß REACH oder über Ausnahmen, die ggf. für Ihr Unternehmen gelten.

Die Broschüre Chemikaliensicherheit und Ihr Unternehmen liefert eine gute Zusammenfassung der für kleine Unternehmen relevanten Aspekte.

Wie funktioniert REACH?

Die REACH-Verordnung führt neue Vermarktungsregeln für reine Stoffe, Gemische und in Produkten verwendete Stoffe ein. Sie macht die Industrie verantwortlich für die

Außerdem ermöglicht die Verordnung der Europäischen Union, erforderlichenfalls zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen. Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) in Helsinki (Finnland) hilft bei der Koordinierung und Umsetzung aller erforderlichen Schritte:

Gebühren und Entgelte

Für REACH sind Gebühren und Entgelte zu entrichten. Die Beträge und Fristen hängen vom konkreten Fall ab. Kleine und mittlere Unternehmen zahlen ermäßigte Gebühren und Entgelte. Ihr Unternehmen muss außerdem weitere Kosten im Zusammenhang mit REACH berücksichtigen, z. B.:

Eine gute Zusammenarbeit mit anderen Akteuren – darunter eine frühzeitige Vorbereitung – kann Ihre Kosten erheblich senken.

Siehe auch:

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EU-Recht

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