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Letzter Stand : 15/11/2016

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Europäischer Berufsausweis - EPC

Der Europäische Berufsausweis (European Professional Card, EPC) ist ein elektronisches Verfahren zur Anerkennung Ihrer Berufsqualifikation in einem anderen EU-Land. Seine Ausstellung ist einfacher, schneller und transparenter als die herkömmlichen Verfahren zur Anerkennung der beruflichen Qualifikation. Sie können Ihren Antrag online verfolgen und bereits hochgeladene Unterlagen bei neuen Anträgen für andere Länder wiederverwenden.

Derzeit können Sie das EPC-Verfahren nur für folgende Berufe nutzen:

  • Krankenschwester / Krankenpfleger für allgemeine Pflege
  • Apotheker, Apothekerin
  • Physiotherapeut, Physiotherapeutin
  • Bergführer, Bergführerin
  • Immobilienmakler, Immobilienmaklerin

Fachkräfte mit einem anderen Beruf müssen für die Anerkennung ihrer Berufsqualifikation nach wie vor Standardverfahren anwenden. Das EPC-Verfahren wird in Zukunft möglicherweise auf andere Berufe ausgeweitet.

Sie können das EPC-Verfahren nutzen, wenn Sie

  • Ihren Beruf vorübergehend und gelegentlich in einem anderen EU-Land ausüben möchten (vorübergehende Mobilität)
  • sich in einem anderen EU-Land niederlassen und dort Ihren Beruf dauerhaft ausüben möchten (Niederlassung)

Der EPC ist kein physischer Ausweis. Er ist ein elektronischer Nachweis, dass Sie alle Verwaltungsprüfungen erfolgreich durchlaufen haben und Ihre Berufsqualifikationen von dem Land anerkannt wurden, in dem Sie arbeiten möchten (Aufnahmeland), oder dass Sie die Voraussetzungen für die vorübergehende Erbringung von Dienstleistungen in diesem Land erfüllt haben.

Nach Genehmigung Ihres Antrags können Sie ein EPC-Zertifikat im PDF-Format erstellen. Dazu geben Sie eine Bezugsnummer an, mit deren Hilfe Ihr künftiger Arbeitgeber die Gültigkeit Ihres EPCs online überprüfen kann.

Wenn Sie eine langfristige Niederlassung planen, müssen Sie sich möglicherweise vor Beginn der Berufsausübung bei einer Berufsorganisation eintragen oder Zusatzprüfungen ablegen. Erkundigen Sie sich bei den dortigen Behörden English , ob dies in Ihrem Fall erforderlich ist.

Außerhalb der EU erworbene Qualifikationen

Wenn Sie Ihre Qualifikation außerhalb der EU erworben haben, können Sie unter folgenden Voraussetzungen einen europäischen Berufsausweis beantragen:

  • Ihre Qualifikation wurde bereits in einem EU-Land anerkannt
  • Sie haben Ihren Beruf in diesem Land nach Anerkennung Ihrer Qualifikation mindestens drei Jahre lang ausgeübt

Vorteile des europäischen Berufsausweises

  • Die Behörden Ihres Herkunftslandes helfen Ihnen bei Ihrem Antrag und überprüfen, ob er richtig und vollständig ist. Sie überprüfen auch die Echtheit und Gültigkeit Ihrer Unterlagen.
  • Wenn Sie in Zukunft einen Antrag auf dauerhafte Niederlassung oder zeitweilige Erbringung von Dienstleistungen in einem anderen EU-Land stellen möchten, ist Ihr Dossier bereits im System vorhanden und Sie müssen Ihre Unterlagen nicht ein zweites Mal hochladen. Dadurch sparen Sie Zeit bei weiteren Anträgen.
  • Wenn die für Ihren Antrag zuständigen Behörden keine endgültige Entscheidung innerhalb der vorgegebenen Frist treffen, erfolgt die Anerkennung automatisch, und Sie können ein EPC-Zertifikat erstellen.

Verfahren und Fristen

Was trifft auf Sie zu?

Vorübergehende Mobilität: Sie möchten Ihren Beruf im Ausland vorübergehend und gelegentlich ausüben

Etappen nach Einreichung Ihres Antrags:

Innerhalb 1 Woche: Die zuständige Behörde Ihres Herkunftslandes bestätigt den Eingang Ihres Antrags und informiert Sie über etwaige fehlende Unterlagen und anfallende Gebühren.

Auch die Behörden des Aufnahmelandes werden Ihre Akte prüfen, wenn Ihr Beruf Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit und Sicherheit haben könnte und daher keine automatische Anerkennung erfolgt.

Ist keine Überprüfung seitens des Aufnahmelandes erforderlich, dann prüft die Behörde Ihres Herkunftslandes Ihren Antrag und trifft innerhalb von höchstens 3 Wochen eine endgültige Entscheidung.

Sind jedoch Überprüfungen seitens des Aufnahmelandes erforderlich, muss die Behörde Ihres Herkunftslandes binnen einer Frist von höchstens 1 Monat Ihren Antrag prüfen und an das Aufnahmeland weiterleiten.

Das Aufnahmeland trifft innerhalb von höchstens 3 Monaten (2 Monate + zweimalige Verlängerung um jeweils 2 Wochen) eine endgültige Entscheidung.

Wenn die Behörden des Aufnahmelandes der Auffassung sind, dass Ihre Aus- und Fortbildung und Ihre Berufserfahrung nicht den geforderten Standards dieses Landes entsprechen, dann können sie eine Eignungsprüfung oder einen Anpassungslehrgang verlangen.

Niederlassung: Sie möchten sich in im Ausland niederlassen und dort ihren Beruf dauerhaft ausüben

Etappen nach Einreichung Ihres Antrags:

Innerhalb 1 Woche: Die Behörde Ihres Herkunftslandes bestätigt den Eingang Ihres Antrags und informiert Sie über etwaige fehlende Unterlagen und anfallende Gebühren.

Die Behörde Ihres Herkunftslandes muss binnen einer Frist von höchstens 1 Monat Ihren Antrag prüfen und an das Aufnahmeland weiterleiten.

Sind Sie Apotheker/-in oder Krankenschwester/Krankenpfleger und Ihr Beruf wird automatisch anerkannt, dann trifft das Aufnahmeland innerhalb von höchstens 2 Monaten (1 Monat + zweimalige Verlängerung um jeweils 2 Wochen) eine Entscheidung.

Wird Ihr Beruf nicht automatisch anerkannt, dann trifft das Aufnahmeland innerhalb von höchstens 3 Monaten (2 Monate + zweimalige Verlängerung um jeweils 2 Wochen) eine endgültige Entscheidung.

Wenn die Behörden des Aufnahmelandes der Auffassung sind, dass Ihre Aus- und Fortbildung und Ihre Berufserfahrung nicht den geforderten Standards dieses Landes entsprechen, dann können sie eine Eignungsprüfung oder einen Anpassungslehrgang verlangen.

Treffen die Behörden des Aufnahmelandes keine Entscheidung innerhalb der gesetzlichen Fristen, werden Ihre Qualifikationen stillschweigend anerkannt und Sie können über Ihr Online-Konto ein EPC-Zertifikat erstellen.

Lehnen die Behörden Ihren Antrag ab, dann müssen sie dies begründen und Sie über Ihre Beschwerdemöglichkeiten informieren.

Gültigkeitsdauer des EPC

Der Berufsausweis ist gültig:

  • unbefristet bei dauerhafter Niederlassung
  • 18 Monate in den meisten Fällen, in denen Sie vorübergehend Dienstleistungen erbringen, bzw. 12 Monate für Berufe mit Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit oder Sicherheit

Beantragung eines EPC

Zunächst müssen Sie sich beim Authentifizierungsdienst der Europäischen Kommission (EU Login English) anmelden. Gegebenenfalls müssen Sie zunächst ein Konto erstellen.

Die Erstellung Ihres EPC-Profils mit den Angaben zu Ihrer Person und Kontaktdaten dauert einige Minuten.

Dann können Sie einen Antrag erstellen, gescannte Kopien der betreffenden Dokumente hochladen und an die Behörde Ihres Herkunftslandes schicken.

Sie sollten jeden Beleg scannen und als eigene Datei hochladen.

In Ihrem Profil können Sie Ihre Kontaktdaten wie E-Mail-Adresse, Rufnummer usw. jederzeit aktualisieren. Nach dem Abschicken des ersten Antrags können Sie die Angaben zu Ihrer Person (Personalausweis- oder Passnummer, Nachname oder Staatsangehörigkeit, wie sie in Ihrem Berufsausweis stehen werden) nicht mehr selbst ändern. Eine Aktualisierung kann nur die Behörde vornehmen, die Ihre Akte bearbeitet.

Möglicherweise verlangt sowohl die Behörde Ihres Herkunftslandes als auch die Behörde des Aufnahmelandes für die Prüfung Ihrer Akte eine Gebühr. Ist dies der Fall, dann erhalten Sie von jeder Behörde eine gesonderte Rechnung.

Außerdem können die Behörden verlangen, dass Sie beglaubigte Kopien Ihrer Unterlagen vorlegen, wenn sie deren Gültigkeit nicht überprüfen können.

Schnellabfrage zu benötigten Unterlagen und Gebühren

Simulator

Wenn bestimmte Optionen im Simulator nicht erscheinen, haben die betreffenden Länder die nötigen Informationen noch nicht bereitgestellt. Sie können aber trotzdem einen EPC beantragen. Die zuständigen Behörden werden Ihnen mitteilen, welche Unterlagen Sie benötigen und welche Gebühren anfallen.

Ihr Beruf ist im Aufnahmeland nicht reglementiert
Informationen der nationalen Behörden werden verarbeitet

ZUGANG ZUM EPC-VERFAHREN

Lassen Sie die Gültigkeit Ihres EPC von Ihren Arbeitgebern prüfen.

Ihre Arbeitgeber, Berufsverbände oder andere betroffene Parteien können die Gültigkeit Ihres EPC anhand seiner Bezugsnummer online überprüfen.

Dazu benötigen sie aber auch Ihre persönlichen Erkennungsdaten (Personalausweis- oder Reisepassnummer), die Sie bei der Einreichung Ihres Antrags angegeben haben.

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Öffentliche Konsultationen
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In diesem Fall die 28 EU-Mitgliedstaaten

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In begründeten Fällen können die Behörden die Zweimonatsfrist zweimal um jeweils 2 Wochen verlängern. Spätestens innerhalb von 3 Monaten muss eine Entscheidung erfolgen.

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In begründeten Fällen können die Behörden die Zweimonatsfrist zweimal um jeweils 1 Wochen verlängern. Spätestens innerhalb von 2 Monaten muss eine Entscheidung erfolgen.

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In begründeten Fällen können die Behörden die Zweimonatsfrist zweimal um jeweils 2 Wochen verlängern. Spätestens innerhalb von 3 Monaten muss eine Entscheidung erfolgen.

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