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Pauschalreisen und Timesharing

Letzter Stand : 04/04/2014

travel

Pauschalreisen

Es handelt sich um eine Pauschalreise, wenn Sie eine Kombination von Dienstleistungen für einen Urlaub oder eine Reise kaufen, der/die

  • mehr als 24 Stunden dauert oder
  • eine Übernachtung beinhaltet.

Das Paket muss im Voraus festgelegt sein, mindestens 2 der nachstehenden Dienstleistungen umfassen:

  • Beförderung
  • Unterkunft
  • andere Dienste, die einen bedeutenden Teil des Pakets ausmachen (z. B. Skipass für die gesamte Dauer Ihres Urlaubs, Besichtigungsfahrten)

und zu einem Pauschalpreis verkauft werden (der Preis muss alle eingeschlossenen Dienste abdecken).

Die Vorschriften über Pauschalreisen gelten auch, wenn die Bestandteile des Pakets gesondert berechnet werden.

Erkundigen Sie sich bei Ihrem Reiseveranstalter oder Reisebüro, ob es nationale Vorschriften für Ausflüge und Urlaubsreisen gibt, die weniger als 24 Stunden dauern oder keine Übernachtung beinhalten.

Die EU-Vorschriften regeln Ihre Rechte bei der Buchung und während des Urlaubs; hier die wichtigsten:

  • Sie sollten vor Unterzeichnung des Vertrags klare und genaue Angaben zu allen Aspekten des Urlaubs (einschließlich Informationen über eine fakultative Reiseversicherung, Pässe, Visa und gesundheitspolizeiliche Formalitäten) erhalten.
  • Mindestens eine Vertragspartei ist für das Gesamtpaket verantwortlich, selbst wenn verschiedene Unternehmen die einzelnen Dienste leisten. Je nach Land können dies der Reiseveranstalter, das Reisebüro oder beide sein. Sie müssen die Kontaktdaten dieser Partei erhalten, damit Sie sich während ihres Urlaubs beschweren oder hinterher eine Entschädigung verlangen können.
  • Sie haben das Recht auf Unterstützung bei Problemen. Sie müssen daher eine Notrufnummer des Veranstalters oder Reisebüros erhalten.
  • Für den Fall der Insolvenz des Veranstalters/Vermittlers gibt es Garantien, die sicherstellen, dass Sie Ihr Geld zurückerhalten und, wenn Sie die Reise bereits angetreten haben, zurückgebracht werden. Die praktischen Einzelheiten hängen von den nationalen Vorschriften und der Einrichtung ab, über die der Veranstalter/Vermittler für diesen Schutz gesorgt hat.
  • Sie dürfen Ihr Paket an eine andere Person übertragen, wenn Sie den gebuchten Urlaub nicht antreten könen. Allerdings können Ihnen die zusätzlichen Kosten infolge dieser Übertragung berechnet werden.
  • Der in ihrem Vertrag genannte Preis darf nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen (z. B. höhere Beförderungskosten, von Dritten in Rechnung gestellte Steuern/Gebühren oder Wechselkursänderungen) und nicht später als 20 Tage vor Reiseantritt erhöht werden.
  • Wenn der Veranstalter/Vermittler den Inhalt (darunter fällt auch der Preis) des Pakets wesentlich ändert und Sie den Urlaub daraufhin annullieren, können Sie Ihr Geld zurückerhalten oder ein anderes Paket wählen. Das Gleiche gilt, wenn der Veranstalter den Urlaub absagt. In bestimmten Fällen haben Sie auch einen Entschädigungsanspruch .

Diese Regeln sind NICHT anwendbar, wenn Sie Ihren Urlaub selbst zusammenstellen, indem Sie die verschiedenen Bestandteile von Verkäufern oder Webseiten kaufen, die nicht auf irgendeine Weise miteinander verbunden sind.

Wenn während Ihres Urlaubs etwas ohne Ihr Verschulden schiefgeht (z. B. wenn eine Besichtigungsfahrt storniert wird oder das Hotel nicht der Beschreibung in der Broschüre entspricht), sollten Sie sich so bald wie möglich wenden an

  • den Veranstalter oder, wenn vorhanden,
  • den örtlichen Vertreter.

Sie sollten sich unverzüglich darum bemühen, das Problem zu lösen.

Besteht das Problem fort, so sollten Sie so viele Beweise wie möglich sammeln (z. B. Fotos) und nach ihrer Rückkehr eine Beschwerde einreichen.

Je nachdem, aus welchem Land Sie kommen, ist möglicherweise das Reisebüro, in dem Sie die Pauschalreise gebucht haben, Ihr erster Ansprechpartner. In einigen Ländern gibt es Fristen für die Einreichung von Beschwerden über Ihren Urlaub.

Haben Sie keinen Erfolg, dann können Sie Ihr Europäisches Verbraucherzentrum (ECC-Net ) um Hilfe bitten. Dies ist besonders dann von Bedeutung, wenn der Veranstalter seinen Sitz in einem anderen EU-Land hat.

Fallbeispiel

Erhebliche Änderung eines wesentlichen Bestandteils einer Pauschalreise

Michel aus Belgien buchte einen 3-wöchigen Pauschalurlaub in Griechenland über einen griechischen Reiseveranstalter. Der Urlaub sollte mit einer 14-tägigen Rundreise beginnen und mit einer Woche am Strand enden. Wenige Tage vor dem Abreisetermin wurde ihm mitgeteilt, dass die 14-tägige Rundreise nicht stattfinden könne. Man bot ihm eine Reise an, bei der auf einen einwöchigen Strandaufenthalt eine 10-tägige Rundreise folgen sollte. Damit war er nicht einverstanden, da die kürzere Reise nicht alle Sehenswürdigkeiten umfasste, die ihn am meisten interessierten. Außerdem wollte er keinen Strandurlaub zu Beginn. Michel erhielt den Rat, sich an sein Europäisches Verbraucherzentrum zu wenden, und erfuhr, dass er 3 Möglichkeiten habe:

  • Er könnte das Angebot annehmen, wenn der Veranstalter ihm einen angemessenen Preisnachlass einräumte.
  • Er könnte vom Veranstalter verlangen, eine vergleichbare Ersatzreise anzubieten.
  • Er könnte die gesamte Reise stornieren, sich den vollen Preis erstatten lassen und möglicherweise eine zusätzliche Entschädigung fordern.

Mit diesen Informationen wandte sich Michel wieder an den Veranstalter. Er entschied sich letztlich für die erste Möglichkeit - und musste nur die Hälfte des ursprünglichen Preises bezahlen.

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