Zuletzt überprüft : 06/08/2018

Entsendung von Arbeitnehmern

Britischer Beschluss zur Anwendung von Artikel 50 EUV: Mehr Informationen

Ab dem 30.März 2019 gilt das EU-Recht nicht mehr für das Vereinigte Königreich, sofern nicht in einem ratifizierten Austrittsabkommen ein anderer Termin festgelegt wird oder der Europäische Rat und das Vereinigte Königreich gemeinsam eine Verlängerung des zweijährigen Verhandlungszeitraums beschließen. Weitere Informationen über die rechtlichen Konsequenzen für Unternehmen:

Wenn Ihr Unternehmen einen Vertrag mit Geschäftspartnern in anderen EU-Ländern hat und zur Erfüllung des Vertrags Mitarbeiter Ihres Unternehmens für eine begrenzte Zeit in dieses Land gehen müssen, müssen Sie bestimmte Entsendevorschriften beachten. Diese Vorschriften gelten auch für die Entsendung eines Ihrer Mitarbeiter in ein Unternehmen in Ihrem Besitz, das sich in einem anderen EU-Land befindet. In beiden Fällen muss ein Beschäftigungsverhältnis zwischen Ihnen und dem entsendeten Mitarbeiter bestehen.

Die Entsendevorschriften gelten auch dann, wenn eine Arbeitsvermittlungsagentur oder eine Zeitarbeitsfirma für ein in Ihrem Land ansässiges Unternehmen eine Arbeitskraft aus einem anderen EU-Land anwirbt. In diesem Fall muss zwischen der Arbeitskraft und der von Ihnen beauftragten Arbeitsvermittlungsagentur oder Zeitarbeitsfirma ein Beschäftigungsverhältnis bestehen.

Arbeitsbedingungen im Gastland

Für die Dauer der Entsendung müssen Sie sicherstellen, dass für Ihre Mitarbeiter die gesetzlich oder tarifvertraglich festgelegten Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen des Gastlandes gelten. Dies betrifft

Wenn die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen in Ihrem eigenen Land günstiger für Ihre Mitarbeiter sind als die des Gastlandes, können Sie diese selbstverständlich auch für die Zeit der Entsendung aufrechterhalten.

Wenn Einbauarbeiten und/oder Erstmontage bestimmter Erzeugnisse Bestandteil Ihres Liefervertrags sind und von Ihren Facharbeitern ausgeführt werden müssen, müssen die Bestimmungen über den Mindestlohn und den bezahlten Mindestjahresurlaub nicht angewendet werden, wenn die Gesamtdauer der Entsendung acht Tage nicht übersteigt.

Die EU-Länder können nach Konsultation der Sozialpartner beschließen, dass die Bestimmungen des Gastlandes über den Mindestlohn und den bezahlten Mindestjahresurlaub nicht angewendet werden müssen, wenn die Gesamtdauer der Entsendung einen Monat nicht übersteigt. Diese Ausnahmeregelung gilt nicht für durch Arbeitsvermittlungsagenturen entsandte Arbeitskräfte.

Nationale Kontaktstellen und Websites

Jedes EU-Land unterhält mindestens eine Kontaktstelle, bei der Sie genaue Informationen über die Entsendung von Arbeitnehmern ins Ausland erhalten. Aufgabe dieser Stellen sind überdies Kooperation und Informationsaustausch, Überwachung der Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen während einer Entsendung und Überprüfung mutmaßlicher Verstöße gegen die Vorschriften.

Mehr dazu erfahren Sie auf den nationalen Internetseiten des Gastlandes.

Wählen Sie ein Land:

  • Österreichatde
  • Belgienbefrnlen
  • Bulgarienbgen
  • Kroatiencren
  • Zyperncyen
  • Tschechische Republikczen
  • Dänemarkdkde
  • Estlandeeen
  • Finnlandfisvfien
  • Frankreichfrde
  • Deutschlanddede
  • Griechenland*gr
  • Ungarnhuhuen
  • Irlandieen
  • Italienititen
  • Lettlandlven
  • Litauenltlten
  • Luxemburglude
  • Maltamten
  • Niederlandenlnlen
  • Polenplen
  • Portugalptpt
  • Rumänien*ro
  • Slowakeisksken
  • Sloweniensien
  • Spanienesesen
  • Schwedensede
  • Vereinigtes Königreichuken

Vorschriften zur sozialen Sicherheit für entsandte Arbeitnehmer

Obwohl entsandte Arbeitnehmer vorübergehend in einem anderen EU-Land arbeiten, können sie im Sozialversicherungssystem des Landes versichert bleiben, in dem sie vor ihrer Entsendung gearbeitet haben.

Beachten Sie bitte dabei, dass die Bestimmungen zur sozialen Sicherheit während einer Entsendung für Arbeitnehmer und selbstständig Erwerbstätige unterschiedlich sind.

Siehe auch:

Neue EU-Verordnungen

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