Leben und Reisen
Zuletzt überprüft : 08/10/2018

Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Chemikalien

Britischer Beschluss zur Anwendung von Artikel 50 EUV: Mehr Informationen

Ab dem 30.März 2019 gilt das EU-Recht nicht mehr für das Vereinigte Königreich, sofern nicht in einem ratifizierten Austrittsabkommen ein anderer Termin festgelegt wird oder der Europäische Rat und das Vereinigte Königreich gemeinsam eine Verlängerung des zweijährigen Verhandlungszeitraums beschließen. Weitere Informationen über die rechtlichen Konsequenzen für Unternehmen:

Wer im Europäischen Wirtschaftsraum (EU mit Island, Liechtenstein und Norwegen) gefährliche Chemikalien in Verkehr bringt, muss die CLP-Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung (Classification, Labelling and Packaging) beachten. Sie ergänzt die REACH-Verordnung und gewährleistet, dass die von chemischen Stoffen ausgehenden Gefahren den Arbeitnehmern und Verbrauchern durch Piktogramme und Standardangaben auf den Etiketten und Sicherheitsdatenblättern zur Kenntnis gebracht werden.

Das neue System für die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Chemikalien trat am 1. Juni 2015 in Kraft. Alle Wirtschaftsteilnehmer, die gefährliche Chemikalien im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) in Verkehr bringen, müssen die dafür geltenden Vorschriften einhalten.

Wenn Sie mit den EU-Rechtsvorschriften im Chemiebereich nicht vertraut sind, können Sie sich im Leitfaden Chemikaliensicherheit und Ihr Unternehmen einen Überblick verschaffen. Im Vorfeld der Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Gefahrstoffen sollten Sie ggf. den mit der REACH-Verordnung und den einschlägigen Rechtsvorschriften zu Bioziden und Pestiziden verbundenen Verfahren Rechnung tragen.

Gefährliche Chemikalien

Bevor Sie chemische Stoffe oder Gemische auf den Markt bringen, müssen Sie

Wenn Sie einen gefährlichen Stoff als solchen oder in einem Gemisch in Verkehr bringen, dann müssen Sie seine Einstufung und Kennzeichnung zwecks Aufnahme in das von der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) erstellte Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis  melden[228 KB]. Die Meldung ist kostenlos und muss binnen eines Monats ab dem erstmaligen Inverkehrbringen des Stoffes oder Gemisches erfolgen. Wenn Sie Importeur sind, beginnt diese einmonatige Frist am Tag, an dem ein Stoff (als solcher oder in einem Gemisch) in das Zollgebiet der EU gelangt.

Wie erfolgt die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung?

Seit Juni 2015 müssen Sie zwei Regeln beachten:

Die Frist für die Umetikettierung und das Umpacken von Gemischen, die bereits vor Juni 2015 im Handel waren, endet am 1. Juni 2017.

Einhaltung der CLP-Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung

Die CLP-Verordnung gilt für ein breites Spektrum von Unternehmen:

Ihre Pflichten hängen von Ihrer Rolle in der Versorgungskette ab.

Zur Erleichterung des weltweiten Handels und zur Unterstützung der Verbraucher hat die EU die von den Vereinten Nationen entwickelten neuen weltweiten Regeln (Globally Harmonised System – GHS) in die CLP-Verordnung aufgenommen.

Verbundene Themen

EU-Recht

Öffentliche Konsultationen

Benötigen Sie Unterstützung durch unsere Hilfsdienste?

Wenden Sie sich an unsere spezialisierten Hilfsdienste:

Produktinfostelle

Ihre Produktinfostelle kann Sie über die nationalen Rechtsvorschriften zu Produkten informieren und Ihnen beim Marktzugang in einem anderen EU-Land helfen.

Nationale Chemikalien-Helpdesks

Die nationalen Helpdesks sind Ihre erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ihren Verpflichtungen gemäß der CLP- und der REACH-Verordnung.

Unternehmensförderung vor Ort - Benötigen Sie eine Auskunft zur grenzüberschreitenden Wirtschaftstätigkeit (Ausfuhr, Expansion in einem anderen EU-Land)? Das Enterprise Europe Network beantwortet Ihre Fragen kostenlos.

Seite weiterempfehlen: