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Letzter Stand : 30/04/2013

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Autozulassung und Steuern

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Gemeinsame Rechte in allen EU-Ländern


* Noch keine Informationen von den nationalen Behörden übermittelt

Vorübergehender Aufenthalt

Wenn Sie Ihren Wohnsitz in Ihrem Heimatland beibehalten, aber sich weniger als 6 Monate in einem anderen EU-Land aufhalten, brauchen Sie Ihr Auto dort nicht anzumelden und auch keine Steuern dafür zu bezahlen. Ihr Auto bleibt in Ihrem Wohnsitzland zugelassen.

Wenn Sie sich weniger als 6 Monate in einem anderen EU-Land aufhalten und Ihr Auto dort nicht angemeldet haben, dürfen Sie Ihr Auto keiner Person mit Wohnsitz in diesem Land leihen oder vermieten. Eine solche Person darf Ihr Auto nur dann fahren, wenn Sie mit ihr im Auto sitzen.

Sie dürfen Ihr Auto jedoch Freunden oder Verwandten leihen, die bei Ihnen zu Besuch sind – wenn sie keinen Wohnsitz in Ihrem neuen Land haben.

Wenn Sie mehr als 6 Monate in einem anderen Land bleiben, sollten Sie normalerweise Ihren Wohnsitz dorthin verlegen, und Sie müssen dort Ihr Auto anmelden.

Aufenthalt von über sechs Monaten

Wenn Sie in ein anderes EU-Land ziehen und Ihr Auto mitnehmen, müssen Sie es im neuen Land anmelden und die entsprechenden Steuern zahlen.

Sie müssen Ihr Auto normalerweise innerhalb von 6 Monaten anmelden. Vor Ihrer Abreise sollten Sie sich bei den Behörden Ihres neuen Landes erkundigen, wann der Zeitraum beginnt – ab dem Zeitpunkt, zu dem Sie Ihr Land verlassen, oder erst, wenn Sie im neuen Land ankommen. Außerdem sollten Sie sich erkundigen, welche Unterlagen als Nachweis verlangt werden.

In einigen EU-Ländern müssen Sie Ihr Auto schon erneut anmelden, wenn Sie noch keine sechs Monate dort leben. Erkundigen Sie sich vor dem Umzug in ein anderes Land bei den dortigen Behörden, ob dort ein kürzerer Übergangszeitraum gilt.

Möglicherweise erhalten Sie eine Steuerbefreiung bei der Zulassung Ihres Fahrzeugs, wenn Sie aus einem anderen EU-Land umziehen und die Voraussetzungen erfüllen sowie die Fristen einhalten. Wenden Sie sich vor dem Umzug in Ihr neues Land an die nationalen Behörden.

Fallbeispiel

Sparen Sie Geld, informieren Sie sich rechtzeitig über die Vorschriften!

Cristina aus Spanien fand einen Arbeitsplatz in Portugal und zog dorthin. Da sie von der 6-Monats-Frist nichts wusste, meldete sie ihr Auto erst nach 8 Monaten in Portugal an.

Dort erfuhr sie, dass sie keine Zulassungsgebühren hätte zahlen müssen, wenn sie ihr Auto eher angemeldet hätte. Außerdem beginnt die Sechsmonatsfrist in Portugal mit dem Verlassen des Heimatlandes und nicht mit dem Augenblick der Ankunft.

Ausnahmen von der obligatorischen Anmeldung nach sechs Monaten

Studierende

Wenn Sie sich nur zum Studium in einem anderen Land aufhalten, dürfen Sie Ihr Auto dort fahren, ohne es anmelden oder Steuern dafür entrichten zu müssen – solange Sie in einer Bildungseinrichtung dieses Landes eingeschrieben sind.

Fallbeispiel

Mathieu ist Franzose und lebt in Belgien, wo er ein zweijähriges Aufbaustudium absolviert. Weil er einen Autoschaden hatte, ging er zur Polizei, um einen Bericht für seine Versicherung zu erhalten. Als die Polizei entdeckte, dass er seit über einem Jahr in Belgien lebte, ohne sein Auto dort angemeldet zu haben, sagte sie ihm, er habe einen Verstoß begangen und müsse eine Strafe zahlen.

Mathieu konnte jedoch beweisen, dass er an der Universität von Antwerpen eingeschrieben war und deshalb als Student aus einem anderen EU-Land keine Kraftfahrzeugsteuer in Belgien zu zahlen brauchte.

Grenzarbeitnehmer

Sie gelten als (beschäftigter oder selbstständig erwerbstätiger) Grenzgänger, wenn Sie auf einer Seite einer Staatsgrenze arbeiten, jedoch auf der anderen leben und mindestens einmal pro Woche nach Hause zurückkehren.

Wenn Sie Ihr eigenes Auto benutzen, um regelmäßig von dem Land, in dem Sie leben, in das Land, in dem Sie arbeiten, zu pendeln, müssen Sie Ihr Fahrzeug in dem Land anmelden und dafür Kraftfahrzeugsteuer zahlen, in dem Sie leben, aber nicht in dem Land, in dem Sie arbeiten.

Wenn Sie einen Firmenwagen fahren, der in dem Land zugelassen ist, in dem Sie arbeiten, dürfen Sie ihn für private Zwecke in Ihrem Wohnsitzland benutzen, ohne ihn dort anmelden zu müssen. Das bedeutet, dass Sie in dem Land, in dem Sie leben, mit einem ausländischen Kfz-Kennzeichen fahren. Dies kann unter Umständen die örtliche Polizei auf den Plan rufen, die sicherstellen muss, dass die nationalen Steuern für die Kraftfahrzeugzulassung entrichtet werden.

Bei Problemen können Sie sich jederzeit an die Unterstützungsdienste der EU wenden.

Fallbeispiel

Kiril lebt in Bulgarien und arbeitet in Griechenland für ein griechisches Unternehmen. Er fährt einen in Griechenland zugelassenen Firmenwagen, den er auch privat in Bulgarien benutzt.

Einmal wird er von der bulgarischen Polizei angehalten, die ein Bußgeld verlangt, weil sein Auto nicht in Bulgarien zugelassen ist. Er erklärt, dass Grenzgänger berechtigt sind, ihren Firmenwagen in ihrem Heimatland privat zu benutzen, doch der Polizei ist dies unbekannt, und sie stellt einen Strafzettel aus. Kiril erhebt Einspruch gegen den Bußgeldbescheid, der schließlich aufgehoben wird.

Selbständig erwerbstätige Grenzgänger

Wenn Sie selbständig erwerbstätig sind, in Land A leben und in Land B arbeiten, dürfen Sie nur dann Ihren Firmenwagen in Land A benutzen, ohne ihn dort anmelden zu müssen, wenn

  • das Auto auf den Namen Ihrer Firma gekauft wurde;
  • Sie es in Land A hauptsächlich für Ihre Arbeit und nur gelegentlich privat benutzen und
  • der Firmensitz in einem anderen Land liegt.

Beachten Sie, dass ein Firmenwagen auf den Namen Ihrer Firma gekauft sein muss. Wenn Sie das Auto auf eigenen Namen gekauft haben, muss es in dem Land zugelassen werden, in dem Sie leben.

Rat und Hilfe

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