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Unlautere Methoden

Letzter Stand : 24/06/2014

shopping

Unlautere Preisbildung

In der ganzen EU müssen Verkäufer die Preise von Produkten so deutlich angeben, dass Sie ähnliche Produkte leicht vergleichen und eine sachgerechte Wahl treffen können – unabhängig davon, wie die Produkte verpackt sind und wie viele Einzelpackungen gebündelt verkauft werden.

Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, den zu zahlenden Preis in ihrer Werbung und beim Verkauf glasklar anzugeben.

Vollständige Preisinformation

Der Angebotspreis muss alle Steuern und Lieferkosten beinhalten. Wenn Zusatzkosten nicht im Voraus berechnet werden können, muss Ihnen das auch gleichzeitig mitgeteilt werden.

Fallbeispiel

Steven aus Schottland fand bei einem Luftverkehrsunternehmen im Internet sehr billige Flüge, doch nach Abschluss der Online-Buchung hatte sich der Endpreis verdoppelt - allerlei Aufgelder waren während der gesamten Buchung nicht erwähnt worden.

Steven wandte sich an den Kundendienst des Unternehmens und erfuhr, dass der ursprüngliche Preis lediglich als Richtwert diente. Das schottische Verbraucherzentrum bestätigte ihm jedoch, dass Fluggesellschaften zwar zusätzliche Kosten etwa für Gepäck oder Mahlzeiten an Bord berechnen dürfen, diese aber von Beginn an – neben allen anderen Zusatzgebühren, Steuern usw. – angegeben werden müssen. Außerdem sollten obligatorische Zusatzkosten wie Verwaltungs- oder Zahlungsgebühren stets im anfangs genannten Preis enthalten sein.

Nach Einschreiten des Verbraucherzentrums gibt die Fluggesellschaft nun alle Aufpreise zu Beginn der Buchung klar und eindeutig an.

Wird etwas als „kostenlos“ beworben, dürfen Ihnen nur Kosten entstehen für

  • die Beantwortung der Werbung sowie
  • die Abholung oder Lieferung des betreffenden Produkts.

Einfacher Vergleich – Preis je Maßeinheit

Auch sollten Sie Preise zwischen verschiedenen Marken und Packungsgrößen einfach vergleichen können, um etwa zu erkennen, wie viel Sie beim Kauf einer Familienpackung anstatt einer Kleinpackung Frühstücksflocken sparen.

Um Ihnen dabei zu helfen, müssen alle Produkte nicht nur mit dem Verkaufspreis, sondern auch mit dem Preis je Maßeinheit – z. B. pro Kilo oder pro Liter – ausgezeichnet sein. Diese Angabe muss eindeutig sowie deutlich lesbar und erkennbar sein.

Dies gilt auch für Werbung mit einem Verkaufspreis.

Fallbeispiel

Nadine lebt in Belgien nahe der deutschen Grenze und hat eine fünf Monate alte Tochter namens Clara. Sie merkte bald, wie teuer Windeln sind, und verglich daher die Preise in verschiedenen Läden in Belgien und jenseits der Grenze in Deutschland.

Sie fand einen deutschen Verkäufer, der Pakete der gleichen Windeln für denselben Preis anbot. Als sie aber nach dem Einheitspreis schaute, stellte sie fest, dass die deutschen Pakete 140 Windeln enthielten, die belgischen dagegen nur 90. Die letzteren waren also wesentlich teurer. Von nun an kaufte sie ihre Windeln immer in dem deutschen Laden.

Schauen Sie vor dem Kauf nach dem Einheitspreis!

Ausnahmen

Bei einigen Waren gilt die Verpflichtung zur Auszeichnung mit dem Einheitspreis nicht zwangsläufig, weil ein Einheitspreis Verwirrung stiften könnte, oder wegen der besonderen Art oder dem speziellen Zweck der Ware. Beispiele dafür sind

  • Produkte in Verkaufsautomaten,
  • auf einer Versteigerung verkaufte Gegenstände sowie
  • Kunstwerke und Antiquitäten.
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Footnote

In diesem Fall die 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Liechtenstein und Norwegen

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