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Zuletzt überprüft 23/04/2018

Fliegendes/fahrendes Personal

Wenn Sie Personal für Dienstleistungen in der Personen- oder Güterbeförderung im Straßen-, Bahn-, Flug- oder Schiffsverkehr beschäftigen, so gelten Ihre Mitarbeiter als fliegendes bzw. fahrendes Personal. Als Arbeitgeber müssen Sie die besonderen Vorschriften für fliegendes und fahrendes Personal beachten.

In einigen EU-Ländern gelten jedoch günstigere Regelungen für Arbeitnehmer. Hier erfahren Sie mehr über die nationalen Rechtsvorschriften:

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Beschäftigte im Straßenverkehr und selbstständige Kraftfahrer

Wöchentliche Arbeitszeit

Wenn Sie Arbeitnehmer für Beförderungsleistungen auf der Straße beschäftigen, müssen Sie sicherstellen, dass sie die wöchentliche Durchschnittsarbeitszeit von 48 Stunden einhalten. Sie können diese bei Bedarf auf bis zu 60 Stunden ausweiten. Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn Ihre Mitarbeiter über einen Zeitraum von 4 Monaten durchschnittlich 48 Stunden pro Woche arbeiten.

Arbeitnehmer gelten als Beförderungspersonal, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • sie führen Beförderungsleistungen auf der Straße durch (Fahren, Be- und Entladen, Unterstützung von Fahrgästen beim Ein- und Aussteigen in bzw. aus Fahrzeuge(n), Reinigung und technische Wartung, Überwachung des Be- und Entladens, Verwaltungsformalitäten)
  • sie haben dabei keine Freizeit und sie müssen an ihrem Arbeitsplatz/beim Fahrzeug warten, z. B. während des Be- oder Entladens

Für einen selbstständigen Kraftfahrer gilt als Arbeitszeit, wenn er an seinem Arbeitsplatz/beim Fahrzeug bleiben, den Kunden zur Verfügung stehen oder Verkehrstätigkeiten durchführen muss.

Als Arbeitgeber müssen Sie berücksichtigen, dass Ihre Angestellten höchstens 9 Stunden am Tag fahren dürfen. In Ausnahmefällen – zweimal pro Woche – dürfen Ihre Beschäftigten bis zu 10 Stunden pro Tag hinter dem Steuer sitzen. Insgesamt dürfen sie nicht mehr als 56 Stunden pro Woche fahren, und ihre Lenkzeit darf 90 Stunden innerhalb eines Zeitraums von zwei Wochen nicht überschreiten.

Fallbeispiel

Sie beauftragen einen Fahrer mit der Beförderung Ihrer Waren in ein anderes EU-Land. Während einer Woche fährt er 56 Stunden und verwendet 4 Stunden auf die Fahrzeuginstandhaltung, arbeitet also insgesamt 60 Stunden. Damit die EU-Vorschriften eingehalten werden, muss er in einer anderen Woche weniger als 48 Stunden arbeiten, da er während des 4-monatigen Bezugszeitraums die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 48 Stunden einhalten muss.

Pausen während des Arbeitstags

Ihre Beschäftigten sollten nicht länger als 6 Stunden ohne Unterbrechung arbeiten. Wenn Ihre Mitarbeiter zwischen 6 und 9 Stunden arbeiten, müssen sie eine Pause von mindestens 30 Minuten einlegen. Wenn sie länger als 9 Stunden arbeiten, müssen sie eine Pause von mindestens 45 Minuten einlegen.

Nach einer Lenkzeit von 4,5 Stunden müssen Ihre Fahrer eine zusammenhängende Pause von mindestens 45 Minuten oder eine Ruhezeit einlegen. Wahlweise können sie diese lange Pause auch in eine erste Pause von mindestens 15 Minuten und eine zweite Pause von mindestens 30 Minuten aufteilen.

Ruhezeiten

Sie müssen Ihren Beschäftigten eine tägliche Ruhezeit von mindestens 11 aufeinanderfolgenden Stunden gewähren, die höchstens dreimal pro Woche auf 9 Stunden reduziert werden darf. Sie können die tägliche Ruhezeit in zwei Teile aufteilen: die erste muss mindestens 3 Stunden, die zweite mindestens 9 Stunden dauern. Wenn Sie die tägliche Ruhezeit aufteilen, muss die Summe der beiden Zeiträume mindestens 12 Stunden betragen.

Ihre Beschäftigten sollten eine ununterbrochene Ruhezeit von 45 Stunden pro Woche einhalten, die jede zweite Woche auf 24 Stunden verringert werden darf. Wenn Sie die wöchentliche Ruhezeit verkürzen, müssen Sie mit Ihren Mitarbeitern Ausgleichsregelungen vereinbaren.

Ihre Beschäftigten müssen nach 6 aufeinanderfolgenden Arbeitstagen eine wöchentliche Ruhezeit einlegen. Wenn Ihre Busfahrer gelegentlich Passagiere befördern und mindestens 24 zusammenhängende Stunden in einem anderen EU- oder Nicht-EU-Land fahren, können sie die wöchentliche Ruhezeit aufschieben. Ab dem Ende der letzten wöchentlichen Ruhezeit dürfen sie bis zu 12 Tage warten.

Fallbeispiel

Sie besitzen ein Reiseunternehmen in Slowenien und wollen mit einigen Zwischenstopps in anderen EU-Ländern eine 10-tägige Busreise nach Portugal organisieren. Die Reise beginnt am 11. April und endet am 21. April. Ihr Busfahrer hatte am Wochenende vom 9. und 10. April eine 48-stündige Ruhezeit und beginnt am 11. April mit der Fahrt. Nach den Vorschriften über Ruhezeiten ist es ihm gestattet, seine wöchentliche Ruhezeit erst nach dem Ende der Busreise anzutreten. Seine Ruhezeit muss jedoch spätestens 12 Tage nach dem 11. April – also nicht nach dem 23. April – beginnen.

Nachtarbeit

Wenn Ihre Beschäftigten zwischen Mitternacht und 7 Uhr eine Tätigkeit ausüben, gelten sie als Nachtarbeiter. Wenn sie Nachtarbeit leisten, dürfen Ihre Beschäftigten pro 24-Stunden-Zeitraum höchstens 10 Stunden (einschließlich der Nachtschicht) arbeiten.

Beschäftigte in der zivilen Luftfahrt

Arbeitszeit, bezahlter Urlaub und Ruhezeiten

Wenn Sie Personal in der zivilen Luftfahrt beschäftigen, darf die jährliche Arbeitszeit höchstens 2000 Stunden (davon maximal 900 Stunden Flugzeit) betragen.

Sie müssen sicherstellen, dass die in der zivilen Luftfahrt tätigen fliegenden Mitarbeiter mindestens 4 Wochen bezahlten Jahresurlaub erhalten. Dieser darf nicht ausbezahlt werden, außer wenn das Beschäftigungsverhältnis beendet wird.

Unabhängig von der Art ihrer Aufgaben sollten Sie Ihrem Personal mindestens Folgendes gewähren:

  • 7 Tage zur freien Verfügung in jedem Kalendermonat (gegebenenfalls einschließlich gesetzlich vorgeschriebener Ruhezeiten)
  • 96 Tage zur freien Verfügung in jedem Kalenderjahr (gegebenenfalls einschließlich gesetzlich vorgeschriebener Ruhezeiten)

Gesundheit und Sicherheit

Bevor sie ihre Arbeit aufnehmen und danach in regelmäßigen Abständen, müssen sich Ihre Beschäftigten einer (der ärztlichen Schweigepflicht unterliegenden) kostenlosen Untersuchung ihres Gesundheitszustands unterziehen. Wenn Beschäftigte aufgrund von Nachtarbeit gesundheitliche Probleme haben, müssen Sie sie nach Möglichkeit in die Tagarbeit versetzen.

Grenzüberschreitend tätige Beschäftigte im Eisenbahnverkehr

Tägliche Ruhezeit

Sie sollten sicherstellen, dass Ihre Angestellten in jedem 24-Stunden-Zeitraum über mindestens 12 aufeinanderfolgende Stunden tägliche Ruhezeit zu Hause verfügen. Sie dürfen in jedem Zeitraum von 7 Tagen die tägliche Ruhezeit zu Hause einmalig auf mindestens 9 Stunden reduzieren. Wenn Sie dies tun, müssen Sie die Differenz zwischen den reduzierten Ruhepausen und 12 Stunden zur nächsten täglichen Ruhezeit hinzufügen.

Die tägliche Mindestruhezeit Ihrer Beschäftigten beträgt auswärts 8 aufeinanderfolgende Stunden pro 24-Stunden-Zeitraum, anschließend muss eine tägliche Ruhezeit zu Hause gewährt werden.

Lenkzeit und Fahrtunterbrechungen für Schienenfahrzeugführer

Die Schichten Ihrer Schienenfahrzeugführer dürfen tagsüber 9 Stunden und während der Nacht 8 Stunden zwischen zwei täglichen Ruhezeiten nicht überschreiten. Über einen Zeitraum von 2 Wochen müssen Sie die Lenkzeit Ihrer Fahrer auf 80 Stunden begrenzen.

Sie müssen Ihren Schienenfahrzeugführern je nach deren Arbeitszeit folgende Pausen gewähren:

  • Wenn sie zwischen 6 und 8 Stunden arbeiten, müssen sie eine Pause von mindestens 30 Minuten einlegen.
  • Arbeiten sie länger als 8 Stunden, müssen sie eine Pause von mindestens 45 Minuten einlegen.

Wenn es einen zweiten Fahrer gibt, müssen Sie sich an die nationalen Vorschriften für Pausen halten.

Pausen für sonstiges Zugpersonal

Wenn die sonstigen Beschäftigten länger als 6 Stunden arbeiten, müssen sie eine Pause von mindestens 30 Minuten einlegen.

 Wöchentliche Ruhezeiten

Als Arbeitgeber müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Arbeitnehmer eine ununterbrochene wöchentliche Ruhezeit von mindestens 24 Stunden und in jedem Zeitraum von 7 Tagen eine tägliche Ruhezeit von 12 Stunden haben. Ihre Arbeitnehmer müssen jedes Jahr 104 Ruhezeiten von 24 Stunden einschließlich der 24-Stunden-Zeiträume der 52 wöchentlichen Ruhezeiten haben, einschließlich

  • 12 doppelter Ruhezeiten (48 Stunden plus tägliche Ruhezeit von 12 Stunden einschließlich Samstag und Sonntag)
  • 12 doppelter Ruhezeiten (48 Stunden plus tägliche Ruhezeit von 12 Stunden), bei denen nicht garantiert sein muss, dass sie einen Samstag oder Sonntag umfassen

Seeleute

Arbeits- und Ruhezeiten

Wenn Sie Personal an Bord eines Hochseeschiffs beschäftigen, beträgt dessen Standardarbeitszeit 8 Stunden pro Tag und Ihre Beschäftigten haben Anspruch auf einen Ruhetag pro Woche sowie zusätzliche Ruhetage an öffentlichen Feiertagen.

Je nach nationalen Vorschriften müssen Sie garantieren, dass die Besatzungsmitglieder die Höchstarbeitszeit oder die Mindestruhezeit einhalten:

  • Die Höchstarbeitszeit darf 14 Stunden in einem Zeitraum von 24 Stunden und 72 Stunden in einem Zeitraum von 7 Tagen nicht überschreiten.
  • Die Mindestruhezeit darf nicht weniger als 10 Stunden in einem Zeitraum von 24 Stunden und 77 Stunden in einem Zeitraum von 7 Tagen betragen.

Sie können die Ruhezeiten in höchstens zwei Teile aufteilen. Bei Aufteilung der Ruhezeit muss eine der beiden Ruhezeiten mindestens 6 Stunden betragen und der Zeitraum zwischen aufeinanderfolgenden Ruhezeiten darf 14 Stunden nicht überschreiten.

Der Kapitän eines Schiffes hat das Recht, von einem Besatzungsmitglied zu verlangen, zusätzliche Stunden zu arbeiten, wenn dies z. B. für die unmittelbare Sicherheit des Schiffes, von Personen an Bord oder der Ladung oder zur Unterstützung von anderen Schiffen oder Personen in Seenot für notwendig erachtet wird.

Bezahlter Jahresurlaub

Sie müssen sicherstellen, dass Ihre Beschäftigten mindestens 2,5 Tage bezahlten Jahresurlaub pro Monat und für unvollständige Monate entsprechend anteilig erhalten. Diese Mindestzeiten an Jahresurlaub dürfen nicht ausbezahlt werden, außer wenn das Beschäftigungsverhältnis beendet wird.

Aufzeichnungen

Als Arbeitgeber müssen Sie Aufzeichnungen über täglich geleistete Arbeitsstunden und von Ihren Besatzungsmitgliedern eingelegte Ruhezeiten führen. Sie sollten jedem Beschäftigten eine Kopie seiner Aufzeichnungen zur Verfügung stellen, die vom Kapitän des Schiffes und vom Arbeitnehmer abgezeichnet wurden.

Untersuchungen des Gesundheitszustands

Damit Ihr Personal die Arbeit an Bord eines Schiffes aufnehmen kann, müssen Ihre Besatzungsmitglieder ein gültiges Gesundheitszeugnis besitzen, in dem bescheinigt wird, dass sie aus medizinischer Sicht für die Ausführung Ihrer Aufgaben geeignet sind.

Sofern nicht ein kürzerer Zeitraum vorgeschrieben wird, sind die ärztlichen Atteste Ihres Personals maximal zwei Jahre gültig. Sind Ihre Besatzungsmitglieder jünger als 18 Jahre, beträgt die maximale Gültigkeitsdauer ein Jahr. Es wird darauf hingewiesen, dass eine Bescheinigung für die Farberkennung höchstens 6 Jahre lang gültig sein kann.

In dringenden Fällen kann die zuständige Behörde einem Besatzungsmitglied gestatten, ohne gültiges Gesundheitszeugnis (oder nach Ablauf seiner Gültigkeitsdauer) bis zum nächsten Anlaufhafen zu arbeiten, sofern das Besatzungsmitglied ein ärztliches Attest eines qualifizierten Arztes erhalten kann. Das ist unter folgenden Bedingungen zulässig:

  • die Gültigkeitsdauer dieser Genehmigung beträgt höchstens 3 Monate.
  • Ihr Besatzungsmitglied hat ein vor Kurzem abgelaufenes ärztliches Attest.

Wenn Sie Besatzungsmitglieder eingestellt haben, um an Bord von Schiffen zu arbeiten, die normalerweise für internationale Fahrten eingesetzt werden, muss sichergestellt sein, dass das ärztliche Attest zumindest auf Englisch abgefasst ist.

Ihre Besatzungsmitglieder müssen sich regelmäßigen Untersuchungen des Gesundheitszustands unterziehen. Wenn ein Wachoffizier aufgrund von Nachtarbeit gesundheitliche Probleme hat, müssen Sie sie ihn bzw. sie nach Möglichkeit in die Tagarbeit versetzen.

Altersbeschränkungen

Sie dürfen keine Mitarbeiter unter 16 Jahren für die Arbeit auf einem Schiff beschäftigen.

Wenn Sie Personen unter 18 Jahren einstellen, dürfen diese nicht während der Nacht arbeiten. Als Nacht gilt ein in den nationalen Vorschriften festgelegter Zeitraum von mindestens 9 zusammenhängenden Stunden, der die Zeit von Mitternacht bis 5 Uhr umfasst, also beispielsweise von 22 bis 7 Uhr oder von 20 bis 5 Uhr. Beschäftigte im Alter zwischen 16 und 18 Jahren dürfen nur dann nachts arbeiten, wenn sie an einer Schulung teilnehmen und wenn die zuständige Behörde eine Ausnahmegenehmigung erteilt hat.

Sie dürfen keine Besatzungsmitglieder unter 18 Jahren beschäftigen, wenn ihre Beschäftigung, ihr Einsatz oder ihre Arbeit ihre Gesundheit oder Sicherheit gefährden könnte. Welche Art von Tätigkeit verboten ist, können Sie den Vorgaben der nationalen Vorschriften oder der zuständigen Behörden entnehmen.

Arbeitnehmer im Bereich Binnenschifffahrt

Arbeitszeit, bezahlter Jahresurlaub und Nachtschichten

Ihr Personal (Besatzungsmitglieder oder Bordpersonal) darf 8 Stunden pro Tag arbeiten. Eine Überschreitung ist zulässig, wenn Ihre Beschäftigten innerhalb von 12 Monaten durchschnittlich 48 Stunden pro Woche arbeiten. Während eines Zeitraums von 12 Monaten dürfen Ihre Beschäftigten maximal 2304 Stunden arbeiten. Wenn Sie sie weniger als 12 Monate beschäftigen, müssen Sie die maximal zulässige Arbeitszeit anteilig berechnen.

Ihre Beschäftigten dürfen nicht mehr als 14 Stunden in einem Zeitraum von 24 Stunden und 84 Stunden in einem Zeitraum von 7 Tagen arbeiten. Wenn über einen Zeitraum von 4 Monaten nach dem Arbeitsplan mehr Arbeitstage als Ruhetage vorgesehen sind, müssen Ihre Arbeitnehmer die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 72 Stunden einhalten.

Sie sollten sicherstellen, dass Ihre Beschäftigen mindestens 4 Wochen bezahlten Jahresurlaub bzw. bei einer Beschäftigungsdauer von weniger als einem Jahr einen entsprechenden Anteil erhalten. Diese Mindestzeiten an Jahresurlaub dürfen nicht ausbezahlt werden, außer wenn das Beschäftigungsverhältnis beendet wird.

Angesichts von Nachtschichten mit einer Dauer von 7 Stunden darf Ihr Personal maximal 42 Stunden pro Woche nachts – zwischen 23 Uhr und 6 Uhr – arbeiten.

Ruhezeiten

Ihre Beschäftigten dürfen nicht mehr als 31 Tage am Stück arbeiten.

Wenn Ihre Arbeitnehmer laut Arbeitsplan weniger Arbeitstage als Ruhetage haben, müssen Sie sicherstellen, dass sie so viele aufeinanderfolgende Ruhetage bekommen, wie sie an aufeinanderfolgenden Tagen gearbeitet haben. Wenn Ihre Beschäftigten beispielsweise 10 Tage am Stück arbeiten, müssen Sie ihnen 10 aufeinanderfolgende Ruhetage gewähren. Bei Einhaltung folgender Bedingungen können Sie Ihrem Personal weniger Ruhetage am Stück unmittelbar nach Ablauf der aufeinanderfolgenden Arbeitstage geben:

  • Sie halten die Höchstzahl von 31 aufeinanderfolgenden Arbeitstagen ein
  • Sie halten die in der Tabelle angegebenen Minima für aufeinanderfolgende Ruhetage ein
  • die verlängerte oder getauschte Periode von Arbeitstagen wird innerhalb des Bezugszeitraums ausgeglichen

Wenn Ihre Beschäftigten nach dem neuen Arbeitsplan mehr Arbeits- als Ruhetage haben, sollten Sie sich an die Vorgaben dieser Tabelle über die Mindestzahl aufeinanderfolgender Ruhetage halten:

Aufeinanderfolgende Arbeitstage Ruhetage
1 bis 10 0,2 Ruhetage pro aufeinanderfolgendem Arbeitstag
11 bis 20 0,3 Ruhetage pro aufeinanderfolgendem Arbeitstag
21 bis 31 0,4 Ruhetage pro aufeinanderfolgendem Arbeitstag

Wie angegeben, sollten Sie die verdienten Ruhetagsanteile addieren und sicherstellen, dass Ihre Beschäftigten diese erhalten. Ruhetage können nur als volle Tage genommen werden. Wenn Ihre Beschäftigten beispielsweise 12 Tage am Stück arbeiten, haben sie Anrecht auf 3,6 Ruhetage. Sie können 3 volle Ruhetage einlegen und 0,6 Tage an ihre nächste Ruhezeit anhängen.

Ruhezeiten

Ihr Personal muss mindestens folgende Ruhezeiten einlegen:

  • 10 Stunden in jedem 24-Stunden-Zeitraum, davon mindestens 6 Stunden ununterbrochen
  • 84 Stunden in jedem Zeitraum von 7 Tagen

Saisonarbeit

Wenn Sie Arbeitnehmer an Bord eines Fahrgastschiffes für eine Saison (höchstens 9 aufeinanderfolgende Monate innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten) beschäftigen, müssen Sie folgende Arbeitszeitbeschränkungen einhalten:

  • 12 Stunden in jedem Zeitraum von 24 Stunden
  • 72 Stunden in jedem Zeitraum von 7 Tagen

Sie müssen Ihren Mitarbeitern 0,2 Ruhetage pro Arbeitstag gewähren. Während jedes Zeitraums von 31 Tagen muss Ihr Personal mindestens 2 Tage aussetzen.

Aufzeichnungen

Als Arbeitgeber müssen Sie Aufzeichnungen über die täglichen Arbeits- und Ruhezeiten der einzelnen Arbeitskräfte führen.

Diese müssen mindestens folgende Angaben enthalten:

  • Name des Schiffs
  • Name des Mitarbeiters
  • Name des verantwortlichen Schiffsführers
  • Datum
  • Arbeits- oder Ruhetag
  • Beginn und Ende der täglichen Arbeits- oder Ruhezeiten

Diese Aufzeichnungen müssen mindestens bis zum Ende des Bezugszeitraums an Bord verbleiben und regelmäßig mit den Mitarbeitern überprüft werden. Außerdem müssen Sie Ihren Beschäftigten ein Exemplar der abgezeichneten Aufzeichnungen überlassen. Die Aufzeichnungen selbst sind mindestens ein Jahr lang aufzubewahren.

 Untersuchungen des Gesundheitszustands

Sie müssen Ihren Beschäftigten eine (der ärztlichen Schweigepflicht unterliegende) kostenlose jährliche Untersuchung ihres Gesundheitszustands gewähren. Wenn ein Nachtarbeiter aufgrund von Nachtarbeit gesundheitliche Probleme hat, müssen Sie sie ihn bzw. sie nach Möglichkeit in die Tagarbeit versetzen.

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