Navigationsleiste

Weiterempfehlen 
	Facebook
  
	Twitter
  
	Auf Google+ teilen
  
	linkedIn

Erwerbstätige und Rentner

Letzter Stand : 23/04/2014

living-abroad

Familienangehörige aus Nicht-EU-Ländern

Familienangehörige aus Nicht-EU-Ländern

Meine übrigen Verwandten / mein nicht eingetragener Partner
Meine übrigen Verwandten / mein nicht eingetragener Partner

Auslandsaufenthalt bis zu drei Monaten

Ihr Partner und Ihre Verwandten dürfen sich mit Ihnen in einem anderen EU-Land aufhalten. Wenn sie weniger als drei Monate im Land bleiben, benötigen sie lediglich einen gültigen Reisepass und möglicherweise, je nach Herkunftsland, ein Einreisevisum.

Weitere Informationen über benötige Einreisevisa und mögliche Ausnahmen

Erkundigen Sie sich vor Ihrer Abreise beim Konsulat des Landes, in dem Sie sich aufhalten möchten, ob Ihre Familienangehörigen aus Nicht-EU-Ländern ein Einreisevisum benötigen und, wenn ja, wie lange dessen Ausstellung dauert.

Anzeige der Anwesenheit

In einigen EU-Ländern müssen Ihre Verwandten oder Ihr Partner aus Nicht-EU-Ländern innerhalb eines angemessenen Zeitraums nach der Einreise ihre Anwesenheit anzeigen. Geschieht dies nicht, können ihnen die Behörden eine Strafe, z. B. in Form einer Geldbuße, auferlegen.

Erkundigen Sie sich vor Ihrer Abreise bei den nationalen Behörden nach den Fristen und den geltenden Bedingungen für die Anzeige der Anwesenheit.

Ihre Verwandten oder Ihr Partner müssen jederzeit nachweisen können, dass sie ein Aufenthaltsrecht besitzen (beispielsweise wenn sie von der Polizei kontrolliert werden). Daher sollten sie ständig ihren Reisepass bei sich tragen.

Tragen sie ihren Reisepass nicht bei sich, kann ihnen in einigen EU-Ländern eine Geldbuße auferlegt werden oder sie können vorübergehend in Gewahrsam genommen werden; sie können jedoch nicht nur aus diesem Grund ausgewiesen werden.

Gleichbehandlung

Bei ihrem Aufenthalt sollten sie wie Staatsangehörige des Landes behandelt werden, vor allem was den Zugang zu Beschäftigung, Bezahlung, Leistungen, die den Zugang zu Beschäftigung erleichtern, Anmeldung in Schulen usw. betrifft.

Selbst wenn sie sich als Tourist im Land aufhalten, sollten sie beispielsweise für den Eintritt ins Museum oder für Fahrkarten nicht mehr bezahlen müssen.

Ausnahme: Wenn Sie Rentner sind, können einige EU-Länder entscheiden, Ihnen und Ihrer Familie in den ersten drei Aufenthaltsmonaten in diesem Land keine Einkommensbeihilfe zu gewähren.

Ausweisung

Ihr neues Land kann in Ausnahmefällen beschließen, Ihre Verwandten oder Ihren Partner aus Nicht-EU-Ländern aus politischen Gründen oder aus Gründen der öffentlichen Sicherheit oder Gesundheit auszuweisen. Dazu muss aber nachgewiesen werden, dass sie eine ernsthafte Gefahr bilden.

Die Entscheidung über die Ausweisung muss ihnen schriftlich mitgeteilt werden. In der Mitteilung müssen alle Begründungen aufgeführt und Informationen darüber gegeben werden, wie und bis wann sie Beschwerde einlegen können.

Auslandsaufenthalte von über drei Monaten

Erwerbstätige

Die Behörden des EU-Landes, in dem Sie erwerbstätig sind, prüfen, ob Ihre Verwandten oder Ihr Partner aus Nicht-EU-Ländern das Recht erhalten sollten, sich als Familienangehörige dort aufzuhalten (da Sie ein für über drei Monate angestellter, entsendeter oder selbständiger Erwerbstätiger sind). Diese Prüfung erfolgt von Fall zu Fall auf der Grundlage der nationalen Bedingungen.

Rentner

Wenn Sie Rentner sind, prüfen die Behörden, ob Ihre Verwandten oder Ihr Partner aus Nicht-EU-Ländern länger als drei Monate bleiben dürfen, vorausgesetzt Sie verfügen (für sich selbst sowie für Ihre Familie)

  • über ein ausreichendes Einkommen (aus einer beliebigen Quelle), um ohne Einkommensbeihilfe leben zu können;
  • in diesem Land über einen umfassenden Krankenversicherungsschutz.

Die nationalen Behörden dürfen nicht verlangen, dass das Einkommen den Grenzwert überschreitet, unter dem Ihre Familie in diesem Land Anspruch auf grundlegende Einkommensbeihilfen hätte.

Aufenthaltskarte

Ihre Verwandten oder Ihr Partner aus Nicht-EU-Ländern sollten innerhalb von drei Monaten nach ihrer Ankunft bei den Behörden (in der Regel im Rathaus oder bei der örtlichen Polizeidienststelle) eine Aufenthaltskarte beantragen. Dazu benötigen sie folgende Dokumente:

  • einen gültigen Reisepass;
  • Ihre Anmeldebescheinigung oder einen anderen Nachweis über Ihren Aufenthalt in diesem Land;
  • einen Nachweis über die Verwandtschaft zu Ihnen;
  • einen Nachweis darüber, dass sie von Ihnen abhängig sind, oder dass ausschlaggebende gesundheitliche Gründe bestehen, aus denen sie von Ihnen persönlich gepflegt werden müssen;
  • als Partner einen Nachweis über das Bestehen einer auf Dauer angelegten Beziehung mit Ihnen.

Außer den genannten dürfen keine weiteren Dokumente verlangt werden.

Die Behörden sollten ihre Entscheidung über die Ausstellung einer Aufenthaltskarte für Ihre Verwandten oder Ihren Partner aus Nicht-EU-Ländern innerhalb von sechs Monaten treffen. Ist dies nicht der Fall, können Sie sich an unseren Unterstützungsdienst wenden.

Wird ihr Antrag abgelehnt, können sie Beschwerde einlegen. Die Behörden müssen die Entscheidung schriftlich zustellen; diese muss die Begründungen sowie die Folgen der Entscheidung enthalten und angeben, wie und bis wann Ihre Verwandten oder Ihr Partner Beschwerde einlegen können.

Wird ihrem Antrag stattgegeben, sollte ihnen eine Aufenthaltskarte ausgestellt werden. Aufenthaltskarten werden häufig gebührenfrei ausgestellt (oder gegen Entrichtung von Gebühren in der Höhe, wie sie bei Staatsangehörigen für die Ausstellung eines Personalausweises anfallen).

Die Aufenthaltskarte sollte eindeutig belegen, dass der Inhaber ein Familienangehöriger eines EU-Bürgers ist.

Die Aufenthaltskarte sollte fünf Jahre gültig sein (oder so lange wie Ihr geplanter Aufenthalt, falls dieser kürzer ausfallen sollte). Änderungen der Anschrift müssen jedoch möglicherweise den Behörden gemeldet werden.

Ihre Verwandten oder Ihr Partner aus Nicht-EU-Ländern müssen jederzeit nachweisen können, dass sie ein Aufenthaltsrecht besitzen (beispielsweise wenn sie von der Polizei kontrolliert werden). Daher sollten sie ständig ihren Reisepass und ihre Aufenthaltskarte bei sich tragen.

Tragen sie ihren Reisepass nicht bei sich, kann ihnen in einigen EU-Ländern eine Geldbuße auferlegt werden oder sie können vorübergehend in Gewahrsam genommen werden; sie können jedoch nicht nur aus diesem Grund ausgewiesen werden.

Fallbeispiel

Sie können beantragen, einen schwerkranken Verwandten aus einem Nicht-EU-Land zu sich holen zu dürfen

Karim, ein Franzose, zieht für ein einjähriges Praktikum nach Belgien. Sein algerischer Onkel erkrankt schwer. Da er sein einziger Verwandter ist, möchte Karim, dass sein Onkel nach Belgien kommt, damit er sich um ihn kümmern kann, während dieser sich medizinischen Untersuchungen unterzieht.

Er kann bei den belgischen Behörden beantragen, seinem Onkel einen zweimonatigen Aufenthalt zu genehmigen. Bei ihrer Entscheidung berücksichtigen die Behörden sowohl den gesundheitlichen Zustand als auch die Tatsache, dass Karim der einzige Verwandte ist.

Gleichbehandlung

Bei ihrem Aufenthalt im neuen Land sollten Ihre Verwandten oder Ihr Partner aus Nicht-EU-Ländern wie Staatsangehörige des Landes behandelt werden, vor allem was den Zugang zu Beschäftigung, Bezahlung, Leistungen, die den Zugang zu Beschäftigung erleichtern, Anmeldung in Schulen usw. betrifft.

Aufforderung, das Land zu verlassen/Ausweisung

Ihre Verwandten oder Ihr Partner aus Nicht-EU-Ländern dürfen so lange mit Ihnen in einem anderen EU-Land leben, wie sie die Aufenthaltsbedingungen erfüllen. Erfüllen sie diese Bedingungen nicht mehr, können die nationalen Behörden sie auffordern, das Land zu verlassen. Sie dürfen jedoch nicht ausgewiesen werden.

In Ausnahmefällen kann Ihr neues Land sie aus politischen Gründen oder aus Gründen der öffentlichen Sicherheit ausweisen, aber nur, wenn es nachweisen kann, dass sie eine ernsthafte Gefahr bilden.

Die Entscheidung über die Ausweisung oder die Aufforderung, das Land zu verlassen, muss ihnen schriftlich mitgeteilt werden. In der Mitteilung müssen alle Begründungen aufgeführt und Informationen darüber gegeben werden, wie und bis wann sie Beschwerde einlegen können.

Todesfall

Wenn Sie rechtmäßig in einem anderen EU-Land leben und vor dem Erwerb des Daueraufenthaltsrechts sterben, dürfen Ihre Verwandten oder Ihr Partner aus Nicht-EU-Ländern möglicherweise bleiben, wenn sie vor Ihrem Tod mindestens ein Jahr im Land gelebt haben.

Um bleiben zu können, müssen Ihre Angehörigen aus Nicht-EU-Ländern außerdem dieselben Bedingungen für einen Aufenthalt erfüllen wie EU-Bürger.

Informieren Sie sich über die Bedingungen und Formalitäten für

Daueraufenthalt

Nachdem sie fünf Jahre lang ununterbrochen und rechtmäßig in diesem EU-Land gelebt haben, können Ihre Verwandten oder Ihr Partner aus Nicht-EU-Ländern automatisch das Daueraufenthaltsrecht erwerben, ebenso wie es bei Ehepartnern und Kindern aus EU-Ländern der Fall wäre.

Informieren Sie sich über die Rechte, Bedingungen und Formalitäten für Ehepartner und Kinder aus Nicht-EU-Ländern

Mein eingetragener Lebenspartner
Mein eingetragener Lebenspartner

In einigen EU-Ländern werden eingetragene Partnerschaften wie Ehen behandelt. In diesem Fall informieren Sie sich über die geltenden Aufenthaltsrechte und Bedingungen für Ehepartner.

Andere EU-Länder anerkennen eingetragene Partnerschaften nicht als gleichgesetzt mit einer Ehe. In diesem Fall informieren Sie sich über die geltenden Aufenthaltsrechte und Bedingungen für andere Familienangehörige.

Informationen zur Anerkennung eingetragener Partnerschaften in Europa.

Mein Ehepartner / mein(e) Kind(er) / meine Eltern
Mein Ehepartner / mein(e) Kind(er) / meine Eltern

Erfahren Sie mehr über die Rechte Ihrer Familienangehörigen, die keine EU-Bürger sind und mit Ihnen in Ihrem neuen Land leben möchten.

Auslandsaufenthalt bis zu drei Monaten

Ihr Ehepartner, Ihre Kinder, Enkel, Eltern oder Großeltern aus Nicht-EU-Ländern dürfen sich mit Ihnen in einem anderen EU-Land aufhalten. Für einen Aufenthalt von weniger als drei Monaten benötigen sie dazu lediglich einen gültigen Reisepass und möglicherweise, je nach Herkunftsland, ein Einreisevisum.

Weitere Informationen über benötige Einreisevisa und mögliche Ausnahmen

Erkundigen Sie sich vor Ihrer Abreise beim Konsulat des Landes, in dem Sie sich aufhalten möchten, ob Ihre Familienangehörigen aus Nicht-EU-Ländern ein Einreisevisum benötigen und, wenn ja, wie lange dessen Ausstellung dauert.

Anzeige der Anwesenheit

In einigen EU-Ländern müssen Ihr Ehepartner, Ihre Kinder, Enkel, Eltern oder Großeltern aus Nicht-EU-Ländern innerhalb eines angemessenen Zeitraums nach der Einreise ihre Anwesenheit anzeigen. Geschieht dies nicht, können ihnen die Behörden eine Strafe, z. B. in Form einer Geldbuße, auferlegen.

Erkundigen Sie sich vor Ihrer Abreise bei den nationalen Behörden nach den Fristen und den geltenden Bedingungen für die Anzeige der Anwesenheit.

Ihr Ehepartner, Ihre Kinder oder Eltern sollten ihren Reisepass ständig bei sich tragen.

Tragen sie ihren Reisepass nicht bei sich, kann ihnen in einigen EU-Ländern eine Geldbuße auferlegt werden oder sie können vorübergehend in Gewahrsam genommen werden; sie können jedoch nicht nur aus diesem Grund ausgewiesen werden.

Gleichbehandlung

Bei ihrem Aufenthalt sollten sie wie Staatsangehörige des Landes behandelt werden, vor allem was den Zugang zu Beschäftigung, Bezahlung, Leistungen, die den Zugang zu Beschäftigung erleichtern, Anmeldung in Schulen usw. betrifft.

Selbst wenn sie sich als Tourist im Land aufhalten, sollten sie beispielsweise für den Eintritt ins Museum oder für Fahrkarten nicht mehr bezahlen müssen.

Ausnahme: Wenn Sie Rentner sind, können einige EU-Länder entscheiden, Ihnen und Ihrer Familie in den ersten drei Aufenthaltsmonaten in diesem Land keine Einkommensbeihilfe zu gewähren.

Ausweisung

Ihr neues Land kann in Ausnahmefällen beschließen, Ihren Ehepartner, Ihre Kinder, Enkel, Eltern oder Großeltern aus Nicht-EU-Ländern aus politischen Gründen oder aus Gründen der öffentlichen Sicherheit oder Gesundheit auszuweisen. Dazu muss aber nachgewiesen werden, dass sie eine ernsthafte Gefahr bilden ein anderes EU-Land ziehen.

Die Entscheidung über die Ausweisung muss ihnen schriftlich mitgeteilt werden. In der Mitteilung müssen alle Begründungen aufgeführt und Informationen darüber gegeben werden, wie und bis wann sie Beschwerde einlegen können.

Auslandsaufenthalte von über drei Monaten

Erwerbstätige

Wenn Sie in einem anderen Land erwerbstätig sind (angestellt, selbständig oder entsendet), können Ihr Ehepartner, Ihre Kinder, Enkel, Eltern oder Großeltern aus Nicht-EU-Ländern dort mit Ihnen bleiben, ohne andere Bedingungen erfüllen zu müssen.

Rentner

Wenn Sie als Rentner in einem anderen Land leben, können Ihr Ehepartner, Ihre Kinder, Enkel, Eltern oder Großeltern aus Nicht-EU-Ländern ebenfalls dort mit Ihnen leben, wenn Sie (für sich selbst und die übrigen Familienangehörigen)

  • über ein ausreichendes Einkommen verfügen, um ohne Einkommensbeihilfe leben zu können;
  • in diesem Land über einen umfassenden Krankenversicherungsschutz verfügen.

Die nationalen Behörden dürfen nicht verlangen, dass das Einkommen den Grenzwert überschreitet, unter dem Ihre Familie in diesem Land Anspruch auf grundlegende Einkommensbeihilfen hätte.

Aufenthaltskarte

Ihr Ehepartner, Ihre Kinder, Enkel, Eltern oder Großeltern aus Nicht-EU-Ländern müssen innerhalb von drei Monaten nach ihrer Ankunft bei den Behörden im neuen Land (in der Regel im Rathaus oder bei der örtlichen Polizeidienststelle) eine Aufenthaltskarte beantragen. Dazu benötigen sie folgende Dokumente:

  • einen gültigen Reisepass;
  • Ihre Anmeldebescheinigung als EU-Bürger oder einen anderen Nachweis über Ihren Aufenthalt in diesem Land;
  • einen Nachweis über die Verwandtschaft zu Ihnen (z. B. eine Heirats- oder Geburtsurkunde);
  • bei Kindern oder Enkeln einen Nachweis, dass sie jünger als 21 Jahre oder von Ihnen abhängig sind;
  • bei Eltern oder Großeltern einen Nachweis, dass sie von Ihnen abhängig sind.

Außer den genannten dürfen keine weiteren Dokumente verlangt werden.

Aufenthaltskarten werden häufig gebührenfrei ausgestellt (oder gegen Entrichtung von Gebühren in der Höhe, wie sie bei Staatsangehörigen für die Ausstellung eines Personalausweises anfallen).

Die Aufenthaltskarte sollte eindeutig belegen, dass der Inhaber ein Familienangehöriger eines EU-Bürgers ist.

Die Behörden sollten ihre Entscheidung über die Ausstellung einer Aufenthaltskarte innerhalb von sechs Monaten treffen. Ist dies nicht der Fall, können Sie sich an unseren Unterstützungsdienst wenden.

Die Aufenthaltskarte sollte fünf Jahre gültig sein (oder so lange wie Ihr geplanter Aufenthalt, falls dieser kürzer ausfallen sollte). Änderungen der Anschrift müssen jedoch möglicherweise den Behörden gemeldet werden.

In vielen Ländern müssen Ihr Ehepartner, Ihre Kinder, Enkel, Eltern oder Großeltern ihre Aufenthaltskarte und ihren Reisepass ständig bei sich tragen. Tragen sie diese Dokumente nicht bei sich, kann ihnen eine Geldbuße auferlegt werden; sie können jedoch nicht nur aus diesem Grund ausgewiesen werden.

Anmeldung

Ihr Ehepartner, Ihre Kinder oder Eltern müssen sich innerhalb von drei Monaten nach ihrer Ankunft bei den Behörden (in der Regel im Rathaus oder bei der örtlichen Polizeidienststelle) anmelden. Anschließend wird ihnen eine Aufenthaltskarte ausgestellt.

Um eine Aufenthaltskarte zu erhalten, benötigen Ihr Ehepartner, Ihre Kinder oder Eltern aus Nicht-EU-Ländern folgende Dokumente:

  • einen gültigen Reisepass;
  • Ihre Anmeldebescheinigung als EU-Bürger oder einen anderen Nachweis über Ihren Aufenthalt in diesem Land;
  • einen Nachweis über die Verwandtschaft zu Ihnen (z. B. eine Heirats- oder Geburtsurkunde);
  • bei Kindern einen Nachweis, dass sie jünger als 21 Jahre oder von Ihnen abhängig sind;
  • bei Eltern einen Nachweis, dass sie von Ihnen abhängig sind;

Von ihnen darf nicht verlangt werden, weitere Dokumente vorzulegen.

Aufenthaltskarten werden häufig gebührenfrei ausgestellt. Werden Gebühren verlangt, dürfen diese die Höhe der Gebühren nicht überschreiten, die bei Staatsangehörigen für die Ausstellung ähnlicher Dokumente anfallen.

Die Aufenthaltskarte sollte eindeutig belegen, dass der Inhaber ein Familienangehöriger eines EU-Bürgers ist.

Die Behörden sollten ihre Entscheidung innerhalb von sechs Monaten treffen und die Aufenthaltskarte ausstellen. Ist dies nicht der Fall, können Sie sich an unseren Unterstützungsdienst wenden.

Die Aufenthaltskarte sollte fünf Jahre gültig sein (oder so lange wie Ihr geplanter Aufenthalt, falls dieser kürzer ausfallen sollte). Änderungen der Anschrift müssen jedoch möglicherweise den Behörden gemeldet werden.

In vielen Ländern müssen Ihr Ehepartner, Ihre Kinder oder Eltern ihre Aufenthaltskarte ständig bei sich tragen. Tragen sie diese nicht bei sich, kann ihnen eine Geldbuße auferlegt werden oder sie können vorübergehend in Gewahrsam genommen werden; sie können jedoch nicht nur aus diesem Grund ausgewiesen werden.

Gleichbehandlung

Bei ihrem Aufenthalt im neuen Land sollten Ihr Ehepartner, Ihre Kinder, Enkel, Eltern oder Großeltern aus Nicht-EU-Ländern wie Staatsangehörige des Landes behandelt werden, vor allem was den Zugang zu Beschäftigung, Bezahlung, Leistungen, die den Zugang zu Beschäftigung erleichtern, Anmeldung in Schulen usw. betrifft.

Aufforderung, das Land zu verlassen/Ausweisung

Ihr Ehepartner, Ihre Kinder, Enkel, Eltern oder Großeltern aus Nicht-EU-Ländern dürfen so lange mit Ihnen in einem anderen EU-Land leben, wie sie die Aufenthaltsbedingungen erfüllen. Erfüllen sie diese Bedingungen nicht mehr, können die nationalen Behörden sie auffordern, das Land zu verlassen. Sie dürfen jedoch nicht ausgewiesen werden.

In Ausnahmefällen kann Ihr neues Land sie aus politischen Gründen oder aus Gründen der öffentlichen Sicherheit ausweisen, aber nur, wenn es nachweisen kann, dass sie eine ernsthafte Gefahr bilden.

Die Entscheidung über die Ausweisung oder die Aufforderung, das Land zu verlassen, muss ihnen schriftlich mitgeteilt werden. In der Mitteilung müssen alle Begründungen aufgeführt und Informationen darüber gegeben werden, wie und bis wann sie Beschwerde einlegen können.

Fallbeispiel

Ihre Familienangehörigen, die keine EU-Bürger sind, haben in der EU auch Rechte

Irina ist Deutsche und lebt in Großbritannien. Ihre russische Mutter beantragt eine Aufenthaltskarte in Großbritannien; dazu muss sie ihren Reisepass einreichen.

Die britischen Behörden teilen Irina mit, dass die Ausstellung der Aufenthaltskarte bis zu einem Jahr dauern könnte. Irinas Mutter macht sich Sorgen, dass sie ihren Reisepass nicht rechtzeitig zurückbekommt, um an Weihnachten nach Russland reisen zu können bzw. um anschließend wieder nach Großbritannien einreisen zu können.

Durch die Aufenthaltsrechte von Familienangehörigen aus Nicht-EU-Ländern ist garantiert, dass die britischen Behörden innerhalb von sechs Monaten eine Aufenthaltskarte ausstellen müssen. Außerdem dürfen sie den Reisepass in diesem Zeitraum nicht einbehalten.

Todesfall

Wenn Sie rechtmäßig in einem anderen EU-Land leben und vor dem Erwerb des Daueraufenthaltsrechts sterben, dürfen Ihr Ehepartner, Ihre Kinder, Enkel, Eltern oder Großeltern aus Nicht-EU-Ländern möglicherweise bleiben, wenn sie vor Ihrem Tod mindestens ein Jahr im Land gelebt haben.

Um bleiben zu können, müssen Ihre Angehörigen aus Nicht-EU-Ländern außerdem dieselben Bedingungen für einen Aufenthalt erfüllen wie EU-Bürger.

Informieren Sie sich über die Bedingungen und Formalitäten für

Scheidung

Wenn Sie sich vor dem Erwerb des Daueraufenthaltsrechts in einem anderen EU-Land (was üblicherweise voraussetzt, dass sie dort mindestens fünf Jahre gelebt haben) scheiden lassen, dürfen Ihr Ehepartner, Ihre Kinder, Enkel, Eltern oder Großeltern aus Nicht-EU-Ländern möglicherweise bleiben, wenn

  • sie mindestens ein Jahr in dem Land gelebt haben und
  • Sie mindestens drei Jahre verheiratet waren, bevor die Scheidung eingereicht wurde.

Um bleiben zu können, müssen Ihre Angehörigen aus Nicht-EU-Ländern außerdem dieselben Bedingungen für einen Aufenthalt erfüllen wie EU-Bürger.

Informieren Sie sich über die Bedingungen und Formalitäten für

Daueraufenthalt

Nachdem sie fünf Jahre lang ununterbrochen und rechtmäßig in einem anderen EU-Land gelebt haben, können Ihr Ehepartner, Ihre Kinder, Enkel, Eltern oder Großeltern aus Nicht-EU-Ländern automatisch das Daueraufenthaltsrecht erwerben, ohne weitere Bedingungen erfüllen zu müssen: Sie können selbst dann so lange wie von ihnen gewünscht bleiben, wenn sie nicht erwerbstätig sind und Einkommensbeihilfe benötigen.

                                                                                                          Ihr Aufenthalt gilt auch dann noch als ununterbrochen, wenn Folgendes eintritt:

  • vorübergehende Abwesenheiten (unter sechs Monaten im Jahr);
  • längere Abwesenheiten (wegen der Erfüllung militärischer Pflichten);
  • eine einzige Abwesenheit von höchstens zwölf aufeinander folgenden Monaten aus wichtigen Gründen wie Schwangerschaft und Geburt, schwere Krankheit, Beschäftigung, Berufsausbildung oder berufliche Entsendung in ein anderes Land.

Sie sollten dieselben Rechte, Leistungen und Vorteile wie Staatsangehörige genießen.

Sie können ihr Daueraufenthaltsrecht verlieren, wenn sie länger als zwei Jahre in Folge außerhalb des Landes leben.

Erwerbstätige

Wenn Sie in einem anderen EU-Land angestellt oder selbständig sind und vor dem Erwerb des Daueraufenthaltsrechts sterben, können Ihr Ehepartner, Ihre Kinder, Enkel, Eltern oder Großeltern aus Nicht-EU-Ländern eine besondere Behandlung erhalten. Dazu kann auch das Daueraufenthaltsrecht gehören, wenn

  • Ihr Tod infolge eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit eingetreten ist oder
  • Sie sich zum Zeitpunkt Ihres Todes seit mindestens zwei Jahren ununterbrochen in diesem Land aufgehalten haben.

Daueraufenthaltskarte

Informationen zum Antrag auf Ausstellung einer Daueraufenthaltskarte zur Bescheinigung Ihres uneingeschränkten Aufenthaltsrechts.

Aufforderung, das Land zu verlassen/Ausweisung

Ihr Ehepartner, Ihre Kinder, Enkel, Eltern oder Großeltern aus Nicht-EU-Ländern dürfen so lange mit Ihnen in einem anderen EU-Land leben, wie sie die Aufenthaltsbedingungen erfüllen. Erfüllen sie diese Bedingungen nicht mehr, können die nationalen Behörden sie auffordern, das Land zu verlassen. Sie dürfen jedoch nicht ausgewiesen werden.

In Ausnahmefällen kann Ihr neues Land sie aus politischen Gründen oder aus Gründen der öffentlichen Sicherheit ausweisen, aber nur, wenn es nachweisen kann, dass sie eine ernsthafte Gefahr bilden.

Die Entscheidung über die Ausweisung oder die Aufforderung, das Land zu verlassen, muss ihnen schriftlich mitgeteilt werden. In der Mitteilung müssen alle Begründungen aufgeführt und Informationen darüber gegeben werden, wie und bis wann sie Beschwerde einlegen können.

Brauchen Sie weitere Hilfe?

Brauchen Sie weitere Hilfe?

Sie haben die gewünschten Informationen nicht gefunden? Haben Sie ein Problem, das Sie lösen möchten?

Beratung über Ihre Rechte in der EU

Klicken Sie hier, um Probleme mit einer Behörde zu melden

Footnote

Anders als Ihr Ehepartner, Ihre Kinder, Enkel, Eltern oder Großeltern

Retour au texte en cours.

In diesem Fall die 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Liechtenstein und Norwegen

Retour au texte en cours.

Anders als Ihr Ehepartner, Ihre Kinder, Enkel, Eltern oder Großeltern

Retour au texte en cours.

Anders als Ihr Ehepartner, Ihre Kinder, Enkel, Eltern oder Großeltern

Retour au texte en cours.

Anders als Ihr Ehepartner, Ihre Kinder, Enkel, Eltern oder Großeltern

Retour au texte en cours.

In diesem Fall die 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Liechtenstein und Norwegen

Retour au texte en cours.

Anders als Ihr Ehepartner, Ihre Kinder, Enkel, Eltern oder Großeltern

Retour au texte en cours.

Anders als Ihr Ehepartner, Ihre Kinder, Enkel, Eltern oder Großeltern

Retour au texte en cours.

In diesem Fall die 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Liechtenstein und Norwegen

Retour au texte en cours.

In diesem Fall die 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Liechtenstein und Norwegen

Retour au texte en cours.