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Kinder

Letzter Stand : 11/09/2014

family

Familienleistungen

Welches EU-Land für Ihre Sozialversicherung einschließlich der Familienleistungen (Kindergeld, Erziehungsgeld, Mutter- und Vaterschaftsurlaub usw.) zuständig ist, hängt von Ihrem wirtschaftlichen Status und Ihrem Wohnort und nicht von Ihrer Staatsangehörigkeit ab.

Vergewissern Sie sich, welches nationale Sozialversicherungssystem für Sie zuständig ist. Sie können nicht wählen, welches Land Ihnen Sozialleistungen gewährt!

Beachten Sie, dass die Familienleistungen in den einzelnen Ländern Europas sehr unterschiedlich sind.

Welches Land zahlt Ihre Familienleistungen?

Generell gilt:

  • Wenn Sie sich in einem anderen EU-Land niederlassen und daraufhin dessen Sozialversicherungssystem angeschlossen werden, unterliegen Sie hinsichtlich der Familienleistungen den Regelungen Ihres Gastlandes.
  • Wenn Sie jedoch kurzzeitig (weniger als zwei Jahre) ins Ausland entsandt werden und weiterhin durch das Sozialversicherungssystem Ihres Heimatlandes abgedeckt sind, bleibt Ihr Heimatland auch für die Zahlung Ihrer Familienleistungen zuständig.
  • Wenn Ihre Familienangehörigen nicht in dem Land leben, in dem Sie versichert sind, haben Sie möglicherweise in mehreren Ländern Anspruch auf Familienleistungen.

Wenn zwei oder mehr Länder beteiligt sind, verschaffen sich die zuständigen nationalen Behörden einen Überblick über die Situation beider Elternteile und entscheiden, welches Land vorrangig für die Erbringung der Leistungen zuständig ist. Diese Entscheidung wird anhand der „Prioritätsregeln“ getroffen.

Erweisen sich die Familienleistungen des „primär“ zuständigen Landes als niedriger als jene, auf die Sie im „sekundär“ zuständigen Land Anspruch hätten (weil Sie dort arbeiten oder weil dieses Land Ihnen eine Rente zahlt), erbringt das sekundär zuständige Land eine Zusatzleistung, die der Differenz zwischen den beiden Leistungen entspricht. So ist sichergestellt, dass Sie die höchstmöglichen Leistungen erhalten, auf die Sie Anspruch haben.

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Prioritätsregeln

Ausgangsszenario: Sie sind der einzige Elternteil mit Anspruch auf Familienleistungen und Sie sind in mehr als einem Land anspruchsberechtigt,

  • weil Sie in einem Land arbeiten und in einem oder mehreren anderen Ländern eine Rente beziehen:

    In diesem Fall ist das Land, in dem Sie arbeiten, primär für die Zahlung Ihrer Familienleistungen zuständig. Unter Umständen haben Sie zudem in dem Land, von dem Sie Rente beziehen, Anspruch auf Ergänzungsleistungen.

ODER

  • weil Sie in einem Land leben und in einem anderen arbeiten:

    In diesem Fall ist das Land, in dem Sie arbeiten, primär für die Zahlung Ihrer Familienleistungen zuständig.

ODER

  • weil Sie in zwei verschiedenen Ländern eine Rente beziehen:

    In diesem Fall ist das Land, in dem Ihr Kind lebt, primär für die Zahlung Ihrer Familienleistungen zuständig.

    Wenn Ihre Familienangehörigen in einem Land leben, von dem Sie keine Rente beziehen, erhalten Sie Ihre Familienleistungen von dem Land, in dem Sie am längsten versichert waren.

Wann immer die Familienleistungen, die Sie vom primär zuständigen Land erhalten, niedriger sind als jene in den anderen Ländern, in denen Sie anspruchsberechtigt sind, zahlen Ihnen diese Länder Ergänzungsleistungen zur Überbrückung der Differenz.

Ausgangsszenario: Sie und der andere Elternteil Ihres Kindes haben in mehr als einem Land Anspruch auf Familienleistungen,

  • weil Sie beide in demselben EU-Land arbeiten, aber in einem anderen leben:

    In diesem Fall zahlt Ihnen das Land, in dem Sie arbeiten, Familienleistungen nach seinen innerstaatlichen Vorschriften.

ODER

  • weil Sie beide in verschiedenen EU-Ländern arbeiten:

    In diesem Fall, wenn Sie oder der andere Elternteil Ihres Kindes in dem Land arbeiten, in dem Ihr Kind lebt, zahlt Ihnen dieses Land Familienleistungen nach seinen innerstaatlichen Vorschriften, während das andere Land für die Ergänzungsleistung zur Überbrückung der Differenz aufkommen könnte.

ODER

  • weil Sie in einem EU-Land arbeiten und der andere Elternteil Ihres Kindes eine Rente eines anderen EU-Landes bezieht:

    In diesem Fall zahlt Ihnen das Land, in dem Sie arbeiten, Familienleistungen nach seinen innerstaatlichen Vorschriften.

    Unter Umständen haben Sie zudem in dem Land, von dem der andere Elternteil Ihres Kindes eine Rente bezieht, Anspruch auf Ergänzungsleistungen.

ODER

  • weil Sie beide Renten von mehreren EU-Ländern beziehen:

    Wenn Sie in dem Land, in dem Ihr Kind lebt, Anspruch auf eine Rente haben, zahlt Ihnen dieses Land Familienleistungen nach seinen innerstaatlichen Vorschriften.

    Wenn Sie in dem Land, in dem Ihr Kind lebt, keinen Anspruch auf eine Rente haben, erhalten Sie Ihre Familienleistungen von dem Land, in dem Sie oder der andere Elternteil am längsten versichert waren.

ODER

  • weil Sie eine Rente von einem EU-Land beziehen und der andere Elternteil Ihres Kindes in einem anderen EU-Land arbeitet.

    In diesem Fall zahlt Ihnen das Land, in dem der andere Elternteil Ihres Kindes arbeitet, Familienleistungen nach seinen innerstaatlichen Vorschriften.

    Unter Umständen haben Sie zudem in dem Land, von dem Sie eine Rente beziehen, Anspruch auf Ergänzungsleistungen.

Die Gesamthöhe Ihrer Familienleistungen sollte dem Höchstbetrag der möglichen Leistungen entsprechen.

Wenn Sie geschieden sind und Ihr früherer Partner Familienleistungen bezieht, diese jedoch nicht für Ihr gemeinsames Kind aufwendet, können Sie sich diese Leistungen von der für Familienleistungen zuständigen Behörde des Landes, in dem Ihr Kind lebt, direkt auszahlen lassen, sofern Sie die Familie unterhalten.

Wo werden Familienleistungen beantragt?

Familienleistungen können in jedem Land beantragt werden, in dem Sie oder der andere Elternteil Ihres Kindes anspruchsberechtigt sind. Die Behörde im Land der Antragstellung leitet Ihren Antrag an die anderen zuständigen Länder weiter.

Wenn Sie Leistungen in einem Land rechtzeitig beantragen, gilt dies als rechtzeitige Antragstellung in sämtlichen anderen EU-Ländern, in denen Sie anspruchsberechtigt sind. Leistungen, auf die Sie Anspruch haben, können Ihnen nicht verweigert werden, weil das Land, bei dem Sie den Antrag gestellt haben, Ihre Unterlagen zu spät an die zuständige Behörde eines anderen Landes weitergeleitet hat.

Informieren Sie sich bei den nationalen Behörden über die Fristen für die Beantragung von Familienleistungen. Versäumen Sie eine Frist, könnte dies zu einem Verlust Ihres Anspruchs führen.

Die nationalen Behörden sind zur Zusammenarbeit und zum Austausch aller für die Bearbeitung Ihres Antrags erforderlichen Informationen verpflichtet. Zur Überwindung von Sprachbarrieren verwenden die nationalen Behörden einheitliche Formulare (früher: E-Formulare) für den Informationsaustausch.

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Die Familienleistungen in den einzelnen Ländern Europas sind sehr unterschiedlich.

Den EU-Ländern steht es frei, eigene Regeln für den Anspruch auf Leistungen und Dienste festzulegen. Jedes Land gewährt bestimmte Familienleistungen; deren Höhe und die dafür geltenden Bedingungen sind aber sehr unterschiedlich. In einigen Ländern werden regelmäßige Zahlungen geleistet, während in anderen Ländern anstelle von Zahlungen je nach Familiensituation steuerliche Vergünstigungen zum Tragen kommen.

Um sich vor unliebsamen Überraschungen in Form deutlicher Einbußen bei Ihrem Gesamteinkommen zu schützen, informieren Sie sich rechtzeitig über das Sozialversicherungssystem Ihres Gastlandes.

Nähere Einzelheiten zum Thema Familienleistungen in den verschiedenen Ländern finden Sie hier:

Wählen Sie das für Sie zuständige Land:

Berater für den europäischen Arbeitsmarkt können in der Regel auch allgemein darüber Auskunft geben, auf welche Familienleistungen Sie in Ihrem neuen Aufenthaltsland Anspruch haben.

Brauchen Sie weitere Hilfe?

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Sie haben die gewünschten Informationen nicht gefunden? Haben Sie ein Problem, das Sie lösen möchten?

Footnote

In diesem Fall die 28 EU-Länder sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz

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