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Fragen und Antworten – Wenn Sie keine Arbeitsstelle finden

  • Wenn ich in dem Land, in dem ich mich zur Arbeitssuche aufhalte, keinen Job finde und daher früher zurückkehre, als in meinem Formular U2 (bzw. Formular E 303) angegeben ist, darf ich dann für die Arbeitssuche noch in ein weiteres Land reisen?

    JA — Sie können ein neues Formular U2 beantragen, um Ihre Leistungen bei Arbeitslosigkeit weiterhin zu beziehen. (Erkundigen Sie sich bei der Arbeitsvermittlungsstelle, die Ihnen Ihr ursprüngliches Formular U2 ausgestellt hat, ob Sie diesen Antrag von Ihrem Heimatland aus stellen müssen, oder ob dies auch aus dem Ausland möglich ist.)

    Die Gesamtdauer Ihres Auslandsaufenthalts (in allen Ländern, in denen Sie nach Arbeit suchen und Leistungen bei Arbeitslosigkeit erhalten) darf in keinem Fall die Höchstdauer von drei Monaten überschreiten (sie kann nur im Ausnahmefall auf sechs Monate verlängert werden, wenn die Behörde, die Ihre Leistungen zahlt, dies bewilligt).

  • Wie lange darf ich in einem anderen Land bleiben, um mir dort einen Arbeitsplatz zu suchen?

    Die Antwort auf diese Frage besteht aus zwei Teilen:

    Ihr Aufenthaltsrecht in einem anderen EU-Land

    Als Arbeitssuchender können Sie in dem anderen Land bleiben, solange Sie nachweisen können, dass Sie weiterhin nach einem Arbeitsplatz suchen und gute Aussichten auf Erfolg haben. Hierfür können Sie beispielsweise Kopien von Bewerbungen, von Einladungen zu Vorstellungsgesprächen oder von positiven Rückmeldungen auf Ihre Bewerbungen vorlegen. Diese Regelung gilt auch dann, wenn Sie kein Einkommen oder keine Leistungen bei Arbeitslosigkeit mehr beziehen.

    Wenn Sie Ihren Arbeitsplatz verlieren, während Sie in einem anderen Land leben, haben Sie weiterhin das Recht, dort zu leben und dieselben Leistungen zu beziehen wie Staatsangehörige, sofern Sie

    • aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls vorübergehend arbeitsunfähig sind;
    • sich bei der zuständigen Arbeitsvermittlungsstelle als unfreiwillig arbeitslos gemeldet haben, nachdem Sie
      • mehr als ein Jahr lang angestellt waren oder
      • weniger als ein Jahr lang angestellt waren (in diesem Fall wahren Sie Ihren Anspruch auf die gleiche Behandlung wie Staatsangehörige mindestens sechs Monate);
    • eine Berufsausbildung beginnen (wenn Sie nicht unfreiwillig arbeitslos sind, muss die Ausbildung mit der vorherigen Beschäftigung im Zusammenhang stehen).

    Ihr Recht, im Ausland weiterhin Leistungen bei Arbeitslosigkeit zu beziehen

    Während Ihrer Arbeitssuche im Ausland können Sie Ihre Leistungen bei Arbeitslosigkeit drei Monate lang weiter beziehen. Sie erhalten denselben Betrag wie vorher direkt auf Ihr Bankkonto in dem Land, in dem Sie Ihren Arbeitsplatz verloren haben. Möchten Sie länger als drei Monate bleiben, können Sie eine Verlängerung um weitere drei Monate beantragen. Diesen Antrag müssen Sie direkt bei der nationalen Arbeitsvermittlungsstelle English (en) des Landes stellen, in dem Sie Ihren Arbeitsplatz verloren haben.

    Die nationalen Behörden sind nicht verpflichtet, eine Verlängerung zu gewähren. Die Entscheidung wird auf der Grundlage Ihrer persönlichen Umstände getroffen. Einige Behörden gewähren Verlängerungen nur in Ausnahmefällen, etwa wenn Sie in den ersten drei Monaten krank gewesen sind oder einen Unfall hatten. Andere verlangen lediglich einen Nachweis über Ihre aktive Arbeitssuche im Ausland (beispielsweise in Form von Kopien Ihrer Bewerbungen).

  • Wenn ich mich über Arbeitsbedingungen beschwere, die nach österreichischem Recht illegal erscheinen, behauptet mein österreichischer Arbeitgeber, dass für rumänische Arbeitnehmer andere Vorschriften gelten. Stimmt das?

    NEIN — Das stimmt absolut nicht. Für Sie gelten befristete Beschränkungen für den Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt, doch dies wirkt sich nicht auf Ihre Rechte als EU-Bürger aus. Sie haben Anspruch auf dieselbe Behandlung wie einheimische Arbeitnehmer!

    Bleibt Ihr Arbeitgeber bei seiner Behauptung, sollten Sie ihn bei den österreichischen Arbeitsmarktbehörden melden.

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