Europäisches Jugendportal
Informationen und Chancen für junge Menschen in ganz Europa.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Europäische Solidaritätskorps?

Das Europäische Solidaritätskorps ist eine neue Initiative der Europäischen Union. Es schafft Möglichkeiten für junge Menschen, an Freiwilligenprojekten oder Beschäftigungsprojekten in ihrem eigenen Land oder im Ausland teilzunehmen, die Gemeinschaften und Menschen in ganz Europa zugutekommen.

Die Initiative wurde vom Präsidenten der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker in seiner jährlichen Rede zur Lage der Europäischen Union im September 2016 angekündigt und im Dezember 2016 offiziell auf den Weg gebracht. Mehr dazu

Nach einer einfachen Registrierung können die Teilnehmer/-innen für verschiedenste Projekte ausgewählt werden. Diese Projekte werden unter Leitung von Organisationen durchgeführt, die zuvor geprüft und zur Durchführung von Projekten des Europäischen Solidaritätskorps akkreditiert wurden.

Wie funktioniert das Europäische Solidaritätskorps?

Das Europäische Solidaritätskorps besteht aus einem Pool junger Menschen, die ihr Interesse an einer Teilnahme an Solidaritätsprojekten bekunden und sich mit dem Auftrag und den Grundsätzen des Europäischen Solidaritätskorps einverstanden erklären und diese verinnerlichen.

Bei der Registrierung werden deine Angaben in der Datenbank des Europäischen Solidaritätskorps gespeichert. Interessierte Organisationen können die Datenbank nach geeigneten Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeitern durchsuchen und diese gegebenenfalls einstellen.

Die Europäische Kommission fordert Organisationen auf, Fördermittel oder andere Unterstützung für Projekte zu beantragen, die mit dem Auftrag und den Grundsätzen des Europäischen Solidaritätskorps in Einklang stehen. Nach der Genehmigung ihrer Projekte können die Organisationen den Teilnehmerpool nach geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern für ihre Projekte durchsuchen. Potenzielle Kandidaten werden kontaktiert und gegebenenfalls eingestellt.

Alle Organisationen werden Prüfungen unterzogen, bevor sie zur Durchführung von Projekten für das Europäische Solidaritätskorps akkreditiert und zur Konsultation der Teilnehmerdatenbank autorisiert werden.

Je nach Art des Projekts sowie Vorkenntnissen und Erfahrung erhältst du vom Europäischen Solidaritätskorps vor Projektbeginn eine Schulung.

Wer kann sich für das Europäische Solidaritätskorps bewerben?

Du kannst dich bereits mit 17 Jahren für das Europäische Solidaritätskorps melden – teilnehmen kannst du allerdings erst, wenn du volljährig bist. Die Altersgrenze liegt bei 30 Jahren – vor Erreichen deines 31. Lebensjahrs muss dein Projekt abgeschlossen sein.

Du musst dich außerdem rechtmäßig in einem EU-Mitgliedstaat oder einem der folgenden Partnerländer aufhalten:

  • ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien und Türkei
  • Liechtenstein, Island und Norwegen
  • Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Serbien
  • Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Republik Moldau, Ukraine
  • Algerien, Ägypten, Israel, Jordanien, Libanon, Libyen, Marokko, Palästina, Syrien, Tunesien
  • Russische Föderation

Dies sind die Teilnahmebedingungen für das Europäische Solidaritätskorps. Bei einigen Projekten können je nach Art und Finanzierung des Projekts zusätzliche Regeln in Bezug auf Alter, Wohnsitz oder Staatsangehörigkeit gelten.

Welche Aufgaben kommen bei einem Projekt des Europäischen Solidaritätskorps auf mich zu?

Die Projekte des Europäischen Solidaritätskorps decken eine Vielzahl von Themen ab. Allen gemeinsam ist, dass sie mit dem Auftrag und den Grundsätzen des Europäischen Solidaritätskorps in Einklang stehen.

Beispiele für Projekttätigkeiten:

  • Hilfe beim Wiederaufbau einer bei einem Erdbeben verwüsteten Schule oder eines Gemeinschaftszentrums
  • Unterstützung kürzlich eingetroffener Asylbewerber/-innen
  • Freihalten der Wälder von Bewuchs zur Vermeidung von Flächenbränden
  • Arbeit mit Menschen mit Behinderungen in einem Gemeinschaftszentrum

Du wirst nicht zur Nothilfe bei Katastrophen herangezogen. Diese Art von Aufgaben wird nach wie vor von Spezialisten erledigt, die die notwendigen Kenntnisse haben und erfahren genug sind, um unter solch gefährlichen Bedingungen zu arbeiten.

Weitere Informationen erhältst du in unserer Projektliste.

Wozu verpflichte ich mich, wenn ich dem Europäischen Solidaritätskorps beitrete?

Bei deiner Registrierung für das Europäische Solidaritätskorps wirst du aufgefordert, dich mit dem Auftrag und den Grundsätzen des Europäischen Solidaritätskorps. einverstanden zu erklären. Deine Daten werden dann in der Datenbank des Europäischen Solidaritätskorps gespeichert.

Bei der Registrierung musst du außerdem einige persönliche Angaben machen und uns mitteilen, welche Art von Projekten für dich interessant wäre und welche Erfahrungen und Kenntnisse du mitbringst. Danach vervollständigst du dein Profil unter anderem mit Angaben zu deiner zeitlichen Verfügbarkeit für Projekte. Du kannst diese Angaben jederzeit über dein persönliches Konto beim Europäischen Solidaritätskorps aktualisieren.

Für das Europäische Solidaritätskorps akkreditierte Organisationen erhalten Zugang zu deinen Daten, wenn sie nach potenziellen Freiwilligen oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Projekte suchen. Wenn dich eine Organisation kontaktiert und dir eine Stelle in ihrem Projekt anbietet, bist du nicht verpflichtet, diese anzunehmen. Die Entscheidung, ob du an einem Projekt teilnimmst oder nicht, liegt ausschließlich bei dir.

Solltest du nicht mehr für Projekte des Europäischen Solidaritätskorps zur Verfügung stehen, kannst du dein Profil jederzeit über dein persönliches Konto vor Organisationen verbergen oder es vollständig löschen. Du kannst auch unsere E-Mail-Benachrichtigungen und andere Mitteilungen abbestellen.

Was ist der Unterschied zwischen Freiwilligenprojekten und Beschäftigungsprojekten?

Das Europäische Solidaritätskorps kombiniert Freiwilligenprojekte und Beschäftigungsprojekte. Die Freiwilligenprojekte bieten jungen Menschen die Möglichkeit einer Vollzeit-Freiwilligentätigkeit für eine Dauer von zwei bis zwölf Monaten in einem anderen Land. Sie stützen sich auf den Europäischen Freiwilligendienst (Teil von ERASMUS+) und andere EU-Förderprogramme.

Im Rahmen der Beschäftigungsprojekte erhalten junge Menschen einen Arbeits-, Praktikums- oder Ausbildungsplatz in Organisationen verschiedenster Ausrichtung, die für ihre Solidaritätsprojekte hochmotivierte und sozial eingestellte Mitarbeiter/-innen benötigen. Dieser Teil des Europäischen Solidaritätskorps wird Schritt für Schritt durch Partnerschaften mit öffentlichen Stellen, NRO und gewerblichen Organisationen aufgebaut, die in diesen Bereichen aktiv sind.

Die Teilnehmer/-innen werden als Freiwillige, Mitarbeiter/-innen, Auszubildende oder Praktikanten/Praktikantinnen eingestellt, je nach Erfordernis der Projekte und vorhandenem Kenntnisstand.

Freiwillige erhalten für ihre Arbeit zwar keine Vergütung, je nach Förderprogramm ist in der Regel jedoch die Übernahme der Kosten für Hin- und Rückreise, Unterkunft, Verpflegung und Krankenversicherung sowie die Auszahlung eines Taschengelds für alltägliche Ausgaben vorgesehen.

Teilnehmer/-innen an Beschäftigungsprojekten, denen eine Stelle angeboten wurde, erhalten einen Arbeitsvertrag und eine Vergütung im Einklang mit den im betreffenden Land geltenden Lohngesetzen und tariflichen Bestimmungen. Es wird davon ausgegangen, dass sie davon ihren Unterhalt (tägliche Ausgaben und Kosten für Unterkunft und Verpflegung) bestreiten. Sie unterliegen den arbeitsrechtlichen Bestimmungen des Landes, in dem sie arbeiten. Auf der Website Ihr Europa erfährst du mehr über die Bestimmungen für eine Erwerbstätigkeit in verschiedenen EU-Ländern.

Praktikanten/Praktikantinnen und Auszubildende erhalten ebenfalls einen Beschäftigungsvertrag und eine Aufwandsentschädigung zur Bestreitung ihres Unterhalts.

Wie geht es nach der Registrierung weiter?

Das Europäische Solidaritätskorps ist eine neue Initiative, und die Organisationen müssen ihre Projektvorschläge erst noch entwickeln. Mit der Auswahl der Teilnehmer/-innen werden sie voraussichtlich ab dem späten Frühjahr 2017 beginnen, sodass diese ab Juni 2017 zu den Projekten hinzustoßen können.

Die Europäische Kommission wird dich in der Zwischenzeit per E-Mail und in den sozialen Medien über die Fortschritte des Europäischen Solidaritätskorps auf dem Laufenden halten.

Welche Arten von Organisationen dürfen Projekte des Europäischen Solidaritätskorps durchführen?

Das Europäische Solidaritätskorps arbeitet bei der Durchführung von Projekten mit einer Vielzahl verschiedener Organisationen zusammen: staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen, Körperschaften und Unternehmen. Diese können unterschiedlich groß sein – von großen multinationalen Unternehmen bis hin zur kleinen NRO, die in einer lokalen Gemeinschaft arbeitet. Entscheidend ist, dass diese Organisationen Solidaritätsprojekte durchführen.

Wie können sich Organisationen für die Durchführung von Projekten des Europäischen Solidaritätskorps bewerben?

Das ganze Jahr über veröffentlicht die Europäische Kommission Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen für verschiedene Arten von Projekten des Europäischen Solidaritätskorps. Diese müssen mit dem Auftrag und den Grundsätzen des Europäischen Solidaritätskorps in Einklang stehen.

Alle Organisationen werden Prüfungen unterzogen, bevor sie zur Durchführung von Projekten für das Europäische Solidaritätskorps akkreditiert und zur Konsultation der Teilnehmerdatenbank autorisiert werden. Die Organisationen müssen darüber hinaus der Charta des Europäischen Solidaritätskorps beitreten.

Die Ankündigungen der Europäischen Kommission zum Europäischen Solidaritätskorps werden in den einschlägigen sozialen Netzwerken und in Fachpublikationen veröffentlicht.

Wo finde ich weitere Informationen zum Europäischen Solidaritätskorps?

Lies dir bitte alle Informationen auf unserer Website aufmerksam durch. Sollten dann noch Fragen offen sein, "frag uns!" Wir werden versuchen, deine Frage innerhalb von fünf Arbeitstagen zu beantworten.

Wie erhöhe ich meine Chancen auf ein schnelles Job- oder Praktikumsangebot?

Nach deiner Anmeldung für Beschäftigungsprojekte auf https://europa.eu/youth/SoLiDarity_en wirst du gebeten, dein Profil zu aktualisieren. Lade deinen Lebenslauf hoch und suche aktiv nach freien Stellen. Parallel kannst du auch auf dem EURES-Portal nach freien Stellen suchen.

Wo finde ich Stellenangebote?

Klick auf dem EURES-Portal (www.eures.europa.eu) unter „Ich bin auf Arbeitsuche“ auf „Stelle suchen“. Wähle „Social Work“ in der Kategorie „Solidaritätskontext“. Setze die verfügbaren Filter und starte die Stellensuche.

Ich habe auf dem EURES-Portal eine passende Stelle gefunden und möchte mich bewerben – wie gehe ich vor?

Sobald du ein oder mehrere interessante Stellenangebote gefunden hast, kannst du dich mit einem der beiden europäischen Konsortien in Verbindung setzen, die Einsätze in der gesamten EU fördern. Gemeinsam könnt ihr besprechen, ob daraus ein Einsatz für das Europäische Solidaritätskorps werden könnte. Du könntest dein Interesse an einer bestimmten Stelle bekunden, darlegen, warum du dafür geeignet bist, und erklären, dass du bereit bist, für diese Stelle ins Ausland zu gehen.

Achtung: Die Konsortien helfen nur Bewerberinnen und Bewerbern weiter, die eine Stelle in einem anderen EU-Land suchen (also grenzüberschreitend). 

Schick bei der Kontaktaufnahme deinen Lebenslauf mit und gib deine Registrierungsnummer beim Europäischen Solidaritätskorps an.

Förderlich wäre auch, wenn du den Link zur Stellenausschreibung einfügst.

Du kannst unter folgenden E-Mail-Adressen/auf folgenden Webpräsenzen mit den Konsortien Kontakt aufnehmen:

Is the European Voluntary Service still in place?

The European Voluntary Service as a brand is discontinued and it is removed from the Erasmus+ programme. As of the end of 2018, the European Solidarity Corps is the main EU programme providing volunteering opportunities for young people. The Corps builds on European Voluntary Service's success and quality developments.

What EU funding is available to finance the European Solidarity Corps?

The European Solidarity Corps was first set up by mobilising available EU funding from different programmes, including Erasmus+. The regulation that established the European Solidarity Corps (adopted 2 October 2018) made it a as a stand-alone programme that now benefits from its own budget. With a budget of €375.6 million for 2018-2020, it offers opportunities to young people to carry out volunteering activities, traineeships and jobs and run their own solidarity projects.

Can the European Solidarity Corps be considered an “Action”, or is it an independent programme now?

The European Solidarity Corps is now a fully-fledged programme. Sometimes, we refer to it as initiative as well.

Who manages the European Solidarity Corps funding, and how?

The majority of activities of the European Solidarity Corps and the relevant funding are implemented and managed by the National Agencies in individual participating countries.

However, the Education, Audiovisual, Culture Executive Agency located in Brussels implements some actions (mainly support measures but also some calls for proposals, e.g. volunteering teams in high-priority areas).

The responsibility for the management of the programme as such (which obviously includes the funds) lies with the European Commission, DG Education, Youth, Sport and Culture.  

What activities does the European Solidarity Corps support?

As stipulated in the European Solidarity Corps Programme Guide, the Corps covers the following actions:

  • Quality Label;
  • Volunteering (Volunteering Projects; Volunteering Partnerships; Volunteering Teams in high-priority areas);
  • Traineeships and jobs;
  • Solidarity projects.
Who can I contact when I want to be guided through a voluntary project?

You should contact the Erasmus+ National Agency in the country where your organisation is legally established if you would like to apply for funding. You can call or show up in person.

Whom may complaints on a specific project be directed to?

You should refer the complaint to the National Agency or directly to the European Commission.

Are all sending and receiving organisations that are registered for the European Voluntary Service automatically recognised for the European Solidarity Corps?

The European Voluntary Service accreditation is equivalent to the Quality Label during this programming period (2018-2020).

The accreditation for both coordinating and sending organisations will be considered a Quality Label for volunteering in the supporting role; the accreditation for receiving organisations will be considered a Quality Label for volunteering in the host role.

What is the role of sending organisations?

The supporting organisations with a sending role will continue to play an important role in selecting participants and providing adequate preparation before departure. They will also play a key role in reaching out to and involving disadvantaged young people in the Corps.

Is there a structured guide for the European Solidarity Corps as there is for Erasmus+?

 The European Solidarity Corps Programme Guide is published as a PDF document that closely follows the structure of the Erasmus+ Guide.

Can I filter the organisations in the database by different criteria?

You can search for organisations that have a valid accreditation to develop projects for the European Solidarity Corps according to various criteria, e.g. country, topic, city, organisation name, accreditation type) here. Please note that not all of them are active. We suggest you to apply for published opportunities that you can find on the main page after you've logged in.

If I participated in the European Voluntary Service, can I apply for the European Solidarity Corps?

A participant who has completed a long term volunteering activity (longer than 2 months) funded by the European Voluntary Service is not eligible to participate in another long term volunteering activity funded by the European Solidarity Corps. However, she or he can participate in other activities supported by the Corps such as traineeships, jobs, solidarity projects and volunteering teams.