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„DiscoverEU“ – Wettbewerbsregeln


„DiscoverEU“ – Wettbewerbsregeln




Die Informationen auf dieser Seite sind vorläufig. Bis zum Start des Wettbewerbs am 2. Mai sind Änderungen möglich.

 

1. Beschreibung

„DiscoverEU“, eine Initiative der Europäischen Union auf Vorschlag des Europäischen Parlaments, gibt jungen Menschen im Alter von 18 Jahren die Möglichkeit, die Vorteile der Freizügigkeit innerhalb der EU zu nutzen, beim Reisen die Vielfalt Europas zu entdecken, etwas über Europas Kulturerbe und Geschichte zu lernen, Menschen aus ganz Europa zu treffen und letztendlich auch sich selbst besser kennenzulernen.

Im Rahmen dieser Initiative wird die Europäische Kommission mindestens 20 000 junge Menschen auswählen, die am 1. Juli 2019 ihr 18. Lebensjahr vollendet haben. Bewerbungen sind über das Europäische Jugendportal möglich. Die Bewerbungsfrist beginnt am 2. Mai 2019 um 12.00 Uhr (MESZ) und endet am 16. Mai 2019 um 12.00 Uhr (MESZ).

Die Europäische Kommission gibt Travel-Pässe an junge Menschen aus, damit sie die Europäische Union zwischen dem 1. August 2019 und dem 31. Januar 2020 maximal einen Monat lang bereisen können.

Die erfolgreichen Bewerber/innen reisen in der Regel mit der Bahn. Damit möglichst viele junge Menschen teilnehmen können, sollte das Projekt jedoch auch alternative Verkehrsträger wie Fähren und Busse vorsehen und Umweltaspekten, dem zeitlichen Gesichtspunkt und den Entfernungen Rechnung tragen.

In Ausnahmefällen und wenn keine anderen Verkehrsmittel zur Verfügung stehen, sind Flugreisen erlaubt. So können an der Initiative auch junge Menschen teilnehmen, die in entlegenen Gebieten oder auf Inseln leben.

2. Zulassungskriterien

Um einen Travel-Pass zu erhalten, müssen die Antragsteller/innen folgende Bedingungen erfüllen:

  • Sie haben am 1. Juli 2019 ihr 18. Lebensjahr vollendet, d. h. sie sind zwischen dem 2. Juli 2000 (einschließlich) und dem 1. Juli 2001 (einschließlich) geboren.
  • Sie besitzen die Staatsangehörigkeit eines Landes, das zum Zeitpunkt des Vergabebeschlusses Mitglied der Europäischen Union ist.
  • Sie haben auf dem Online-Bewerbungsformular die Nummer ihres Personalausweises oder Reisepasses korrekt angegeben.

Ausgewählte Bewerber/innen dürfen nur unter folgenden Voraussetzungen ihre Reise antreten:

  • Sie beginnen ihre Reise in einem Land, das zum Zeitpunkt des Vergabebeschlusses Mitglied der Europäischen Union ist.
  • Sie möchten mindestens einen Tag und maximal einen Monat unterwegs sein.
  • Sie möchten mindestens ein anderes Land besuchen, das zum Zeitpunkt des Vergabebeschlusses Mitglied der Europäischen Union ist.
  • Sie sind bereit, DiscoverEU-Botschafter/in zu werden.

Bewerber/innen, die die Zulassungskriterien nicht erfüllen, werden bei der Vergabe nicht berücksichtigt.

DiscoverEU, eine Maßnahme des Europäischen Parlaments, bietet jungen Menschen, die 18 Jahre alt werden, Reise- und Mobilitätsmöglichkeiten. In diesem Alter stehen junge Menschen nämlich an der Schwelle zum Erwachsenenalter, was im Hinblick auf die Unionsbürgerschaft besonders wichtig ist.

3. Bewerbungsverfahren

Bewerbungen für DiscoverEU erfolgen über ein Online-Bewerbungsformular auf dem Europäischen Jugendportal. Vor Beginn und nach Ablauf der Frist können keine Bewerbungen eingereicht werden.

Das Bewerbungsverfahren umfasst sieben Schritte:

  1. Die Bewerber/innen durchlaufen zunächst eine Zulässigkeitsprüfung, in deren Rahmen sie aufgefordert werden, ihr Geburtsdatum und ihre Staatsangehörigkeit einzugeben. Stimmen die Daten nicht mit den unter Punkt 2 aufgeführten „Zulassungskriterien“ überein, können die Bewerber/innen nicht zum nächsten Schritt übergehen. Sie werden darüber hinaus gebeten, sich mit den Wettbewerbsregeln einverstanden zu erklären und dem Speichern ihrer persönlichen Daten für die Zwecke des DiscoverEU-Wettbewerbs sowie einer Kontaktaufnahme im Zusammenhang mit DiscoverEU durch die Europäische Kommission oder durch von der Europäischen Kommission autorisierte Organisationen zuzustimmen.
  2. Die Bewerber/innen müssen angeben, ob sie alleine oder in einer Gruppe von maximal fünf Personen reisen möchten.
  3. Die Bewerber/innen müssen eine gültige E-Mail-Adresse angeben. Danach erhalten sie eine automatische E-Mail vom Europäischen Jugendportal, mit der die Gültigkeit der E-Mail-Adresse überprüft wird. Die Überprüfung ist notwendig, da die Kommunikation nach der Auswahl der Bewerber/innen per E-Mail erfolgt. Mit der Bitte um Bestätigung der E-Mail-Adresse verhindert die Europäische Kommission die missbräuchliche Nutzung der E-Mail-Adressen durch Dritte.
  4. Nach Bestätigung ihrer E-Mail-Adresse müssen die Bewerber/innen das Formular ausfüllen. Zunächst geben sie ihre personenbezogenen Daten ein: Staatsangehörigkeit, Geburtsdatum, Vorname, Nachname, Geschlecht, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Wohnsitzland, Region, derzeitige Tätigkeit sowie Nummer des Personalausweises/Reisepasses. Junge Menschen mit eingeschränkter Mobilität und/oder besonderen Bedürfnissen können Angaben zu ihrem Hilfebedarf zu machen.
  5. Nach Eingabe ihrer persönlichen Daten müssen alle Bewerber/innen fünf Multiple-Choice-Fragen zum Allgemeinwissen über die Europäische Union, zu anderen EU-Initiativen für junge Menschen sowie zu den Wahlen zum Europäischen Parlament beantworten. Zum Schluss erwartet sie eine Zusatzfrage. Die Auswahl wird im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel und je nach Qualität der gegebenen Antworten getroffen.
  6. Im nächsten Schritt machen die Bewerber/innen weitere Angaben zu ihren Reiseplänen (d. h.: Wann soll‘s losgehen? Sind sie bereits innerhalb der EU und ohne Eltern gereist? Was wollen sie von dieser Reise mitnehmen? Wie finanzieren sie ihre Reise - und wie wurden sie auf DiscoverEU aufmerksam?). Die in diesem Abschnitt gemachten Angaben sind nicht verbindlich und haben keinerlei Auswirkungen auf das Auswahlverfahren. Sie dienen vielmehr statistischen Zwecken und helfen der Europäische Kommission, die DiscoverEU-Initiative weiter zu verbessern.
  7. Sobald sie ihre Bewerbung eingereicht haben, erhalten alle Bewerber/innen eine Bestätigungsmail über das Europäische Jugendportal. Darin wird die Registrierung bestätigt. Ferner enthält die Mail den Bewerbercode und Angaben zum Veröffentlichungstermin des Vergabebeschlusses.

Alle Bewerber/innen erhalten nach dem Abschicken ihrer Bewerbung einen Code. Möchte ein(e) Bewerber/in Freunde zu seiner/ihrer Gruppe einladen, wird er/sie Gruppenleiter/in und teilt den anderen Mitgliedern der Gruppe den Code für die Registrierung mit. Mit dem weitergeleiteten Code müssen sich die Gruppenmitglieder online registrieren und ihre persönlichen Daten angeben.

Die Gruppenmitglieder brauchen nicht die Quizfragen und die Zusatzfrage zu beantworten. Dafür ist allein der/die Gruppenleiter/in zuständig. Ihre personenbezogenen Daten müssen sie jedoch eingeben, um ihre Bewerbung zu validieren.

Selbst wenn Bewerber/innen bei der Anmeldung angegeben haben, dass sie alleine reisen, können sie nach Abschicken ihrer Bewerbung noch Freunde hinzufügen, solange sie dies vor Ablauf der Frist gemäß dem oben beschriebenen Verfahren tun.

Eine Gruppenbewerbung wird wie eine Einzelbewerbung behandelt. Nur Gruppenmitglieder, die beim Ausfüllen des Bewerbungsformulars den an sie weitergeleiteten Code angegeben haben, werden bei der Auswahl berücksichtigt. Gruppenmitglieder dürfen sich nicht einzeln anmelden.

Die Gruppenmitglieder können unterschiedlicher Nationalität sein und an verschiedenen Orten wohnen.

Pro Person darf nur eine Bewerbung eingereicht werden. Nur die erste Bewerbung, die auf dem Europäischen Jugendportal eingeht, wird bei der Auswahl berücksichtigt. Einzelpersonen dürfen sich nicht in verschiedenen Gruppen gleichzeitig bewerben. Werden Mehrfachbewerbungen festgestellt, wird nur die erste auf dem Europäischen Jugendportal erfasste Bewerbung berücksichtigt.

Erfolgreiche Teilnehmer/innen der letzten Runde von November 2018 können sich nicht erneut bewerben. Dies wird bei der Einreichung der Bewerbung geprüft. Stößt die Europäische Kommission oder die mit der Buchung der Reisen beauftragte Agentur während der Durchführung der Initiative auf Bewerbungen von jungen Menschen, die im Rahmen der vorherigen Bewerbungsrunde bereits einen DiscoverEU-Travel-Pass erhalten haben, so werden diese Bewerber/innen vom Verfahren ausgeschlossen.

4. Auswahlverfahren und Vergabekriterien

Die Travel-Pässe werden nach Länderquoten vergeben. Jedem Land wird entsprechend seinem Anteil an der EU-Gesamtbevölkerung eine bestimmte Zahl von Travel-Pässen zugewiesen. Die Anzahl verfügbarer Travel-Pässe pro Land ist Anhang 1 zu entnehmen.

Maßgeblich ist die im Anmeldeformular angegebene Staatsangehörigkeit des Bewerbers/der Bewerberin. Werden die Kontingente in einzelnen Ländern nicht ausgeschöpft, so werden die verbleibenden Travel-Pässe auf die Länder verteilt, in denen die Anzahl der Bewerber/innen die festgelegten Kontingente übersteigt.

Bei Gruppen ist die Staatsangehörigkeit des Gruppenleiters/der Gruppenleiterin ausschlaggebend für die Anrechnung auf die Quote. Steht auf der Liste der ausgewählten Teilnehmer an letzter Stelle eine Gruppe, und ist das Kontingent für diese Staatsangehörigkeit damit ausgeschöpft, wird die ganze Gruppe ausgewählt.

Die Bewerber/innen müssen zunächst die Zulässigkeitsprüfung (Geburtsdatum und zulässige Staatsangehörigkeit, siehe Punkte 2 und 3) durchlaufen. Eine erste Prüfung erfolgt automatisch zum Zeitpunkt der Bewerbung. Später werden die Angaben von der Agentur, die sich im Auftrag der Europäischen Kommission um die Buchungen kümmert, gegengeprüft. Wird bei der Prüfung eines Ausweises bzw. Reisepasses festgestellt, dass der/die Antragsteller/in falsche Angaben gemacht hat, wird er/sie vom Verfahren ausgeschlossen.

Sind alle Zulassungskriterien erfüllt, wird anhand der Antworten auf die fünf Multiple-Choice-Fragen und die Zusatzfrage geprüft, ob die Bewerber/innen auch die Vergabekriterien erfüllen. Im Falle einer Gruppenbewerbung beantwortet nur der/die Gruppenleiter/in die fünf Quizfragen und die Zusatzfrage.

Die Bewerber/innen werden nach Staatsangehörigkeit gruppiert. Ihre Rangfolge richtet sich zunächst danach, ob alle fünf Quizfragen richtig beantwortet wurden, und dann nach der Antwort auf die Zusatzfrage.

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist werden die Ergebnisse vom Europäischen Jugendportal extrahiert und den Mitgliedern des Bewertungsausschusses zur abschließenden Prüfung vorgelegt.

Geht die Anzahl der Bewerbungen (Einzelpersonen oder Gruppen) mit gleicher Punktzahl über die festgesetzte Quote hinaus, verfährt die Europäische Kommission in letzter Instanz nach dem „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst”-Prinzip, um die letzten Plätze zu vergeben. 

5. Bewertungsausschuss

Der Bewertungsausschuss, dem Kommissionsbedienstete angehören, tritt Ende Mai 2019 zusammen. Er trifft auf Grundlage der vorgenannten Vergabekriterien eine Auswahl. Je nach Abschneiden beim Quiz und bei der Zusatzfrage sowie unter Berücksichtigung der Quote je Land erstellt der Ausschuss eine endgültige Rangfolge der Bewerber/innen, die Travel-Pässe erhalten sollen. Nach Abschluss des Auswahlverfahrens wird eine Reserveliste erstellt. In die Reserveliste aufgenommene Bewerber/innen können Travel-Pässe erhalten, wenn entsprechende Haushaltsmittel verfügbar werden, oder wenn ausgewählte Bewerber/innen auf ihren Travel-Pass verzichten (siehe Punkt 7).

Auf Grundlage der vom Ausschuss vorgenommenen Bewertung fasst die Kommission den Vergabebeschluss, der Angaben zur Anzahl der vergebenen Travel-Pässe, zu den hierfür gebundenen Haushaltsmitteln, ein Verzeichnis der ausgewählten Bewerber/innen und die Reserveliste enthält.

6. Benachrichtigung über die Ergebnisse

Zwischen dem 6. Juni 2019 und dem 20. Juni 2019 werden alle Bewerber/innen per E-Mail darüber benachrichtigt, ob sie

  • als „ausgewählte Bewerber/innen“ Travel-Pässe erhalten oder
  • nicht ausgewählt wurden und auf der Reserveliste stehen.

Sobald die ausgewählten Bewerber/innen benachrichtigt sind, wird die Teilnehmerliste an die Agentur weitergeleitet, die dann im Auftrag der Europäischen Kommission die Travel-Pässe bucht. Jede weitere Kommunikation erfolgt zwischen dieser Agentur und den ausgewählten Bewerberinnen/Bewerbern. Weitere Informationen hierzu finden sich unter Punkt 8.

Die Bewerber/innen können auch auf dem Europäischen Jugendportal nachschauen, ob sie ausgewählt wurden. Die Codes, die die Bewerber/innen bei der Anmeldung auf dem Europäischen Jugendportal erhalten haben, werden auf der Website veröffentlicht.

7. Reserveliste

Alle nicht ausgewählten Bewerber/innen werden in absteigender Rangfolge (je nach Abschneiden beim Quiz und bei der Zusatzfrage) in eine Reserveliste aufgenommen. Ziehen ausgewählte Bewerber/innen ihre Bewerbung zurück oder kosten die Travel-Pässe weniger als vorgesehen, kann die Europäische Kommission im Rahmen der verfügbaren Mittel Travel-Pässe an Bewerber/innen auf der Reserveliste vergeben. Die Budgetausschöpfung wird monatlich überprüft.

Die Aufnahme in die Reserveliste begründet keinerlei Anspruch gegenüber der Europäischen Kommission und garantiert nicht, dass Bewerber/innen zu einem späteren Zeitpunkt ausgewählt werden.

Nicht ausgewählte Bewerber/innen auf der Reserveliste werden gegebenenfalls von der mit der Reisebuchung beauftragten Agentur kontaktiert und um Registrierung auf der Buchungsplattform gebeten. Bewerber/innen von der Reserveliste, die erst gegen Ende des Projekts kontaktiert werden, können keine Erstattung für bereits im Vorfeld unternommene Reisen geltend machen und auch keine Verlängerung der Reisedauer beantragen.

8. Buchung der Travel-Pässe und Reisedaten

Die ausgewählten Bewerber/innen müssen ihre Reise in einem Land beginnen, das zum Zeitpunkt des Vergabebeschlusses Mitglied der Europäischen Union ist. Sie müssen mindestens ein anderes Land bereisen (anderes Land als das Land, in dem sie starten), das zum Zeitpunkt des Vergabebeschlusses Mitglied der Europäischen Union ist. Die Reisedauer beträgt mindestens einen Tag und maximal einen Monat. Die Reise muss zwischen dem 1. August 2019 und dem 31. Januar 2020 stattfinden.

Die Travel-Pässe für die ausgewählten Bewerber/innen werden von einer externen Agentur im Auftrag der Europäischen Kommission gebucht, gekauft und übermittelt. Die ausgewählten Bewerber/innen dürfen unter keinen Umständen Tickets selbst oder über ein anderes Reisebüro buchen. Separat gekaufte Tickets werden nicht erstattet.

Der externe Auftragnehmer der Europäischen Kommission kontaktiert die ausgewählten Bewerber/innen und gibt ihnen Zugang zu einem Online-Buchungsformular, das sie ausfüllen müssen, um ihren Travel-Pass zu bekommen. Der Auftragnehmer wählt die wettbewerbsfähigsten und geeignetsten Verkehrsunternehmen aus.

Die ausgewählten Bewerber/innen haben grundsätzlich die Wahl zwischen zwei Buchungsoptionen:

Flexible Reisebuchung

Feste Reisebuchung

Die Reisedaten bleiben flexibel. Der Travel-Pass hat dennoch ein „Anfangsdatum“. Ab diesem Anfangsdatum ist der Travel-Pass einen Monat lang gültig.

Die ausgewählten Bewerber/innen teilen der Agentur ihre gewünschte Reiseroute mit festen Reisetagen und -zeiten sowie zuvor festgelegten Reisezielen mit. Nach Abschicken des Buchungsformulars können die Reisedaten nicht mehr geändert werden. Die Reise muss innerhalb eines Monats durchgeführt werden.

Die ausgewählten Bewerber/innen können maximal einen Monat lang an einer bestimmten Anzahl von Reisetagen reisen. Bei der flexiblen Reisebuchung können beliebig viele der möglichen Länder bereist werden.

Über einen Zeitraum von höchstens einem Monat können maximal zwei Länder bereist werden, die zum Zeitpunkt des Vergabebeschlusses Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind. Das Ausgangsland und die Transitländer zählen nicht dazu. 

Die Reisetage können aufeinanderfolgen oder über den gesamten Reisezeitraum verteilt werden. Zulässige Transportmittel sind Züge europäischer Eisenbahnunternehmen sowie Fähren und andere Verkehrsmittel, die von der Agentur im Auftrag der Europäischen Kommission ausgewählt wurden. In manchen Zügen ist eine Reservierung erforderlich. Diese Reservierungen müssen die Reisenden vor oder während ihrer Reise selbst vornehmen. Die Europäische Kommission übernimmt keinerlei Zusatzkosten für Reservierungen oder andere während der Reise anfallende Kosten.

Bei dieser Option fallen keine Reservierungskosten an, aber das Reisekostenbudget von 260 Euro darf nicht überschritten werden. Die ausgewählten Bewerber/innen haben darauf zu achten, dass ihre Reiseroute innerhalb dieses Rahmens machbar ist. 

 

Für beide Optionen gilt:

  • Außer in den nachstehend genannten Fällen ist das Reisebudget auf 260 Euro begrenzt.
  • Storno- oder Umbuchungskosten werden nicht erstattet.
  • Die Europäische Kommission übernimmt keinerlei Zusatzkosten (z. B. Aufschläge) oder während der Reise anfallende Kosten.

Ausgewählte Bewerber/innen, die nach Zypern und Malta reisen möchten, werden gebeten, das der Agentur mitzuteilen. Die in Anhang 1 aufgeführten Kontingente gelten für Reisende aus Zypern und Malta. Dieselben Kontingente gelten für ausgewählte Bewerber/innen, die nach Zypern und Malta reisen möchten. Die Flugtickets werden nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ gebucht.

Ausgewählte Bewerber/innen, die eine flexible Reisebuchung wünschen und eine Reise in die baltischen Staaten planen, sollten der Agentur mitteilen, dass sie eines dieser Länder besuchen möchten. Möglicherweise wird dann eine zusätzliche Fahrt genehmigt.

Für junge Menschen, die in ihrem Wohnsitzland der Wehr- oder Zivildienstpflicht unterliegen, wird der Reisezeitraum um maximal sechs Monate nach Ende ihrer Dienstzeit verlängert.

9. Verkehrsmittel

Die ausgewählten Bewerber/innen reisen in der Regel per Bahn. Damit jedoch möglichst viele junge Menschen teilnehmen können, werden auch alternative Verkehrsträger wie Fähren und Busse sowie Umweltaspekte, Zeit- und Entfernungsfaktoren berücksichtigt. Die Tickets gelten für die 2. Klasse.

Flugreisen sind nur in Ausnahmefällen gestattet. Dies gilt für junge Menschen

  • mit Wohnsitz in den neun Gebieten in äußerster Randlage (d. h. Guadeloupe, Französisch Guyana, Martinique, La Réunion, Mayotte, Saint-Martin, Madeira, Azoren oder Kanarische Inseln),
  • mit Wohnsitz in Ländern/Regionen, die mit den vorgenannten Verkehrsmitteln (Bahn, Fähre und Bus) nicht zu erreichen sind,
  • die bis zur Überschreitung der Grenze des Ausgangslandes ihrer Reise eine Fahrt von mehr als 18 Stunden auf dem Land- oder Seeweg zurücklegen müssen.

Nur die Hin- und Rückreise darf mit dem Flugzeug erfolgen. Für den Rest der Reise gelten die normalen Regeln (Bahn oder alternative Verkehrsmittel).

Junge Menschen aus den Gebieten in äußerster Randlage können jedes zulässige Reiseziel beliebig auswählen. Die Gebiete in äußerster Randlage sind auch ein mögliches Reiseziel. Allerdings darf das Reisebudget von 260 Euro nicht überschritten werden.

Ausgewählte Bewerber/innen mit Wohnsitz auf Zypern oder Malta dürfen mit dem Flugzeug reisen.

10. Maximaler Wert der Travel-Pässe

Die ausgewählten Bewerber/innen erhalten nur die Tickets zu den ausgewählten Reisezielen. Für Unterkunft, Verpflegung, Versicherung, Aufschläge und andere Reisekosten müssen sie selbst aufkommen.

Grundsätzlich hat jede(r) ausgewählte Bewerber/in Anspruch auf einen Travel-Pass im Wert von höchstens 260 Euro. Die Tickets gelten nur für die 2. Klasse oder Economy-Klasse. In den folgenden Sonderfällen kann der Höchstbetrag jedoch überschritten werden:

  • Für ausgewählte Bewerber/innen aus den neun Gebieten in äußerster Randlage (d. h. Guadeloupe, Französisch Guyana, Martinique, La Réunion, Mayotte, Saint-Martin, Madeira, Azoren und Kanarische Inseln), die aufs europäische Festland reisen. Nach Ankunft auf dem Kontinent gelten die Basisbestimmungen.
  • Für ausgewählte Bewerberinnen/Bewerbern außerhalb der vorgenannten Gebiete in äußerster Randlage, die mit dem Flugzeug aufs europäische Festland reisen müssen. Nach Ankunft auf dem Kontinent gelten die Basisbestimmungen.
  • In bestimmten Situationen, die einzeln geprüft werden (z. B. flexible Buchung von Reisen in die/aus den baltischen Staaten oder Reisende mit Wohnsitz in Irland und auf anderen Inseln, die Teil der EU sind), wird möglicherweise eine zusätzliche Fahrt mit Zug/Fähre/Bus gestattet.
  • Bei Teilnehmerinnen/Teilnehmern mit eingeschränkter Mobilität und/oder besonderen Bedürfnissen: Möglicherweise werden die Kosten für besondere Hilfeleistungen (Begleitperson, Blindenhund usw.) übernommen, sofern der besondere Bedarf gemäß den nationalen Rechtsvorschriften des Wohnsitzlandes nachgewiesen wird.

11. Zeitplan

Start der Bewerbungsfrist  2. Mai 2019, 12.00 Uhr MESZ
Ende der Bewerbungsfrist 16. Mai 2019, 12.00 Uhr MESZ
Bewertungsausschuss Ende Mai 2019 
Mitteilung der Entscheidung Mitte Juni 2019
Frühester Reiseantritt 1. August 2019
Letzter Rückreisetermin 31. Januar 2020

12. Rücktritt und Stornierung der Reise durch den/die ausgewählte(n) Bewerber/in

Der Travel-Pass wird namentlich ausgestellt und ist unter keinen Umständen übertragbar. Der auf dem Travel-Pass vermerkte Name darf nicht geändert werden.

Verzichtet ein(e) ausgewählte(r) Bewerber/in auf die Reise, bevor die Agentur den Travel-Pass im Auftrag der Europäischen Kommission gebucht hat, wird sein/ihr Platz an die nächste Person auf der Reserveliste in absteigender Rangfolge vergeben. Vor jeglicher Buchung ist der Auftragnehmer zu kontaktieren.

Tritt ein Gruppenmitglied (Gruppenleiter/in oder Gruppenmitglied) zurück, bevor der von der Europäischen Kommission beauftragte Auftragnehmer den Travel-Pass gebucht hat, bleibt die Gruppenreise davon unberührt. Die verbleibenden Gruppenmitglieder können ihre Reise wie geplant antreten. Es kann jedoch niemand den Platz der zurückgetretenen Person einnehmen. Die Europäische Kommission gibt diesen ungenutzten Travel-Pass an die nächste Person auf der Reserveliste in absteigender Rangfolge weiter.

Es ist zulässig, dass einzelne Mitglieder einer Gruppe letztendlich beschließen, alleine zu reisen. Das hat keine Auswirkungen auf die Gruppenreise.

Sobald die Travel-Pässe gebucht sind, gehen sämtliche Storno- oder Umbuchungsgebühren zulasten der ausgewählten Bewerber/innen.

13. Höhere Gewalt

Muss die Reise aufgrund unvorhersehbarer außergewöhnlicher Umstände oder Ereignisse, die nicht in der Macht des Teilnehmers/der Teilnehmerin stehen und nicht durch einen Fehler oder eine Fahrlässigkeit seinerseits/ihrerseits verschuldet wurden, unterbrochen werden, wird gegebenenfalls ein neuer Travel-Pass ausgestellt. Der Auftragnehmer der Europäischen Kommission bewertet diese außergewöhnlichen Umstände von Fall zu Fall.

14. Berichterstattung über die Reise

Die Europäische Kommission möchte, dass die ausgewählten Bewerber/innen ihre Erfahrungen und Abenteuer mit anderen teilen und über ihre Reise berichten. Sobald sie ausgewählt sind, werden die jungen Reisenden zu Botschafterinnen/Botschaftern der Initiative „DiscoverEU“. In dieser Eigenschaft sollen sie von ihren Reiseerlebnissen berichten, zum Beispiel über soziale Medien wie Instagram, Facebook oder Twitter oder bei einem Vortrag in ihrer Schule oder in ihrer Gemeinde. Zu diesem Zweck wurde eine Facebook-Gruppe eingerichtet, der die ausgewählten Bewerber/innen beitreten können. Die jungen Reisenden werden auch gebeten, nach Abschluss der Reise an einer Umfrage des Auftragnehmers der Europäischen Kommission teilzunehmen.

15. Haftungsausschluss

Wie vorstehend dargelegt, übernimmt die Europäische Kommission lediglich die Kosten für die Travel-Pässe. Für Unterkunft, Verpflegung, Versicherung, Aufschläge und andere Reisekosten müssen die ausgewählten Bewerber/innen daher selbst aufkommen. Der Versicherungsschutz wird nicht durch die Europäische Kommission geboten. Er liegt in der alleinigen Verantwortung der ausgewählten Bewerber/innen.

Die Europäische Kommission und ihr Auftragnehmer können nicht für Schäden haftbar gemacht werden, die durch eine(n) ausgewählten Bewerber/in verursacht werden oder diesem/dieser entstehen, auch nicht für Schäden, die durch Dritte verursacht werden oder Dritten bei der Durchführung der finanzierten Aktivitäten oder als Folge davon entstehen.

Die Europäische Kommission und ihr Auftragnehmer können für mögliche materielle, immaterielle oder physische Schäden der ausgewählten Bewerber/innen oder ihrer Begleitpersonen während ihrer Reise oder ihres Aufenthalts nicht haftbar gemacht werden.

Die gewünschte Reise hängt von Sachzwängen wie verfügbaren Haushaltsmitteln, Terminvorgaben und der Verfügbarkeit von Fahrkarten ab. Daher sind Änderungen nicht ausgeschlossen. Die im Auftrag der Europäischen Kommission tätige externe Agentur kann nicht garantieren, dass die Reise in der gewünschten Form stattfindet.

Den ausgewählten Bewerberinnen/Bewerbern wird nahegelegt, für die gesamte Reisedauer eine angemessene Kranken- und Reiseversicherung abzuschließen. Eine Krankengrundversicherung während der DiscoverEU-Reise ist in der Regel über die Europäische Krankenversicherungskarte gewährleistet, die von der Krankenversicherung im Heimatland der Teilnehmer/innen ausgestellt wird. Die Deckung der Europäischen Krankenversicherungskarte oder der privaten Krankenversicherung reicht aber möglicherweise nicht immer aus, insbesondere wenn eine Rückführung oder ein besonderer medizinischer Eingriff notwendig wird. Für solche Fälle ist eine Zusatzversicherung empfehlenswert.

Unter außergewöhnlichen Umständen behält sich die Europäische Kommission eine Änderung der unter den Punkten 10 und 11 festgelegten Regeln vor.

16. Anwendbares Recht

Dieser Wettbewerb unterliegt dem EU-Recht. Für alle Streitigkeiten zwischen der Union und einem Begünstigten über Auslegung, Anwendung oder Gültigkeit der Wettbewerbsregeln, die nicht gütlich beigelegt werden können, ist allein der Gerichtshof der Europäischen Union zuständig.

17. Datenschutz

Die erforderlichen Angaben werden ausschließlich zum Zwecke der Auswahl der Teilnehmer/innen und der Buchung der Tickets verwendet.

Alle personenbezogenen Daten werden von der Kommission gemäß der Verordnung (EG) Nr. 45/2001 und den „Meldungen der Verarbeitungsvorgänge“ an den Datenschutzbeauftragten (DSB) der Kommission verarbeitet (öffentlich zugänglich im Register des DSB). Diese Daten werden von der „für die Verarbeitung der Daten verantwortlichen Stelle“ der Europäischen Kommission zum Zwecke des Wettbewerbs, seiner Durchführung und etwaiger Folgemaßnahmen oder zum Schutz der finanziellen Interessen der EU verarbeitet.

Der Datenschutzerklärung zur Initiative „DiscoverEU“ können die Bewerber/innen entnehmen, wie ihre personenbezogenen Daten im Rahmen der Initiative verarbeitet und geschützt werden. Sie finden diese Datenschutzerklärung unter: https://europa.eu/youth/privacy_en

Die Bewerber/innen können sich jederzeit an den Europäischen Datenschutzbeauftragten wenden.

18. Beschwerden

Ein Beschwerdeformular ist auf der Website des von der Europäischen Kommission mit der Buchung der Travel-Pässe beauftragten Unternehmens abrufbar. Die ausgewählten Bewerber/innen werden bei der Buchung ihrer Tickets über diese Möglichkeit informiert.

Weitere Informationen

Antworten auf deine Fragen zu DiscoverEU findest du möglicherweise in den „Häufig gestellten Fragen“. Falls nicht, klick auf „Frag uns!“. So kommst du direkt mit uns in Kontakt. Unser Ziel ist es, alle Fragen innerhalb von fünf Arbeitstagen zu beantworten.
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