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„DiscoverEU“ – Wettbewerbsregeln


„DiscoverEU“ – Wettbewerbsregeln




1. Beschreibung

„DiscoverEU“, eine Initiative der Europäischen Union auf Vorschlag des Europäischen Parlaments, soll jungen Menschen im Alter von 18 Jahren die Möglichkeit geben, die Vorteile der Freizügigkeit innerhalb der EU zu nutzen, die Vielfalt der europäischen Regionen zu entdecken, ihren kulturellen Reichtum zu genießen und Menschen aus ganz Europa und letztendlich auch sich selbst besser kennenzulernen. 

Im Rahmen dieser Initiative wird die Europäische Kommission mindestens 12 000 junge Menschen auswählen, die am 31. Dezember 2018 18 Jahre alt sind. Sie wird ihnen Travel-Pässe zur Verfügung stellen, damit sie zwischen dem 15. April 2019 und dem 31. Oktober 2019 für einen Zeitraum von höchstens einem Monat die Europäische Union bereisen können.

Die ausgewählten Bewerber/innen werden in der Regel mit der Bahn reisen. Um jedoch sicherzustellen, dass möglichst viele junge Menschen teilnehmen können, sollte das Projekt auch alternative Verkehrsträger wie Fähren und Busse vorsehen und Umweltaspekten, dem zeitlichen Gesichtspunkt und den Entfernungen Rechnung tragen.

In Ausnahmefällen und wenn keine anderen Verkehrsmittel zur Verfügung stehen, sind Flugreisen erlaubt. So können auch junge Menschen an der Initiative teilnehmen, die in entlegenen Gebieten oder auf Inseln leben.

2. Zulassungskriterien

Die jungen Bewerber/innen müssen folgende Kriterien erfüllen, um förderfähig zu sein:

  • Sie sind am 31. Dezember 2018 18 Jahre alt, d. h. sie sind zwischen dem 1. Januar 2000 (einschließlich) und dem 31. Dezember 2000 (einschließlich) geboren.
  • Sie besitzen die Staatsangehörigkeit eines Landes, das zum Zeitpunkt des Vergabebeschlusses Mitglied der Europäischen Union ist.
  • Sie haben auf dem Online-Bewerbungsformular die Nummer ihres Personalausweises oder Reisepasses korrekt angegeben.

Ausgewählte Bewerber/innen dürfen nur unter folgenden Voraussetzungen ihre Reise antreten:

  • Sie beginnen ihre Reise in einem Land, das zum Zeitpunkt des Vergabebeschlusses Mitglied der Europäischen Union ist.
  • Sie möchten für einen Zeitraum von einem Tag bis zu 30 Tagen unterwegs sein.
  • Sie möchten mindestens ein anderes Land besuchen, das zum Zeitpunkt des Vergabebeschlusses Mitglied der Europäischen Union ist.
  • Sie sind bereit, als Botschafter/in über DiscoverEU zu berichten. 

Bewerber/innen, die die Zulassungskriterien nicht erfüllen, werden bei der Vergabe nicht berücksichtigt. 

DiscoverEU ist eine vorbereitende Maßnahme des Europäischen Parlaments mit dem Ziel, jungen Menschen, die das 18. Lebensjahr erreichen, Reise- und Mobilitätsmöglichkeiten anzubieten. Die Maßnahme konzentriert sich absichtlich auf junge Menschen dieses Alters, weil es den Übergang zum Erwachsenenalter markiert und für die Unionsbürgerschaft wichtig ist.

3. Bewerbungsverfahren

Die Bewerbung für die DiscoverEU-Initiative läuft über ein spezielles Online-Bewerbungsformular auf dem Europäischen Jugendportal. Vor Beginn und nach Ablauf der Frist können keine Bewerbungen eingereicht werden.

Das Bewerbungsverfahren umfasst sieben Schritte:

  1. Die Bewerber/innen durchlaufen zunächst eine Zulässigkeitsprüfung, in deren Rahmen sie aufgefordert werden, ihr Geburtsdatum und ihre Staatsangehörigkeit einzugeben. Stimmen die Daten nicht mit den unter Punkt 2 aufgeführten „Zulassungskriterien“ überein, können die Bewerber/innen nicht zum nächsten Schritt übergehen. Sie werden darüber hinaus gebeten, sich mit den Wettbewerbsregeln einverstanden zu erklären und dem Speichern ihrer persönlichen Daten für die Zwecke des DiscoverEU-Wettbewerbs sowie einer Kontaktaufnahme im Zusammenhang mit DiscoverEU durch die Europäische Kommission oder zu diesem Zweck von der Europäischen Kommission autorisierte Organisationen zuzustimmen.
  2. Die Bewerber/innen müssen angeben, ob sie alleine oder in einer Gruppe von maximal fünf Personen reisen möchten.
  3. Die Bewerber/innen müssen eine gültige E-Mail-Adresse angeben. Danach erhalten sie eine automatische E-Mail vom Europäischen Jugendportal, mit der die Gültigkeit der E-Mail-Adresse überprüft wird. Die Überprüfung ist notwendig, da die Kommunikation nach der Auswahl der Bewerber/innen per E-Mail erfolgt. Indem sie die Bewerber/innen auffordert, ihre E-Mail-Adresse zu bestätigen, verhindert die Europäische Kommission die missbräuchliche Nutzung der E-Mail-Adressen durch Dritte. 
  4. Nach Bestätigung ihrer E-Mail-Adresse müssen die Bewerber/innen das Formular ausfüllen. Zunächst müssen sie persönliche Angaben machen: Staatsangehörigkeit, Geburtsdatum, Vorname, Nachname, Geschlecht, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Wohnsitzland, Region, Beschäftigung und Nummer des Personalausweises/Reisepasses. Junge Menschen mit eingeschränkter Mobilität und/oder besonderen Bedürfnissen erhalten die Möglichkeit, Angaben zu ihrem Hilfebedarf zu machen.
  5. Nach der Angabe ihrer persönlichen Daten müssen alle Bewerber/innen fünf Multiple-Choice-Fragen zum Europäischen Jahr des Kulturerbes 2018, zu den EU-Initiativen für junge Menschen und zu den Wahlen zum Europäischen Parlament beantworten. Am Ende müssen sie eine Stichfrage beantworten. Es werden bis zur Höhe der verfügbaren Haushaltsmittel Plätze vergeben. Abhängig von den gegebenen Antworten wird eine Rangfolge der Bewerber/innen erstellt.
  6. Im nächsten Schritt machen die Bewerber/innen weitere Angaben zu ihren Reiseplänen (d. h. geplantes Abreisedatum, Reiseerfahrungen innerhalb der EU und ohne Eltern, erwartete Lernergebnisse, gewünschte Aktivitäten und Art der Kenntnisnahme von DiscoverEU). Die in dieser Rubrik gemachten Angaben sind nicht bindend und haben keinerlei Auswirkungen auf das Auswahlverfahren. Die erfassten Daten dienen statistischen Zwecken und haben informativen Wert für die Europäische Kommission, damit diese die DiscoverEU-Initiative weiter verbessern kann. 
  7. Alle Bewerber/innen erhalten über das Europäische Jugendportal eine Bestätigungsmail, sobald sie ihre Bewerbung eingereicht haben. Darin wird die Registrierung bestätigt. Außerdem enthält die Mail den Bewerbercode und Angaben zum Veröffentlichungstermin des Vergabebeschlusses.

Alle Bewerber/innen erhalten nach dem Abschicken ihrer Bewerbung einen Code. Möchte ein(e) Bewerber/in Freunde zu seiner/ihrer Gruppe einladen, wird er/sie Gruppenleiter/in und teilt den anderen Mitgliedern der Gruppe den Code für die Registrierung mit. Mit dem weitergeleiteten Code müssen sich die Gruppenmitglieder online registrieren und ihre persönlichen Daten angeben. Die Gruppenmitglieder beantworten nicht die Quizfragen und die Stichfrage. Nur der/die Gruppenleiter/in nimmt am Quiz teil.

Selbst wenn Bewerber/innen bei der Anmeldung angegeben haben, dass sie alleine reisen, können sie nach Abschicken ihrer Bewerbung noch Freunde hinzufügen, solange sie dies vor Ablaufen der Frist nach dem oben beschriebenen Verfahren tun.

Eine Gruppenbewerbung gilt als Einzelbewerbung. Nur Gruppenmitglieder, die beim Ausfüllen des Bewerbungsformulars den an sie weitergeleiteten Code angegeben haben, werden bei der Auswahl berücksichtigt. Gruppenmitglieder dürfen sich nicht einzeln registrieren.

Die Gruppen können sich aus Personen unterschiedlicher Nationalitäten mit unterschiedlichen Wohnorten zusammensetzen.

Pro Person darf nur eine Bewerbung eingereicht werden. Nur die erste auf dem Europäischen Jugendportal registrierte Bewerbung wird für die Auswahl berücksichtigt. Mehrfachregistrierungen von Gruppen sind ebenfalls nicht zulässig. Nur die erste Gruppenbewerbung wird berücksichtigt. Einzelpersonen dürfen sich nicht in verschiedenen Gruppen gleichzeitig bewerben.

Werden zu irgendeinem Zeitpunkt Mehrfachbewerbungen ermittelt, wird nur die erste auf dem Europäischen Jugendportal erfasste Bewerbung berücksichtigt.

Junge Menschen, die im Rahmen der ersten Bewerbungsrunde im Juni 2018 mit einem DiscoverEU-Travel-Pass gereist sind, dürfen sich nicht noch einmal bewerben. Dies wird zum Zeitpunkt der Einreichung der Bewerbung geprüft. Werden zu irgendeinem Zeitpunkt der Durchführung der Initiative von der Europäischen Kommission oder dem von ihr mit der Buchung der Reisen beauftragten Auftragnehmer Bewerbungen von jungen Menschen ermittelt, die im Rahmen der ersten Bewerbungsrunde einen DiscoverEU-Travel-Pass erhalten haben, werden diese Bewerber/innen disqualifiziert.

4. Auswahlverfahren und Vergabekriterien

Die Travel-Pässe werden nach Quoten für die einzelnen EU-Mitgliedstaaten vergeben. Die Verteilung der Travel-Pässe richtet sich nach dem Bevölkerungsanteil jedes EU-Mitgliedstaates an der EU-Gesamtbevölkerung. Die Anzahl verfügbarer Travel-Pässe pro EU-Mitgliedstaat ist Anhang 1 zu entnehmen.

Die Auswahl erfolgt auf Grundlage der im Registrierungsformular angegebenen Staatsangehörigkeit des Bewerbers/der Bewerberin. Sind die Kontingente in einzelnen Ländern nicht ausgeschöpft, werden die verbleibenden Travel-Pässe auf die Länder verteilt, in denen die Anzahl der Bewerber/innen die festgelegten Kontingente übersteigt.

Die Staatsangehörigkeit des Gruppenleiters/der Gruppenleiterin ist ausschlaggebend für die Anrechnung auf die Quote. Steht für eine Staatsangehörigkeit eine Gruppe an letzter Stelle der Teilnehmerliste und ist das Kontingent für diese Staatsangehörigkeit damit ausgeschöpft, wird die ganze Gruppe ausgewählt.

Die Bewerber/innen müssen zunächst die Zulässigkeitsprüfung (Geburtsdatum und Unionsbürgerschaft, siehe Punkte 2 und 3) durchlaufen. Diese Überprüfung erfolgt automatisch bei der Bewerbung. Die Angaben werden vom Auftragnehmer der Europäischen Kommission gegengeprüft. Stellt der Auftragnehmer bei der Überprüfung des Ausweisdokuments des Bewerbers/der Bewerberin fest, dass diese(r) falsche Angaben gemacht hat, wird er/sie vom Wettbewerb ausgeschlossen.

Sind alle Zulassungskriterien erfüllt, wird anhand der Antworten auf die fünf Multiple-Choice-Fragen und die Stichfrage geprüft, ob die Bewerber/innen auch die Vergabekriterien erfüllen. Im Falle einer Gruppenbewerbung beantwortet nur der/die Gruppenleiter/in die fünf Quizfragen und die Stichfrage.

Die Bewerber/innen werden nach Staatsangehörigkeit gruppiert. Ihre Rangfolge richtet sich zunächst danach, ob alle fünf Quizfragen richtig beantwortet wurden, und dann nach der Antwort auf die Stichfrage.

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist werden die Ergebnisse vom Europäischen Jugendportal extrahiert und den Mitgliedern des Bewertungsausschusses zur abschließenden Prüfung vorgelegt. 

Bei gleichrangigen Einzel- oder Gruppenbewertungen, deren Anzahl das für die betreffende Staatsangehörigkeit vorgesehene Kontingent übersteigt, vergibt die Europäische Kommission die Plätze in chronologischer Reihenfolge („Windhundverfahren“).

5. Bewertungsausschuss

Der aus Kommissionsbediensteten zusammengesetzte Bewertungsausschuss tritt Ende Dezember 2018 zusammen. Er trifft auf Grundlage der oben genannten Vergabekriterien eine Auswahl. Abhängig von den Ergebnissen des Quiz und der Stichfrage sowie von dem Kontingent pro Mitgliedstaat erstellt der Ausschuss eine endgültige Rangfolge der ausgewählten Bewerber/innen, die Travel-Pässe erhalten. Nach Abschluss der Auswahl wird eine Reserveliste erstellt. In die Reserveliste aufgenommene Bewerber/innen erhalten eventuell Travel-Pässe, wenn entsprechende Haushaltsmittel verfügbar werden oder ausgewählte Bewerber/innen auf den Travel-Pass verzichten (siehe Punkt 7).

Auf Grundlage der Bewertung des Ausschusses fasst die Kommission den Vergabebeschluss, der Informationen über die Anzahl verfügbarer Travel-Pässe und die dafür gebundenen Haushaltsmittel, eine Liste der ausgewählten Bewerber/innen und die Reserveliste enthält.

6. Benachrichtigung über die Ergebnisse

Zwischen Donnerstag, dem 10. Januar 2019 und Donnerstag, dem 17. Januar 2019 werden alle Bewerber/innen per E-Mail benachrichtigt, ob sie

  • als „ausgewählte Bewerber/innen“ Travel-Pässe erhalten oder
  • nicht ausgewählt wurden und auf der Reserveliste stehen.

Nach Benachrichtigung der ausgewählten Bewerber/innen wird die Teilnehmerliste an den externen Auftragnehmer der Europäischen Kommission weitergeleitet, der daraufhin die Travel-Pässe bucht. Jede weitere Kommunikation läuft zwischen diesem externen Auftragnehmer und den ausgewählten Bewerberinnen/Bewerbern. Weitere Informationen finden sich unter Punkt 8.

Ab Mitte Januar 2019 können die Bewerber/innen auf dem Europäischen Jugendportal überprüfen, ob sie ausgewählt wurden. Zum Schutz der personenbezogenen Daten gemäß der Verordnung (EG) Nr. 45/2001 werden nur die Codes veröffentlicht, die den Bewerberinnen/Bewerbern bei Einreichen ihrer Bewerbung auf dem Europäischen Jugendportal zugeteilt wurden.

7. Reserveliste

Alle nicht ausgewählten Bewerber/innen werden in eine Reserveliste aufgenommen und dort in absteigender Rangfolge (abhängig von der Beantwortung der Quizfragen und der Stichfrage) aufgeführt. Ziehen ausgewählte Bewerber/innen ihre Bewerbung zurück oder kosten die Travel-Pässe weniger als vorgesehen, kann die Europäische Kommission bis zur vollständigen Verwertung der verfügbaren Mittel Travel-Pässe an Bewerber/innen auf der Reserveliste vergeben. Die Inanspruchnahme der Haushaltsmittel wird monatlich überprüft.

Die Aufnahme in die Reserveliste begründet keinerlei Anspruch gegenüber der Europäischen Kommission und garantiert nicht, dass Bewerber/innen zu einem späteren Zeitpunkt ausgewählt werden.

Nicht ausgewählte Bewerber/innen auf der Reserveliste werden gegebenenfalls von dem mit der Reisebuchung beauftragten Auftragnehmer der Europäischen Kommission kontaktiert und zur Registrierung auf der Buchungsplattform aufgefordert. Erst gegen Ende des Projekts kontaktierte Bewerber/innen von der Reserveliste können keine Erstattung für bereits gebuchte Reisen geltend machen und auch keine Verlängerung der Reisedauer beantragen.

8. Buchung der Travel-Pässe und Reisedaten

Die ausgewählten Bewerber/innen müssen ihre Reise in einem Land beginnen, das zum Zeitpunkt des Vergabebeschlusses Mitglied der Europäischen Union ist. Sie sollten mindestens ein anderes Land besuchen (anderes Land als ihr Heimatland), das zum Zeitpunkt des Vergabebeschlusses Mitglied der Europäischen Union ist. Die Reisedauer muss zwischen einem Tag und einem Monat betragen. Die Reise muss zwischen dem 15. April 2019 und dem 31. Oktober 2019 erfolgen.

Die Travel-Pässe für die ausgewählten Bewerber/innen werden von einem von der Europäischen Kommission beauftragten externen Auftragnehmer gebucht, gekauft und übermittelt. Die ausgewählten Bewerber/innen dürfen unter keinen Umständen Tickets selbst oder über ein anderes Reisebüro buchen. Separat gekaufte Tickets werden nicht erstattet. 

Der externe Auftragnehmer der Europäischen Kommission kontaktiert die ausgewählten Bewerber/innen und gibt ihnen Zugang zu einem Online-Buchungsformular, das sie zum Erhalt ihres Travel-Passes ausfüllen müssen. Der Auftragnehmer wählt die wettbewerbsfähigsten und am besten geeigneten Verkehrsunternehmen.

Die ausgewählten Bewerber/innen haben grundsätzlich die Wahl zwischen zwei Buchungsoptionen:

Flexible Reisebuchung

Feste Reisebuchung

Die Reisedaten bleiben flexibel. Der Travel-Pass hat trotzdem ein Anfangsdatum. Ab diesem Anfangsdatum ist der Travel-Pass einen Monat gültig.

You will have to select fixed travel dates and fixed destinations which cannot be modified once your booking form has been submitted.

Die ausgewählten Bewerber/innen können über einen Zeitraum von höchstens einem Monat an einer bestimmten Anzahl von Reisetagen reisen. Bei der flexiblen Reisebuchung können beliebig viele EU-Länder bereist werden.

Über einen Zeitraum von höchstens einem Monat können maximal zwei Länder bereist werden, die zum Zeitpunkt des Vergabebeschlusses Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind. Das Ausgangsland und die Transitländer zählen nicht dazu.

Die Reisetage können aufeinanderfolgen oder über den gesamten Reisezeitraum verteilt werden. Zulässig sind Reisen an Bord von Zügen europäischer Eisenbahnunternehmen sowie von Fähren und anderen Verkehrsmitteln, die von dem externen Auftragnehmer der Europäischen Kommission ausgewählt werden. In manchen Zügen ist eine Reservierung erforderlich. Diese Reservierungen müssen die Reisenden im Reisezeitraum selbst vornehmen. Die Europäische Kommission übernimmt keinerlei Zusatzkosten für Reservierungen oder andere während der Reise anfallende Kosten.  

Bei dieser Option fallen keine Reservierungskosten an, aber das Reisekostenbudget beträgt 260 Euro und darf nicht überschritten werden. Die ausgewählten Bewerber/innen müssen sicherstellen, dass ihre Reiseroute innerhalb dieses Rahmens machbar ist. 

 

Für beide Optionen gilt:

  • Außer in den nachstehend genannten Fällen ist das Reisebudget auf 260 Euro begrenzt.
  • Kosten für Stornierung und Umbuchungen werden nicht erstattet.
  • Die Europäische Kommission übernimmt keinerlei Zusatzkosten (z. B. Aufschläge) oder während der Reise anfallende Kosten.

Ausgewählte Bewerber/innen, die nach Zypern und Malta reisen möchten, sollten dies dem Auftragnehmer mitteilen. Die in Anhang 1 aufgeführten Kontingente gelten für Reisende aus Zypern und Malta. Dieselben Kontingente gelten für ausgewählte Bewerber/innen, die nach Zypern und Malta reisen möchten. Die Flugtickets werden in chronologischer Reihenfolge (nach dem Windhundverfahren) gebucht.

Ausgewählte Bewerber/innen, die eine flexible Reisebuchung wünschen und eine Reise in die baltischen Staaten planen, sollten den Auftragnehmer ebenfalls davon in Kenntnis setzen, dass sie eines dieser Länder besuchen möchten. Möglicherweise ist dann eine zusätzliche Fahrt erlaubt.

Beim Reisezeitraum gelten Ausnahmen für junge Menschen, die in ihrem Wohnsitzland einem obligatorischen Wehr- oder Zivildienst unterliegen. In diesem Fall wird der Reisezeitraum verlängert, und zwar bis zu sechs Monate nach Abschluss ihres Dienstes.

9. Verkehrsmittel

Die ausgewählten Bewerber/innen werden in der Regel mit der Bahn reisen. Um jedoch sicherzustellen, dass möglichst viele junge Menschen teilnehmen können, sollte das Projekt auch alternative Verkehrsträger wie Fähren und Busse vorsehen und Umweltaspekten, dem zeitlichen Gesichtspunkt und den Entfernungen Rechnung tragen. Die Tickets gelten für die 2. Klasse.

Nur in Ausnahmefällen können auch Flugreisen erlaubt werden. Dies gilt für junge Menschen

  1. mit Wohnsitz in den neun Gebieten in äußerster Randlage (d. h. Guadeloupe, Französisch Guyana, Martinique, La Réunion, Mayotte, Saint-Martin, Madeira, Azoren oder Kanarische Inseln);
  2.  mit Wohnsitz in Ländern/Regionen, die mit den zuvor erwähnten Verkehrsmitteln nicht zu erreichen sind (Bahn, Fähre und Bus);
  3. die bis zur Überschreitung der Grenze des Ausgangslandes ihrer Reise eine Fahrt von mehr als 18 Stunden auf dem Land- oder Seeweg zurücklegen müssen.

Nur die Hin- und Rückreise darf mit dem Flugzeug erfolgen. Für den Rest der Reise gelten die normalen Regeln (Bahn oder alternative Verkehrsmittel). 

Junge Menschen aus den Gebieten in äußerster Randlage können aus allen Reisezielen wählen, die den Bedingungen entsprechen.  Die Gebiete in äußerster Randlage sind auch ein mögliches Reiseziel. Allerdings muss das Reisebudget von 260 Euro eingehalten werden.

Ausgewählte Bewerber/innen mit Wohnsitz in Zypern oder Malta dürfen mit dem Flugzeug reisen.

10. Maximaler Wert der Travel-Pässe

Die ausgewählten Bewerber/innen erhalten nur die Reisetickets zu den gewählten Reisezielen. Für Unterkunft, Verpflegung, Versicherung, Aufschläge und andere Reisekosten müssen die ausgewählten Bewerber/innen selbst aufkommen.

Grundsätzlich hat jede(r) ausgewählte Bewerber/in Anspruch auf einen Travel-Pass im Wert von höchstens 260 Euro. Die Tickets gelten nur für die 2. Klasse bzw. „Economy“. Dieser Betrag kann jedoch in den folgenden Fällen höher ausfallen:

  • Für die Reise ausgewählter Bewerber/innen aus den neun Gebieten in äußerster Randlage (d. h. Guadeloupe, Französisch Guyana, Martinique, La Réunion, Mayotte, Saint-Martin, Madeira, Azoren und Kanarische Inseln) zum europäischen Festland. Nach der Landung auf dem europäischen Kontinent gelten die Grundregeln.
  • Bei ausgewählten Bewerberinnen/Bewerbern außerhalb der Gebiete in äußerster Randlage, die mit dem Flugzeug zum europäischen Festland reisen müssen. Nach der Landung auf dem europäischen Kontinent gelten die Grundregeln.
  • Unter besonderen Umständen, die im Einzelfall zu bewerten sind (z. B. flexible Reisebuchung für Reisen in die/aus den baltischen Staaten oder Reisende mit Wohnsitz in Irland und anderen Inseln, die Teil der EU sind), ist möglicherweise eine zusätzliche Fahrt mit Zug/Fähre/Bus abgedeckt.
  • Bei ausgewählten Bewerberinnen/Bewerbern mit eingeschränkter Mobilität und/oder besonderen Bedürfnissen: Möglicherweise werden die Kosten für besondere Hilfeleistungen (Begleitperson, Blindenhund usw.) übernommen, sofern angemessene Unterlagen zur Rechtfertigung der besonderen Bedürfnisse im Einklang mit den nationalen Rechtsvorschriften des Wohnsitzlandes vorgelegt werden.

11. Zeitplan

Start der Bewerbungsfrist  29. November 2018, 12.00 Uhr MEZ
Ende der Bewerbungsfrist 11. Dezember 2018, 12.00 Uhr MEZ
Bewertungsausschuss Ende Dezember 2018 
Mitteilung der Entscheidung Mitte Januar 2018
Frühester Reiseantritt 15. April 2019
Letzter Rückreisetermin 31. Oktober 2019

12. Rücktritt und Stornierung der Reise durch den/die ausgewählte(n) Bewerber/in

Der Travel-Pass wird namentlich ausgestellt und ist unter keinen Umständen übertragbar. Der auf dem Ticket vermerkte Name kann nicht geändert werden.

Tritt ein(e) ausgewählte(r) Bewerber/in aus irgendwelchen Gründen zurück, bevor der von der Europäischen Kommission beauftragte externe Auftragnehmer den Travel-Pass gebucht hat, wird sein/ihr Platz an die nächste Person auf der Reserveliste in absteigender Rangfolge vergeben. Vor jeglicher Buchung ist der Auftragnehmer zu kontaktieren.

Tritt ein Gruppenmitglied (Gruppenleiter/in oder Gruppenmitglied) zurück, bevor der von der Europäischen Kommission beauftragte Auftragnehmer den Travel-Pass gebucht hat, bleibt die Gruppenreise davon unberührt. Die verbleibenden Gruppenmitglieder können ihre Reise wie vorgesehen antreten. Es kann jedoch niemand den Platz der zurückgetretenen Person einnehmen. Die Europäische Kommission überträgt dieses ungenutzte Ticket auf die nächste Person in der Reserveliste in absteigender Rangfolge.

Tritt der/die Gruppenleiter/in zurück, muss die Gruppe eine(n) neue(n) Leiter/in benennen, der/die als Ansprechpartner/in für den externen Auftragnehmer der Europäischen Kommission fungiert.

Es ist zulässig, dass einzelne Mitglieder einer Gruppe eventuell alleine reisen, ohne dass sich dies auf die Gruppenreise auswirkt.

Nach der Buchung gehen alle Stornierungs- oder Umbuchungsgebühren zulasten der ausgewählten Bewerber/innen.

13. Höhere Gewalt

Muss die Reise aufgrund unvorhersehbarer außergewöhnlicher Umstände oder Ereignisse, die sich der Kontrolle des Teilnehmers/der Teilnehmerin entziehen und nicht durch einen Fehler oder Fahrlässigkeit seinerseits/ihrerseits verschuldet wurden, unterbrochen werden, wird gegebenenfalls ein neuer Travel-Pass ausgestellt. Der Auftragnehmer der Europäischen Kommission bewertet diese außergewöhnlichen Umstände im Einzelfall.

14. Berichterstattung über die Reise

Die Europäische Kommission möchte, dass die ausgewählten Bewerber/innen über ihre Reise berichten, und ermutigt die jungen Reisenden, ihre Erfahrungen und Abenteuer mit anderen zu teilen. Sobald sie ausgewählt sind, werden die jungen Reisenden zu Botschafterinnen/Botschaftern der Initiative „DiscoverEU“. Als solche werden sie gebeten, über ihre Reiseerlebnisse zu berichten, zum Beispiel über soziale Medien wie Instagram, Facebook oder Twitter oder bei einem Vortrag in ihrer Schule oder in ihrer Gemeinde. Zu diesem Zweck wurde eine Facebook-Gruppe eingerichtet, der die ausgewählten Bewerber/innen beitreten können. Die jungen Reisenden müssen nach Abschluss der Reise an einer Umfrage des Auftragnehmers der Europäischen Kommission teilnehmen.

15. Haftungsausschluss

Wie vorstehend erläutert, wird die Europäische Kommission lediglich die Kosten für die Travel-Pässe übernehmen. Für Unterkunft, Verpflegung, Versicherung, Aufschläge und andere Reisekosten müssen die ausgewählten Bewerber/innen selbst aufkommen. Der Versicherungsschutz wird nicht durch die Europäische Kommission gewährleistet und liegt in der alleinigen Verantwortung der ausgewählten Bewerber/innen.

Die Europäische Kommission und ihr Auftragnehmer können nicht für Schäden haftbar gemacht werden, die durch eine(n) ausgewählten Bewerber/in verursacht werden oder diesem/dieser entstehen, und auch nicht für Schäden, die durch Dritte verursacht werden oder Dritten bei der Durchführung der finanzierten Aktivitäten oder als Folge davon entstehen.

Die Europäische Kommission und ihr Auftragnehmer können für eventuelle materielle, immaterielle oder physische Schäden der ausgewählten Bewerber/innen oder etwaiger Begleitpersonen auf der Reise oder während ihres Aufenthalts nicht haftbar gemacht werden.

Die gewünschte Reise unterliegt Einschränkungen hinsichtlich der verfügbaren Haushaltsmittel, Zeit und Verfügbarkeit von Fahrkarten. Daher sind Änderungen nicht ausgeschlossen, und der externe Auftragnehmer der Europäischen Kommission kann nicht garantieren, dass die Reise in der gewünschten Form stattfinden kann.

Den ausgewählten Bewerberinnen/Bewerbern wird nahegelegt, für die gesamte Reisedauer eine angemessene Kranken- und Reiseversicherung abzuschließen. Eine Krankengrundversicherung ist in anderen EU-Mitgliedstaaten in der Regel über die Europäische Krankenversicherungskarte gewährleistet, die von der nationalen Krankenversicherung der Teilnehmer/innen ausgestellt wird. Die Deckung der Europäischen Krankenversicherungskarte oder der privaten Krankenversicherung reicht aber möglicherweise nicht immer aus, insbesondere wenn eine Rückführung oder ein besonderer medizinischer Eingriff notwendig ist. In diesen Fällen ist eine Zusatzversicherung empfehlenswert. 

Unter außergewöhnlichen Umständen behält sich die Europäische Kommission eine Änderung der unter den Punkten 10 und 11 festgelegten Regeln vor.

16. Anwendbares Recht

Dieser Wettbewerb unterliegt dem EU-Recht. Für alle Streitigkeiten zwischen der Union und einem Begünstigten über Auslegung, Anwendung oder Gültigkeit der Wettbewerbsregeln, die nicht gütlich beigelegt werden können, ist allein der Gerichtshof der Europäischen Union zuständig.

17. Datenschutz

Die geforderten Angaben werden ausschließlich für die Zwecke der Auswahl der Teilnehmer/innen und der Buchung der Tickets erhoben.

Alle personenbezogenen Daten werden von der Kommission gemäß der Verordnung (EG) Nr. 45/2001 und den „Meldungen der Verarbeitungsvorgänge“ an den Datenschutzbeauftragten (DSB) der Kommission verarbeitet (öffentlich zugänglich im Register des DSB). Diese Daten werden von der „für die Verarbeitung der Daten verantwortlichen Stelle“ der Europäischen Kommission für die Zwecke des Wettbewerbs, seiner Durchführung und etwaiger Folgemaßnahmen oder zum Schutz der finanziellen Interessen der EU verarbeitet.

Der Datenschutzerklärung zur Initiative „DiscoverEU“ können die Bewerber/innen entnehmen, wie ihre personenbezogenen Daten im Rahmen der Initiative  verarbeitet und geschützt werden. Sie finden diese Datenschutzerklärung unter:  https://europa.eu/youth/privacy_en

Die Bewerber/innen können sich auch jederzeit an den Europäischen Datenschutzbeauftragten wenden.

18. Beschwerden

Auf der Website des von der Europäischen Kommission mit der Buchung der Travel-Pässe beauftragten Unternehmens wird ein Beschwerdeformular zur Verfügung gestellt. Die ausgewählten Bewerber/innen werden bei der Buchung ihrer Tickets über diese Möglichkeit informiert.

Weitere Informationen

Antworten auf deine Fragen zu DiscoverEU findest du möglicherweise in den „Häufig gestellten Fragen“. Falls nicht, klick auf „Frag uns!“. So kommst du direkt mit uns in Kontakt. Unser Ziel ist es, alle Fragen innerhalb von fünf Arbeitstagen zu beantworten.
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