Zuletzt überprüft : 16/07/2018

Elektronische Auftragsvergabe

Britischer Beschluss zur Anwendung von Artikel 50 EUV: Mehr Informationen

Ab dem 30.März 2019 gilt das EU-Recht nicht mehr für das Vereinigte Königreich, sofern nicht in einem ratifizierten Austrittsabkommen ein anderer Termin festgelegt wird oder der Europäische Rat und das Vereinigte Königreich gemeinsam eine Verlängerung des zweijährigen Verhandlungszeitraums beschließen. Weitere Informationen über die rechtlichen Konsequenzen für Unternehmen:

Durch das elektronische Beschaffungswesen wird die Vergabe öffentlicher Aufträge nicht nur einfacher, sondern auch effizienter und transparenter. Außerdem wird der Zugang zu Marktchancen verbessert.

Der Übergang zur elektronischen Auftragsvergabe soll noch vor Oktober 2018 abgeschlossen sein. Ab dann spätestens wird es möglich sein, Angebote bei allen öffentlichen Auftraggebern in der EU elektronisch einzureichen. Der Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen wird bereits jetzt durch digitale Hilfsmittel vereinfacht.

Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) – weniger Verwaltungsaufwand für Bieter

In der Einheitlichen Europäischen Eigenerklärung (EEE) machen Sie Angaben zur finanziellen Situation Ihres Unternehmens sowie zu seiner Befähigung und Eignung zur Teilnahme an einem Vergabeverfahren (d. h. Sie erklären, dass Sie Steuern gezahlt haben, dass Ihre Finanzkraft ausreichend ist und dass Sie nicht vorbestraft sind). Seit April 2016 ist die EEE verpflichtend. Sie kann auf Papier oder elektronisch über den Dienst eEEE (sofern verfügbar) eingereicht werden.

Nutzung des Dienstes (eEEE)

Füllen Sie online das Formular aus und reichen Sie es elektronisch mit Ihrem Angebot ein. Die Vorlage auf Papier ist noch bis zum 18. April 2018 möglich. Bei Einreichen Ihres Angebots über EEE werden zunächst keine Originaldokumente verlangt. Nur die erfolgreichen Bieter müssen Nachweise erbringen.

Bis jetzt ist der eEEE-Dienst der Europäischen Kommission für öffentliche Auftraggeber und Wirtschaftsakteure kostenlos. Künftig wird von den EU-Ländern erwartet, dass sie diesen Dienst auf nationaler Ebene anbieten.

Bieter können vom Verfahren ausgeschlossen oder rechtlich belangt werden, wenn sie die Angaben in der EEE stark verfälscht oder Informationen zurückgehalten haben oder die Angaben nicht belegen können.

e-Certis - erforderliche Nachweise in den EU-Ländern

Der Online-Dienst eEEE ist auch mit e-Certisen verknüpft, einem Kartierungstool, mit dessen Hilfe Sie ermitteln und vergleichen können, welche Nachweise für öffentliche Ausschreibungen in der EU erforderlich sind.

Nutzung des Dienstes

Geben Sie in der e-Certis-Datenbank die Beschreibung des gesuchten Dokuments ein und wählen Sie dann ein Land aus. Die Suchfunktion steht in allen EU-Amtssprachen zur Verfügung.

Die Informationen der Datenbank stammen von den nationalen Behörden und werden regelmäßig aktualisiert.

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