Zuletzt überprüft : 19/09/2018

Zahlungsdienste

Britischer Beschluss zur Anwendung von Artikel 50 EUV: Mehr Informationen

Ab dem 30.März 2019 gilt das EU-Recht nicht mehr für das Vereinigte Königreich, sofern nicht in einem ratifizierten Austrittsabkommen ein anderer Termin festgelegt wird oder der Europäische Rat und das Vereinigte Königreich gemeinsam eine Verlängerung des zweijährigen Verhandlungszeitraums beschließen. Weitere Informationen über die rechtlichen Konsequenzen für Unternehmen:

Zahlungen tätigen und erhalten

Die EU-Rechtsvorschriften sorgen dafür, dass Sie und Ihre Kunden elektronische Transaktionen einfach abwickeln können. Nach den Vorschriften für grenzüberschreitende Zahlungen in Euro und Schwedischen Kronen innerhalb der EU dürfen Banken Ihnen oder Ihren Kunden keine höheren Gebühren auferlegen als für gleichartige inländische Transaktionen. Diese Regelung gilt auch für Banken in EU-Ländern außerhalb des Euro-Raums.

Zusatzgebühren bei Kartenzahlung sind nicht zulässig

Sie dürfen Ihren Kunden keine zusätzlichen Gebühren für die Nutzung einer Kredit- oder Debitkarte berechnen. Dies gilt für alle Einkäufe mit Karte in Geschäften und online – und in der gesamten EU. 

Fallbeispiel

Ein Unternehmen, das Tickets verkauft und vertreibt, berechnet seinen Kunden 6 Euro Gebühren, wenn sie ein Ticket online kaufen. Ein unzufriedener Kunde wandte sich an die Verbraucherzentrale vor Ort. Diese bestätigte, dass der Aufschlag nicht zulässig sei. Die Verbraucherzentrale forderte das Ticketunternehmen auf, den Aufschlag aus ihrem Online-Zahlungstool zu entfernen.

Dritte Zahlungsdienstleister (TPP)

Wenn Ihr Unternehmen eine der folgenden Leistungen anbietet, gelten auch für Sie die neuen EU-Rechtsvorschriften zu zahlungsbezogenen Dienstleistungen: 

In diesen Fällen können Verbraucher und Unternehmen Ihnen Zugang zu ihren Zahlungsdaten gewähren. Sie können Zahlungsdaten nicht über den Kunden allein einsehen, sondern nur nach vorheriger Identifizierung durch die Bank des Kunden. 

Bis September 2019 müssen die Banken Kanäle oder Tools eingerichtet haben, über die Sie Zugang zu Kundeninformationen erhalten. Auf diese Weise kann die Bank Sie identifizieren und über eine sichere Verbindung mit Ihnen kommunizieren.

Fallbeispiel

Ein Startup-Unternehmen möchte eine App entwickeln, die es ermöglicht, Zahlungen aus verschiedenen Quellen über eine einzige App abzuwickeln. Wenn im September 2019 die Vorschriften vollständig umgesetzt sind, müssen in der EU ansässige Banken dem Startup-Unternehmen Zugang zu den Zahlungsdaten ihrer Kunden geben, sofern diese ihre ausdrückliche Zustimmung dazu gegeben haben. 

EU-Recht

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