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Europäische Kommission - Erklärung

Gemeinsame Erklärung der Europäischen Kommission und der Hohen Vertreterin anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni 2019

Brüssel, 19. Juni 2019

„Im Jahr 2018 wurden weltweit 70,8 Millionen Menschen vertrieben und mussten vor Konflikten, Menschenrechtsverletzungen, Verfolgung, Naturkatastrophen und den Auswirkungen des Klimawandels fliehen – 29,4 Millionen davon sind Flüchtlinge oder Asylsuchende. Heute bekräftigen wir unser starkes und langjähriges humanitäres Engagement zum Schutz der Rechte besonders schutzbedürftiger Menschen, die fliehen und ihre Heimat verlassen müssen.

Die Bekämpfung von Vertreibung erfordert eine globale und inklusive Partnerschaft, in der sich die gesamte internationale Gemeinschaft und nicht nur einige Aufnahmeländer und Geber Solidarität und Verantwortung teilen.

Europa ist und bleibt ein sicherer Hafen für Menschen, die internationalen Schutz benötigen. Seit 2015 haben die EU-Mitgliedstaaten mehr als 1,9 Mio. Menschen den Schutzstatus zuerkannt.

Als weltweit führender Geber von Entwicklungshilfe vergibt die EU 80 % ihrer humanitären Hilfe zugunsten von Vertriebenen und ihren Aufnahmegemeinschaften in über 40 Ländern. Dies geht Hand in Hand mit Entwicklungshilfe und unserer Arbeit zur Konfliktprävention, zur Stärkung der Rechtsstaatlichkeit und zur Förderung von Frühwarn- und Präventionsmaßnahmen.

Von Syrien bis zum Südsudan, von Myanmar bis Venezuela arbeiten wir auf dauerhafte Lösungen hin, um Frieden und Stabilität zu sichern. Bislang haben die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten seit dem Ausbruch des Konflikts im Jahr 2011 Unterstützung in Höhe von beinahe 17 Mrd. EUR für syrische Vertriebene in Syrien, vor allem aber für syrische Flüchtlinge und ihre Aufnahmegemeinschaften in der Region – besonders in der Türkei, im Libanon und in Jordanien – bereitgestellt.

Entlang der zentralen Mittelmeerroute werden unsere Bemühungen zur Bekämpfung von Menschenhandel und Schleusung, zur Rettung von Menschenleben, zur Verbesserung der prekären Lage von Flüchtlingen und Migranten, zur Evakuierung von Schutzbedürftigen und zur Schaffung legaler Einreisemöglichkeiten unvermindert fortgesetzt. Viel zu viele Menschen sind gefährdet und sollten dringend in Sicherheit gebracht werden. Über unsere gemeinsame Taskforce Afrikanische Union – Europäische Union – Vereinte Nationen wurden mehr als 3600 Personen, die internationalen Schutz benötigen, mit Blick auf ihre Neuansiedlung aus Libyen evakuiert, und 40 489 schutzbedürftige Personen wurden bei ihrer sicheren Rückkehr nach Hause unterstützt.

Solange Flüchtlinge beim Versuch, sich in Sicherheit zu bringen, ihr Leben verlieren, müssen wir unsere Arbeit fortsetzen. Wir werden weiterhin die Menschenrechte von Flüchtlingen innerhalb und außerhalb Europas in Zusammenarbeit mit den Partnerländern und internationalen Organisationen schützen, um mehr sichere und legale Wege für Schutzbedürftige zu schaffen.“ Seit 2015 haben zwei erfolgreiche EU-Neuansiedlungsprogramme dazu beigetragen, dass beinahe 60 000 besonders gefährdete Personen, die internationalen Schutz benötigen, Zuflucht in der EU gefunden haben. Diese Arbeit muss fortgesetzt werden.“

Weitere Informationen

Factsheet - Forced displacement: refugees, asylum-seekers and internally displaced people (IDPs)

Factsheet – Delivering on resettlement

Website - Nothilfe-Treuhandfonds der EU für Afrika

Website - EU-Fazilität für Flüchtlinge in der Türkei

Website - Regionaler Treuhandfonds der Europäischen Union als Reaktion auf die Syrienkrise

STATEMENT/19/3056

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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