Navigation path

Left navigation

Additional tools

Europäische Kommission - Erklärung

Erklärung der Hohen Vertreterin/Vizepräsidentin Federica Mogherini und des für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement zuständigen Mitglieds der Europäischen Kommission Christos Stylianides zum Welttag der humanitären Hilfe 2017

Brüssel, 18. August 2017

Die Europäische Union (EU) setzt sich für die Sicherheit humanitärer Helfer ein. Sie schließt sich alljährlich zum Welttag der humanitären Hilfe der globalen Kampagne an, mit der die humanitären Helfer gewürdigt werden, die Tag für Tag ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen, um das anderer zu retten. Am Welttag der humanitären Hilfe wird der Opfer des Anschlags auf das UN-Hauptquartier in Bagdad (Irak) im Jahr 2003 gedacht, bei dem 22 humanitäre Helfer ums Leben kamen.

Die Hohe Vertreterin/Vizepräsidentin Federica Mogherini und Kommissionsmitglied Christos Stylianides gaben folgende Erklärung ab:

„Wir leben in einer Zeit, die zunehmend von unzähligen Angriffen und von Gewalt gegen unschuldige Menschen überall auf der Welt geprägt ist. Dies sollte nie zur neuen Normalität werden, die wir unwidersprochen hinnehmen.

Oft sind gerade humanitäre Helfer, die ihr Leben riskieren, um andere zu retten, Ziele von Gewalttätigkeit. Dies haben wir erst vergangene Woche in der Zentralafrikanischen Republik und unzählige Male in Syrien erleben müssen.

Im Vorfeld des Welttags der humanitären Hilfe würdigen und ehren wir all jene, die ihr Leben riskieren, um den Opfern von Kriegen und Naturkatastrophen in der ganzen Welt zu helfen. Wir würdigen den Mut aller Männer und Frauen, die sich weiterhin selbstlos für andere einsetzen.

In lang andauernden Konflikten, in denen das Kriegsvölkerrecht ignoriert und mit Füßen getreten wird, ist es nie leicht, aber immer unverzichtbar, Hilfe zu leisten. Humanitäre Helfer sollten in der Lage sein, ungehindert zu arbeiten, um denen zu helfen, die am dringendsten Hilfe benötigen.

Leider sind in den letzten zwanzig Jahren mehr als 4000 humanitäre Helfer Opfer von Anschlägen geworden. Mehr als ein Drittel davon kamen dabei ums Leben. Diese unsinnigen Anschläge sind eine schwerwiegende Verletzung des humanitären Völkerrechts.

Wir werden uns durch diese Anschläge nicht davon abbringen lassen, uns weiter für diejenigen einzusetzen, die Hilfe benötigen.

Die EU nimmt weltweit eine führende Rolle im Bereich der humanitären Hilfe ein und engagiert sich für die Förderung des globalen Verständnisses und der Einhaltung des humanitären Völkerrechts und der humanitären Grundsätze.“

Hintergrund

Im Jahr 2016 mobilisierte die EU 2,1 Mrd. EUR, um mehr als 120 Millionen Menschen in über 80 Ländern auf der ganzen Welt zu helfen. Dies war das bisher umfangreichste Budget der EU für humanitäre Hilfe. Mit diesen Mitteln wurde den Bedürftigsten geholfen, zu denen Menschen, die von den schweren Krisen in Syrien, im Jemen und im Südsudan sowie in der Tschadseeregion betroffen sind, ebenso gehören wie die Opfer von Naturkatastrophen wie El Niño, dem tropischen Wirbelsturm Winston in Fidschi, der Dürre in Papua-Neuguinea oder dem Erdbeben in Ecuador.

Die EU trägt durch Interessenvertretung und politische Maßnahmen wie Dialog, Erklärungen und Initiativen sowie mit Finanzmitteln zur Sicherstellung des Zugangs zu humanitärer Hilfe zur weltweiten Achtung und Einhaltung des humanitären Völkerrechts bei. Sie finanziert dessen Verbreitung bei einem breiten Spektrum von Interessenträgern sowie Maßnahmen, die darauf abzielen, dass humanitäre Helfer stärker für das humanitäre Völkerrecht eintreten können, und sie führt diesbezüglich groß angelegte Sensibilisierungskampagnen in der breiten Öffentlichkeit durch.

Weitere Informationen:

Website der Europäischen Kommission, Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz (ECHO)

Website des für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement zuständigen EU-Kommissars Christos Stylianides

Welttag der humanitären Hilfe 2017

ECHO-Informationsblätter Humanitäres Völkerrecht

Aktive Solidarität

STATEMENT/17/2582

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


Side Bar