Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR DA ES NL IT SV PT FI EL

IP/99/743

Brüssel, den 13. Oktober 1999

Die Kommission schlägt eine neue Initiative zur Bekämpfung von Diskriminierung am Arbeitsplatz vor (EQUAL)

Die Europäische Kommission hat gerade den Entwurf der neuen Gemeinschaftsinitiative EQUAL genehmigt, der die Leitlinien für den Zeitraum 2000-2006 darlegt und die Ziele, den Geltungsbereich und die Umsetzungsmethoden für die Initiative beschreibt. Wie in der neuen Verordnung über die Strukturfonds angegeben, besteht das Ziel von EQUAL in der "transnationalen Zusammenarbeit zur Förderung neuer Methoden zur Bekämpfung von Diskriminierungen und Ungleichheiten jeglicher Art im Zusammenhang mit dem Arbeitsmarkt". Den Bedürfnissen von Asylbewerbern hinsichtlich des Zugangs zu den Arbeitsmärkten und der sozialen Eingliederung soll auf andere Weise entsprochen werden. Die vom Europäischen Sozialfonds (ESF) finanzierte Initiative ist Bestandteil der europäischen Beschäftigungsstrategie und räumt mit ihrer bereichsübergreifenden Thematik deutlich einem aktiven und präventiven Konzept der Chancengleichheit für alle Priorität ein. Die Mitgliedstaaten haben sicherzustellen, daß dieser horizontale thematische Ansatz vorrangig denjenigen zugute kommt, die den wichtigsten Formen von Diskriminierungen und Ungleichheiten (aus Gründen des Geschlechts, der Rasse, der ethnischen Herkunft, einer Behinderung, des Alters, der sexuellen Ausrichtung oder einer geringen Qualifikation) ausgesetzt sind. Mit ihrem transnationalen Charakter und der Bedeutung, die sie den Tätigkeiten im Bereich von Vernetzung und Nutzbarmachung zuerkennt, will EQUAL einen Arbeitsmarkt begünstigen, der allen offensteht, und zu diesem Zweck neue Umsetzungsmodalitäten erproben, vorbildliche Verfahren herausstellen und für eine gute Verbreitung der Ergebnisse sorgen, die nutzbar gemacht werden können.

Die Gemeinschaftsinitiative ist die erste Aktion, die von dem für Beschäftigung, Soziales und den Europäischen Sozialfonds zuständigen Kommissionsmitglied Anna DIAMANTOPOULOU eingeleitet wird.

EQUAL schließt sich an die Initiativen BESCHÄFTIGUNG und ADAPT an, verfolgt jedoch in bezug auf die Faktoren, die zu Ungleichheiten und Diskriminierungen führen, einen stärker integrierten, multidimensionalen neuen Ansatz. Die Initiative stützt sich auf - geographische oder sektorale - "Entwicklungspartnerschaften", die wiederum auf Themenbereiche gerichtet sind, die mit den vier Schwerpunkten der europäischen Beschäftigungsstrategie in Verbindung stehen.

Diese vor Ort verankerten Partnerschaften, die Partner aus dem öffentlichen und dem privaten Sektor sowie Vertreter von Verbänden und Vereinigungen zusammenführen, sollen die Träger der gemeinsamen Dynamik der Mitgliedstaaten zugunsten der Beschäftigung sein: durch eine bessere Sichtbarmachung der jährlich festgelegten Leitlinien auf lokaler Ebene; durch verstärkte Überlegungen, Tätigkeiten und Austauschmaßnahmen auf transnationaler Ebene; durch systematische Anstrengungen zur Nutzbarmachung der erfaßten vorbildlichen Verfahren; durch die Schaffung thematischer Netze, die auf nationaler und transnationaler Ebene einzurichten sind; durch das deutliche Bemühen um Umsetzung und Mainstreaming der Beschäftigungspolitiken der verschiedenen Mitgliedstaaten sowie der gemeinsamen Strategie.

Das von der Kommission genehmigte Dokument beschreibt genau die Aktionen, die Auswahlleitlinien, die Modalitäten der länderübergreifenden Zusammenarbeit sowie die Mechanismen für eine Verbreitung und Umsetzung der vorbildlichen Verfahren. Es legt die Bedingungen der Ausarbeitung, der Vorlage und der Genehmigung der Programme im Rahmen von EQUAL ebenso dar wie die Modalitäten der Begleitung und Bewertung. Die Initiative verfügt für den Zeitraum 2000-2006 über Haushaltsmittel in Höhe von €2.750 Millionen.

Nach Genehmigung des Entwurfs durch die Kommission kann der Ausschuß des Europäischen Sozialfonds gehört und das Dokument im Europäischen Parlament und in den übrigen Gemeinschaftsinstitutionen im Hinblick auf eine endgültige Annahme durch die Kommission zu Beginn des Jahres 2000 erörtert werden. Der erste Aufruf zur Einreichung von Projekten könnte gegen Ende des Jahres 2000 lanciert werden.


Side Bar