Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR PL

Europäische Kommission - Pressemitteilung

Kohäsionspolitik: EU investiert 880 Mio. EUR in die Verbesserung des polnischen Eisenbahnsystems

Brüssel, 4. Oktober 2019

Die Kommission hat zwei große kohäsionspolitische Projekte zur Verbesserung des Schienennetzes in Polen angenommen, die dessen Kapazität, Geschwindigkeit und Sicherheit erhöhen sollen. Beide Projekte sollten ab Januar 2023 einsatzbereit sein und den Schienenverkehr als sauberen und wettbewerbsfähigen Verkehrsträger im Land fördern.

Der für Nachbarschaftspolitik, Erweiterungsverhandlungen und Regionalpolitik zuständige EU-Kommissar Johannes Hahn erklärte: „Nahtlose Eisenbahnverbindungen für den Personen- und Güterverkehr werden den territorialen Zusammenhalt in Polen stärken und dabei langfristig die Luftqualität im Land verbessern. Dies ist eine weitere Erfolgsgeschichte der Kohäsionspolitik.“

Fast 838 Mio. EUR für den Ausbau der Schienenverbindungen zwischen Schlesien und Łódź

Im Zuge der von der EU finanzierten Arbeiten wird ein 214,5 km langer Abschnitt des Eisenbahnkorridors zwischen den Städten Chorzów Batory (Woiwodschaft Schlesien) und Zduńska Wola Karsznice (Woiwodschaft Łódź) modernisiert, der zum transeuropäischen Verkehrsnetz gehört. Dies bringt Verbesserungen sowohl für den Güter- als auch für den Personenverkehr mit sich, weil die Sicherheit erhöht und der Zugang für Personen mit eingeschränkter Mobilität erleichtert wird.

Das Projekt umfasst die Erneuerung des Gleisbetts, die Stärkung der Fundamente unter den Gleisen sowie die Modernisierung und den Bau von Brücken und Viadukten. Insgesamt werden die Fahrtzeiten für den Güterverkehr um 37 Minuten und für den interregionalen Personenverkehr durch diese EU-Investitionen um knapp 30 Minuten verkürzt.

Mehr als 43 Mio. EUR zur Verbesserung des Güterverkehrs in Polen

Auf diese Weise soll die Anschaffung von mehr als 930 Flachwagen zur Beförderung von Containern auf der Schiene möglich gemacht werden. Diese Flachwagen werden auf 91 Routen zwischen See- und Landterminals eingesetzt und bedienen das gesamte polnische Staatsgebiet.

Damit soll der Güterverkehr von der Straße auf die Schiene verlagert werden, was wiederum die CO2-Emissionen senken und die Sicherheit im Straßenverkehr durch ein niedrigeres LKW-Aufkommen verbessern soll.

Hintergrund

Polen ist der größte Empfänger von Mitteln aus dem Kohäsionsfonds. Seit dem EU-Beitritt des Landes 2004 wurden aus Mitteln der Kohäsionspolitik 12 200 km neue oder verbesserte Straßen, der Zugang zu Breitbanddiensten für 9,1 Millionen Menschen und die Schaffung von 151 000 Arbeitsplätzen finanziert.

Im nächsten langfristigen EU-Haushalt wird Polen weiterhin der größte Empfänger kohäsionspolitischer Mittel sein. Die Kommission schlägt vor, mehr als 72 Mrd. EUR aus Mitteln der Kohäsionspolitik zu investieren, um die Umgestaltung der polnischen Wirtschaft zu fördern und sie umweltfreundlicher, wettbewerbsfähiger und innovativer zu machen. Vor allem werden diese EU-Investitionen eine wichtige Rolle bei der weiteren Verbesserung des täglichen Lebens der Menschen in Polen spielen – durch bessere Infrastruktur, Breitbandabdeckung, Verkehrs- und Energieeffizienz, Gesundheitsdienstleistungen und Luftqualität.

Weitere Informationen

EU-Mittel in Polen 2014-2020

EU-Investitionen in Polen seit 2004

Der Vorschlag der Kommission für die künftige Kohäsionspolitik 2021-2027

 

 

IP/19/5969

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


Side Bar