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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Kommission leitet zwei Projekte zur Förderung der Zusammenarbeit und Innovation in rumänischen Regionen und Städten ein

Brüssel, 8. August 2019

Die Kommission leitet in Zusammenarbeit mit der rumänischen Regierung und der Weltbank zwei Projekte zur Bereitstellung von Fachwissen für die rumänischen Regionen und Städte ein.

Im Rahmen des ersten Projekts werden die Experten der Kommission und der Weltbank den rumänischen Kreishauptstädten dabei helfen, die Verbindungen zu ihren Randgebieten zu stärken und EU-Mittel für Projekte zu nutzen, die dem gesamten städtischen Raum und nicht nur dem wichtigsten Wirtschaftszentrum zugutekommen. So werden die Experten untersuchen, wie städtische Verkehrsnetze ausgebaut werden können oder die Zusammenarbeit bei öffentlichen Dienstleistungen verbessert werden kann, um diese Dienste besser zugänglich zu machen.

Im Rahmen des zweiten Projekts wird eine Expertengruppe acht rumänische Regionen dabei unterstützen, ihre Innovationsfähigkeit zu verbessern und die Zusammenarbeit zwischen Forschungszentren und Unternehmen im Hinblick auf die Entwicklung innovativer Produkte für den Markt zu stärken. Dieses Projekt ist Teil der „Aufholinitiative“, die Regionen mit niedrigem Einkommen und geringem Wachstum dabei hilft, zur übrigen EU aufzuschließen.

Der für die Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsverhandlungen sowie Regionalpolitik zuständige EU-Kommissar Johannes Hahn erklärte: „Rumänien wird aus dem nächsten langfristigen EU-Haushalt 2021-2027 umfangreiche Mittel erhalten, um in die nachhaltige Stadtentwicklung zu investieren. Die Zusammenarbeit der Experten der Kommission und der Weltbank mit den rumänischen Behörden wird dazu beitragen, dass diese Investitionen Früchte tragen. Parallel dazu werden wir den rumänischen Regionen maßgeschneiderte Unterstützung anbieten, damit sie ihre Stärken nutzen, untereinander zusammenarbeiten und innovativer werden können.“

Bessere Zusammenarbeit zwischen den rumänischen Kreishauptstädten und ihren Randgebieten

Das Projekt soll die Städte bei der Entwicklung gemeinsamer Projekte in folgenden Bereichen unterstützen: öffentlicher Nahverkehr, Umwelt und Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung, Unternehmertum und Bildung. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Bürgerinnen und Bürgern bessere Dienstleistungen angeboten und öffentliche Mittel effizienter genutzt werden und dass positive Übertragungseffekte auch kleinere Städte im Umland erreichen.

Konkret werden die Experten der Kommission und der Weltbank die rumänischen Städte dabei unterstützen, Bereiche mit hohem Potenzial für interkommunale Zusammenarbeit zu ermitteln, gemeinsame Projekte zu konzipieren, EU-Mittel optimal einzusetzen und günstige administrative Voraussetzungen für eine dauerhafte Zusammenarbeit zwischen den Partnern zu schaffen.

Das Projekt erhält 500 000 EUR aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Bis Ende dieses Jahres werden die Experten einen Bericht mit konkreten Empfehlungen herausgeben, die Rumänien helfen sollen zu planen, wie die für Investitionen in Städten und in die regionale Innovation im nächsten langfristigen EU-Haushalt 2021-2027 bereitgestellten Mittel in Höhe mehrerer Milliarden Euro eingesetzt werden.

Innovativere Regionen

Die rumänischen Regionen erhalten von Kommission und Weltbank maßgeschneidertes Fachwissen, um ihre Forschungsprojekte besser zu vermarkten, Kapazitäten für den Technologietransfer aufzubauen, Arbeitsplätze in Forschung und Innovation (FuI) zu schaffen und Innovation in lokalen kleinen und mittleren Unternehmen zu fördern. Die Experten werden den Regionen dabei helfen,

  • ausgewählte, vielversprechende Forschungsteams aus den nordöstlichen und nordwestlichen Regionen zu unterstützen und ihre innovativen Ideen auf den Markt zu bringen,
  • den Transfer und die Verbreitung von Wissen und neuen Technologien zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen zu erleichtern,
  • die Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Hand und dem privatem Sektor zu fördern und öffentlichen Forschungseinrichtungen aus den nordöstlichen und nordwestlichen Regionen dabei zu helfen, FuI-Dienstleistungen für Unternehmen auszubauen und zu verbessern,
  • Unternehmer aus allen rumänischen Regionen dabei zu unterstützen, die wirtschaftliche Tragfähigkeit ihrer Prototypen im Hinblick auf den Aufbau eines soliden Bestands an Projekten, die in Zukunft europäische und nationale Fördermittel erhalten können, zu testen und zu verbessern.

Das Projekt wird bis Ende 2020 mit einem Budget von 2 Mio. EUR aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung durchgeführt. Aus dem regionalen operationellen Programm 2014-2020 stehen noch 110 Mio. EUR zur Verfügung, um Forschungstätigkeiten im Zusammenhang mit der intelligenten Spezialisierung und dem Technologietransfer zu unterstützen.

Hintergrund

Mit der Aufholinitiative der Kommission soll untersucht werden, wodurch Wachstum und Investitionen in Regionen mit niedrigem Einkommen und geringem Wachstum in der EU gebremst werden und wie EU-Mittel am besten eingesetzt werden können, um diese Herausforderungen anzugehen.

Im Jahr 2016 wurde mithilfe der Gemeinsamen Forschungsstelle eine Pilotphase in den nordöstlichen und nordwestlichen Regionen Rumäniens gestartet mit dem Ziel, deren Strategien für intelligente Spezialisierung, d. h. auf lokalen Wettbewerbsvorteilen basierende regionale Industrie- und Innovationsstrategien, zu entwickeln, zu aktualisieren und zu verfeinern; daraus ging eine Reihe von Projekten hervor, die derzeit finanziert werden.http://ec.europa.eu/regional_policy/sources/docgener/guides/smart_spec/strength_innov_regions_en.pdf

Diese Projekte fließen in die Konzeption der neuen kohäsionspolitischen Programme ein. Für den Zeitraum 2021-2027 hat die Kommission eine Gesamtzuweisung von mehr als 30,8 Mrd. EUR aus Mitteln der Kohäsionspolitik an Rumänien vorgeschlagen, d. h. 6,1 Mrd. EUR mehr als im laufenden Programmplanungszeitraum.

IP/19/4993

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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