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Europäische Kommission - Pressemitteilung

EU stockt humanitäre Hilfe auf und genehmigt Haushaltsmittel in Rekordhöhe für 2019

Brüssel, 16. Januar 2019

Da immer mehr Menschen weltweit mit humanitären Krisen zu kämpfen haben, hat die EU ein erstes Budget für humanitäre Hilfe für 2019 angenommen, das mit 1,6 Mrd. EUR eine Rekordhöhe erreicht.

Aufgrund von langanhaltenden Konflikten im Nahen Osten und Afrika bis hin zu den zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels weltweit verschärfen sich die humanitären Krisen drastisch, wobei Konflikte eine ernste Bedrohung für die die Bereitstellung von Hilfe für die Bedürftigsten darstellen.

„Mit diesem neuen Budget bleibt die EU weiterhin ein führender Geber humanitärer Hilfe in Krisensituationen wie in Syrien und Jemen. Humanitäre Hilfe allein kann nicht alle Probleme lösen, aber wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um die am stärksten gefährdeten Menschen zu unterstützen. Dies ist unsere humanitäre Verpflichtung. Wir müssen außerdem die Auswirkungen dieser vielen Krisen auf Kinder und die nächste Generation bedenken. Aus diesem Grund werden 10 % der neuen Haushaltsmittel, d. h. 10-mal mehr als im Jahr 2015, der Bildung in Notsituationen gewidmet, um für Kinder die Voraussetzungen zu schaffen, auf denen sie eine bessere Zukunft aufbauen können“, erklärte Christos Stylianides‚ EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement.

Der größte Teil des Haushalts wird für die Bewältigung der Krise in Syrien, für Flüchtlinge in den Nachbarländern und die äußerst kritische Lage im Jemen bereitgestellt. In Afrika fließen die EU-Mittel in die Unterstützung der Bevölkerung in den von den Krisen betroffenen Regionen im Südsudan, in der Zentralafrikanischen Republik und dem Tschadseebecken sowie in der Demokratischen Republik Kongo, in der es erneut zu einem Ebola-Ausbruch gekommen ist, und in Regionen, die unter Nahrungsmittel- und Ernährungskrisen leiden, wie etwa die Sahelzone.

In Lateinamerika werden mit EU-Mitteln die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen unterstützt, die von der Krise in Venezuela und dem anhaltenden Konflikt in Kolumbien betroffen sind. Die Europäische Union wird außerdem weiterhin in Afghanistan Unterstützung leisten und für die Rohingya sowohl in Myanmar als auch in Bangladesch Hilfe bereitstellen. In Europa werden sich die humanitären Bemühungen der EU auf die vom Konflikt in der Ukraine betroffene Bevölkerung konzentrieren.

Angesichts der zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels werden die EU-Mittel die anfälligen Gemeinschaften in den katastrophengefährdeten Ländern dabei unterstützen, sich besser auf verschiedene Klimaschocks wie Dürren, Überschwemmungen und Wirbelstürme vorzubereiten.

Hintergrund

Die humanitäre Hilfe der EU ist unparteiisch und unabhängig und wird ausschließlich bedarfsorientiert und im Einklang mit den humanitären Grundsätzen der Menschlichkeit, Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit geleistet. Die EU unterstützt mit ihrer humanitären Hilfe weltweit Millionen von Menschen in Not. Die EU-Hilfe wird über Partnerorganisationen wie UN-Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und die Familie des Roten Kreuzes umgesetzt, die Partnerschaftsabkommen mit der Europäischen Kommission geschlossen haben. Die Kommission überwacht die Verwendung von EU-Mitteln über ihr weltweites Netz von Experten für humanitäre Hilfe und verfügt über strenge Vorschriften, um sicherzustellen, dass die Mittel sinnvoll verwendet werden.

 

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*Aktualisiert am 16.1.2019 um 18:20 Uhr

IP/19/426

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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