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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Eurobarometer-Umfrage Herbst 2016: Einwanderung und Terrorismus werden weiterhin als die wichtigsten Herausforderungen für die EU wahrgenommen

Brüssel, 22. Dezember 2016

Die Europäerinnen und Europäer betrachten Einwanderung und Terrorismus weiterhin als die größten Herausforderungen, vor denen die EU derzeit steht, und unterstützen klar die politischen Prioritäten der Europäischen Kommission.

Einwanderung und Terrorismus werden weiterhin als die wichtigsten Herausforderungen für die EU wahrgenommen, wenngleich der Prozentsatz gegenüber der letzten Umfrage im Frühjahr 2016 leicht gesunken ist. Die Unterstützung für die Maßnahmen und Prioritäten der Europäischen Union ist nach wie vor groß und seit dem Frühjahr 2016 sogar noch gestiegen. Dies sind zwei der wichtigsten Ergebnisse der jüngsten Standard-Eurobarometer-Umfrage, die heute gemeinsam mit der Eurobarometer-Spezial-Umfrage „Die Zukunft Europas” veröffentlicht wurde.

Einwanderung und Terrorismus werden als die größten Herausforderungen für die EU wahrgenommen:

Auf die Frage nach ihren wichtigsten Sorgen/Bedenken wurde von den Bürgern wie bisher am häufigsten die Einwanderung als eines der Hauptprobleme der EU genannt (45 %, -3 Prozentpunkte seit dem Frühjahr 2016). Das Thema Terrorismus (32 %, -7) bleibt das am zweithäufigsten Genannte. Erst mit großem Abstand folgen die Themen Wirtschaftslage (20 %, +1), öffentliche Finanzen der Mitgliedstaaten (17 %, +1) und Arbeitslosigkeit (16 %, +1). Die Einwanderung wird in allen Mitgliedstaaten mit Ausnahme Portugals und Spaniens als das wichtigste Anliegen der EU angegeben.

 

Auf nationaler Ebene sind die wichtigsten Anliegen Arbeitslosigkeit (31 %, -2) und Einwanderung (26 %, -2). Das Thema Wirtschaftslage nimmt den dritten Platz ein (19 %, unverändert).

Unterstützung für die politischen Prioritäten der Europäischen Kommission:

 Gegenüber der letzten Umfrage vom Frühjahr 2016 hat die Unterstützung für die von der Kommission vorgegebenen Schwerpunktthemen weiter zugenommen.

 - Für den Bereich Migration wünschen sich 69 % der Europäerinnen und Europäer eine gemeinsame europäische Migrationspolitik, und 61 % sind für eine Migration von Menschen aus anderen EU-Mitgliedstaaten. Allerdings stehen 56 % der Befragten der Einwanderung von Menschen aus Nicht-EU-Ländern ablehnend gegenüber.

 81 % der Europäerinnen und Europäer befürworten die „Freizügigkeit der EU-Bürgerinnen und -Bürger, die überall in der EU leben, arbeiten, studieren und Geschäfte tätigen können“. Die Mehrheit der Befragten in allen Ländern spricht sich für die Freizügigkeit aus.

 - Die Unterstützung für den Euro steigt leicht an (58 % in der EU insgesamt, 70 % im Euro-Raum).

 - Beim Thema Investitionen in der EU sprechen sich 56 % der Befragten dafür aus, Investitionen des Privatsektors mit öffentlichen Geldern auf EU-Ebene zu fördern.

Das Vertrauen in die EU ist größer als das Vertrauen in die nationalen Regierungen; unveränderter Zuspruch für die Unionsbürgerschaft

 Der positive Trend der Frühjahrsumfrage 2016 hält an, und das Vertrauen in die EU hat sich von 33 % auf 36 % erhöht. Das Vertrauen in die nationalen Parlamente und Regierungen ist ebenfalls gestiegen, ist aber nach wie vor geringer als das Vertrauen in die EU.

 38 % der Europäerinnen und Europäer haben ein neutrales Bild der EU; dieser Anteil ist seit dem Frühjahr 2015 unverändert geblieben. Mit 35 % hat das positive Bild der EU etwas zugelegt, während das negative Bild zurückgegangen ist (25 %).

 Vier von zehn Europäerinnen und Europäern sind der Meinung, dass ihre Stimme in der EU zählt; dies liegt knapp unter dem Spitzenwert von 42 % vom Frühjahr 2014 und Frühjahr 2015.

 67 % der Europäerinnen und Europäer fühlen sich als Bürgerinnen und Bürger der EU.

 Die Bekanntheit des Programms Erasmus ist seit 2009 erheblich gestiegen: Mehr als die Hälfte der Europäerinnen und Europäer haben davon gehört. Darüber hinaus hat eine sehr große Mehrheit von 86 % der Europäerinnen und Europäer ein positives Bild von diesem Programm. Obwohl der Bekanntheitsgrad zwischen den Ländern stark variiert, wird Erasmus von der großen Mehrheit der Bevölkerung in allen Mitgliedstaaten in einem positiven Licht gesehen.

 Der Vertrag von Rom wird von 69 % der Europäerinnen und Europäer als ein positives Ereignis in der Geschichte Europas angesehen. Diese Ansicht teilt die Mehrheit der Befragten in allen Mitgliedstaaten.

 Umfrage zur Zukunft Europas: Zwei Drittel der Europäerinnen und Europäer sehen die EU als einen Hort der Stabilität in einer unruhigen Welt.

 66 % der Europäerinnen und Europäer sehen die EU als einen Hort der Stabilität in einer unruhigen Welt. Eine Mehrheit der Befragten in allen Mitgliedstaaten teilt diese Auffassung.

 60 % der Europäerinnen und Europäer sind der Ansicht, dass das europäische Projekt eine der europäischen Jugend eine Perspektive für die Zukunft bietet.

 82 % der Europäerinnen und Europäer stimmen der Auffassung zu, dass eine freie Marktwirtschaft mit hohen Sozialstandards einhergehen sollte.

 Mehr als sechs von zehn Europäerinnen und Europäern denken, dass in einer Reihe von Bereichen mehr Entscheidungen auf europäischer Ebene getroffen werden sollten. Acht von zehn Befragten sagen, dass dies bei der „Bekämpfung des Terrorismus“ und der „Förderung von Demokratie und Frieden“ der Fall sein sollte (beide 80 %); mehr als sieben von zehn sind bei „Umweltschutz“ (77 %), „Förderung der Gleichstellung von Mann und Frau“ (73 %) und „Behandlung von Migrationsproblemen, die ihren Ursprung außerhalb der EU haben“ (71 %) derselben Ansicht.

 

Hintergrund

Die Eurobarometer-Umfrage vom Herbst 2016 (EB 86) wurde vom 3. bis 16. November 2016 in Direktbefragungen durchgeführt. Insgesamt wurden 32 896 Personen in allen EU-Mitgliedstaaten sowie den Kandidatenländern befragt.

 Die Eurobarometer-Spezial-Umfrage 451 „Die Zukunft Europas” wurde vom 24. September bis 3. Oktober 2016 in Direktbefragungen durchgeführt. Insgesamt wurden 27 768 Personen in allen EU-Mitgliedstaaten befragt.

Weitere Informationen

Der heute veröffentlichte Bericht mit den ersten Ergebnissen der Standard-Eurobarometer-Umfrage bietet einen Überblick über die Einstellung der Europäerinnen und Europäer zur EU, über ihre größten Sorgen und über ihre Einschätzung der wirtschaftlichen Lage.

Er ist hier abrufbar.

Der Bericht der Eurobarometer-Spezial-Umfrage 451 über „Die Zukunft Europas” ist hier abrufbar.

[1]Die 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU), fünf Kandidatenländer (die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, die Türkei, Montenegro, Serbien und Albanien) und die türkische Gemeinschaft Zyperns in dem Teil des Landes, der nicht von der Regierung der Republik Zypern regiert wird.

 

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Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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