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Europäische Kommission - Pressemitteilung

El Niño – EU kündigt weitere Mittel für neues Konzept zur Bewältigung der globalen Nahrungsmittelkrise an

Brüssel, 25. April 2016

Die Europäische Kommission will einen zusätzlichen EU-Beitrag in Höhe von 414 Mio. EUR bereitstellen, um sowohl auf die kurzfristigen als auch auf die längerfristigen Bedürfnisse der von der Ernährungskrise betroffenen Menschen einzugehen. Mit den neuen EU-Mitteln sollen die Partnerländer dabei unterstützt werden, die Auswirkungen von El Niño sowie die Ernährungskrise insgesamt anzugehen und die Ursachen für die Anfälligkeit der Menschen zu beseitigen.

Der EU-Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, Neven Mimica, kündigt heute anlässlich der Eröffnung einer hochrangigen Veranstaltung in Brüssel zum Thema „Innovative Methoden für eine nachhaltige Ernährung, Ernährungssicherheit und integratives Wachstum der Landwirtschaft“ die Bereitstellung weiterer Mittel in Höhe von 414 Mio. EUR an, mit denen die Länder unterstützt werden sollen, die derzeit am stärksten von der durch El Niño und andere Faktoren ausgelösten Ernährungskrise betroffen sind.  Die Mittel kommen zu den 125 Mio. EUR hinzu, die bereits im Dezember 2015 mobilisiert wurden, womit sich der Gesamtbeitrag der EU auf 539 Mio. EUR erhöht. 

Der für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides erklärte: „El Niño hat verheerende Folgen für die ganze Welt. 41 Millionen Menschen sind kaum in der Lage, ihren Nahrungsmittelbedarf zu decken. Die humanitäre Lage in Afrika ist besonders besorgniserregend. Die EU reagiert nun mit der Bereitstellung neuer Mittel, die es uns ermöglichen werden, unsere Anstrengungen zu intensivieren und unsere Unterstützung für die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen fortzusetzen.

EU-Kommissar Mimica fügte hinzu: „Die neue Mittelzusage zielt darauf ab, kurzfristige lebensrettende Unterstützung mit Maßnahmen zur Stärkung der langfristigen Widerstandsfähigkeit gegenüber Ernährungskrisen zu verbinden, indem die Ursachen der Fragilität und Vulnerabilität angegangen werden. Wir können uns auf die bisherigen Erfolge im Rahmen unserer bestehenden Initiativen zur Stärkung der Resilienz stützen, um unsere Anstrengungen zu intensivieren und eine globale Antwort auf die Ernährungskrise zu geben, von der derzeit so viele Menschen weltweit betroffen sind.“

Die Mobilisierung dieses Maßnahmenpakets erfordert weitere Vorschläge seitens der Kommission und muss von den Mitgliedstaaten gebilligt werden.

Außerdem bietet die hochrangige Veranstaltung die Gelegenheit zum Austausch der ermutigenden Ergebnisse des ersten Berichts über den „Aktionsplan für Ernährung“, in dem die Fortschritte bei der Erreichung des EU-Ziels, die Zahl der Kinder mit Wachstumsstörungen bis 2025 um 7 Millionen zu verringern, aufgezeigt werden.

Hintergrund

Von den 80 Millionen Menschen, die unter der diesjährigen Ernährungskrise leiden, leben 41 Millionen in von El Niño betroffenen Regionen (Lateinamerika und Karibik, Süd-, Mittel- und Ostafrika sowie einige wenige asiatische und pazifische Staaten) und sind mit einer schweren Hungersnot konfrontiert.

Vor allem in Äthiopien waren die Auswirkungen der Dürre stark zu spüren und die Menschen besonders anfällig. Die Zahl der Menschen, die unter Ernährungsunsicherheit leiden, stieg im vergangenen Jahr drastisch von 2,9 auf mehr als 10 Millionen an. Am 8. April 2016 kündigte die Europäische Kommission ihre Absicht an, 122,5 Mio. EUR für Äthiopien zu mobilisieren, um auf den dringendsten Bedarf der Menschen einzugehen, die von der ebenfalls durch El Niño verursachten Verschlechterung der humanitären Lage betroffen sind.  Besonders ernst ist die Lage auch im südlichen Afrika, wo mehrere Länder aufgrund der Ernährungsunsicherheit infolge der durch El Niño ausgelösten Dürre den Notstand ausgerufen haben

Weitere Informationen:

MEMO/16/1514: El Niño – EU kündigt weitere Mittel für neues Konzept zur Bewältigung globaler Nahrungsmittelkrisen an

IP/16/1513

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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