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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 3. April 2014

EU-Regionalpolitik: Griechenland erhält über 389 Mio. EUR an Fördermitteln für Digitalisierung

Die Europäische Kommission hat drei große Investitionen in Höhe von 389,4 Mio. EUR aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) genehmigt, um den Wirtschaftsaufschwung in Griechenland zu unterstützen. Mit diesen Mitteln sollen die gesamte öffentliche Verwaltung modernisiert, Sekundar- und Primarschulsysteme ans Netz gebracht und mehr als 600 000 Menschen in ländlichen oder abgeschiedenen Gebieten an das Hochgeschwindigkeitsinternet angeschlossen werden. Diese drei Informations- und Kommunikationstechnologieprojekte werden den Bürgerinnen und Bürger erhebliche Vorteile bringen. Außerdem werden während der Durchführung der Projekte schätzungsweise über 1100 – darunter 280 langfristige – Arbeitsplätze geschaffen.

Der EU-Kommissar für Regionalpolitik Johannes Hahn, der die drei Einzelinvestitionen genehmigt hat, sagte: „Wir gehen davon aus, dass mehr als 825 000 Schülerinnen und Schüler von diesen Investitionen in neue Technologien in der Bildung profitieren. Eine moderne, besser funktionierende öffentliche Verwaltung und die Anbindung ländlicher und abgelegener Gebiete an das Hochgeschwindigkeitsinternet werden für die Bürgerinnen und Bürger wie auch die Unternehmen in Griechenland tatsächlich viele Vorteile bringen. Diese Projekte zeigen, wie die EU-Regionalpolitik in die Zukunft investiert – in Menschen und Unternehmen. Die Projekte werden zu Wachstum und Beschäftigung in Griechenland beitragen und die öffentliche Verwaltung in Griechenland moderner und effizienter machen. Diese Investitionen werden den griechischen IKT-Markt ankurbeln – und der ist ein echter Wachstumsmotor. Dank der Effizienzsteigerungen durch diese Projekte können auch tatsächliche Einsparungen bei den Betriebskosten erzielt werden, was Griechenland in Zeiten großer Haushaltsschwierigkeiten äußerst gelegen kommt. Jetzt rufe ich die griechischen Behörden auf sicherzustellen, dass diese Projekte gut und effizient durchgeführt werden.“

Das Projekt Syzefxis II mit EU-Mitteln aus dem EFRE in Höhe von 145,5 Mio. EUR wird das einzige Telekommunikationsnetz der gesamten griechischen öffentlichen Verwaltung verbessern. Die Hightech-Telekommunikationsinfrastruktur wird etwa 34 000 öffentliche Gebäude miteinander verbinden: Ministerien, Gemeinden, Krankenhäuser, Schulen und Agenturen des öffentlichen Sektors. Die modernisierte Infrastruktur wird den Bürgerinnen und Bürgern wie auch den Unternehmen qualitativ hochwertige elektronische Behördendienste bieten und so die Verwaltungsreform unterstützen und die Transparenz der Arbeitsweise der öffentlichen Institutionen verbessern. Das Projekt wird ferner die laufenden Betriebskosten der griechischen Verwaltung um knapp 50 % von jährlich rund 270 Mio.  auf 148 Mio. EUR senken. Insgesamt werden in dieses Projekt 172 Mio. EUR investiert. Gemeinsame Rahmenvereinbarungen vereinfachen die Bereitstellung der Telekommunikationsdienste (Projekt Syzefxis II). Ferner werden Mechanismen eingerichtet, mit denen eine einheitliche Tarifstrategie für die gesamte griechische Verwaltung gewährleistet wird.

Das Projekt Digitale Schule erhält EU‑Mittel aus dem EFRE in Höhe von 146,6 Mio. EUR. Ziel ist es, die Primar- und Sekundarbildungssysteme des Landes zu modernisieren und zu digitalisieren. Dieses vorrangige Projekt (eines von 181, die nach Einschätzung der griechischen Behörden und der Europäischen Kommission für den Konjunkturaufschwung in Griechenland von großer Bedeutung sind) basiert auf der Strategie des Bildungsministeriums für die „Digitale Schule“. Zusätzlich umfasst es aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanzierte Maßnahmen. Etwa 825 000 Schülerinnen und Schüler werden von interaktiven Systemen und mobilen Computerpools profitieren, die in Primar-, Sekundar- und höheren Schulen bereitgestellt werden, Fachschulen in ganz Griechenland eingeschlossen (sogenannte berufsbildende Schulen oder Einrichtungen). Diese Investition fördert die Nutzung neuer Technologien, digitale Kompetenzen, Computerkenntnisse bei der Schüler- und Lehrerschaft und die Chancengleichheit beim Zugang zu Wissen. Insgesamt werden in dieses Projekt 174,4 Mio. EUR investiert.

Das Projekt Breitbandinfrastruktur im ländlichen Raum wird Mittel aus dem EFRE in Höhe von 97,2 Mio. EUR erhalten. In dieses Projekt fließen außerdem 46,6 Mio. EUR aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums. Ziel ist es, mit der Entwicklung eines Glasfaserkabelnetzes die digitale Kluft in ländlichen und abgelegenen Gebieten Griechenlands zu schließen, die insbesondere auf den Inseln und in den Bergen besteht. Dies bedeutet, dass etwa 600 000 Menschen, die in über 5400 ländlichen Gebieten bzw. auf Inseln leben, nun Zugang zum Hochleistungsinternet erhalten (etwa 40 % des Landes). Die Breitbandabdeckung wird das Unternehmensumfeld für KMU verbessern, die Produktivität steigern und neue Investitionen anziehen. Insgesamt werden in das Projekt 198 Mio. EUR investiert. Die Durchführung erfolgt über eine öffentlich-private Partnerschaftsvereinbarung.

Die drei Investitionen sind Teil der EU-Regionalpolitikprogramme „Digitale Konvergenz“, „Attika“, „Makedonien – Thrakien“, „Thessalien – Mittelgriechenland – Epirus“ und „Kreta & Ägäische Inseln“. Die Projekte dürften bis Ende 2015 abgeschlossen sein, fallen jedoch noch in den Zeitraum 2007-2014.

Hintergrund:

Es handelt sich hierbei um „Großprojekte“, deren Gesamtmittel (einschließlich Mehrwertsteuer) 50 Mio. EUR übersteigen und die daher einen speziellen Beschluss der Europäischen Kommission erfordern (Projekte mit geringerer Mittelausstattung werden auf nationaler oder regionaler Ebene genehmigt).

Projektkontaktdaten:

„Syzefxis II“

„Digitale Dienste des Ministeriums für Bildung und Glaubensgemeinschaften“

„Entwicklung von Breitbandnetzen in weiß codierten ländlichen Gebieten Griechenlands“

Näheres unter:

EU-finanzierte Großprojekte

EU-Kohäsionspolitik in Griechenland

Twitter:

@EU_Regional @JHahnEU

Kontakt:

Shirin Wheeler (+32 229-66565)

Annemarie Huber (+32 229-93310)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct, Tel. 00800 6 7 8 9 10 11 oder EMail


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