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IP/08/1295

Brüssel, 8. September 2008

Sport: Kommission will durch engere Zusammenarbeit mit dem Europäischen Paralympischen Komitee soziale Eingliederung von Menschen mit Behinderungen fördern

Im Rahmen eines offiziellen Besuchs in Peking anlässlich der Paralympics unterzeichnete der für Sport zuständige europäische Kommissar Ján Figel' heute mit dem Präsidenten des Europäischen Paralympischen Komitees (EPC) Enrique Sánchez-Guijo eine gemeinsame Erklärung. Anlass für die feierliche Erklärung ist die Unterstützung des EPC mit Mitteln aus dem EU-Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“. Im Einklang mit den vom EPC vertretenen paralympischen Werten wird mit dieser Unterstützung die wichtige Rolle des Sports für die Stärkung der gesellschaftlichen Integration und für die Förderung der aktiven Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger am europäischen Einigungsprozess anerkannt.

Kommissar Figel’: Die Europäische Union ist zuallererst eine Werte- und Grundrechtegemeinschaft. Ganz oben stehen die Grundsätze der Gleichbehandlung aller Bürger und die Ablehnung jeder Art von Diskriminierung. Dazu gehört das Recht jedes Menschen, sich voll und ganz am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben zu beteiligen, und dies gilt auch für Freizeitaktivitäten und Sport. Sport bietet den Menschen mit Behinderungen nicht nur die Gelegenheit, ihre Fähigkeiten und Talente weiterzuentwickeln, sondern unterstützt auch ihre Integration in die Gesellschaft, hebt ihr Selbstvertrauen und steigert ihre gesellschaftliche Anerkennung.“

Der Kommissar nimmt in Peking an der Eröffnungsfeier der Paralympischen Spiele 2008 teil und wird auch einige Wettkämpfe besuchen. Außerdem wird er mit dem Präsidenten des Internationalen Paralympischen Komitees, Sir Philip Craven, zusammentreffen.

Die Erklärung von Peking zur Unterstützung des paralympischen Sports und der Arbeit des Europäischen Paralympischen Komitees erinnert daran, welch wichtige Rolle die zivilgesellschaftlichen Organisationen spielen, wenn es darum geht, Europa näher an seine Bürger mit Behinderungen heranzubringen und ihnen eine volle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Wichtigstes Instrument zur Koordinierung der Maßnahmen, durch die das Leben behinderter Menschen verbessert werden soll, ist auf EU-Ebene die Europäische Strategie für Menschen mit Behinderungen. Ihr zentrales Ziel ist es, die Chancengleichheit und die Gleichberechtigung aller Menschen mit Behinderungen zu fördern. Diese Grundsätze werden mit Hilfe des Europäischen Aktionsplans für Menschen mit Behinderungen in die Tat umgesetzt; er stellt wirksame Folgemaßnahmen zum Europäischen Jahr für Menschen mit Behinderungen 2003 sicher und bildet einen wichtigen Rahmen für den ständigen Dialog mit den wichtigsten Akteuren sowie gezielten einschlägigen Initiativen.

Im Weißbuch Sport, das die Kommission 2007 angenommen hat, werden diese Grundsätze bekräftigt und die betroffenen Akteure, in erster Linie die Mitgliedstaaten und die lokalen Behörden, aufgefordert, ihr Möglichstes zu tun, um Sporteinrichtungen an die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen anzupassen. Außerdem ruft die Kommission im Weißbuch zur entsprechenden Schulung von Übungsleitern, Freiwilligen und Personal von Sportvereinen und -organisationen auf, damit Sportler mit Behinderungen ihren Lieblingssport unter den besten Bedingungen ausüben können.

In mehreren Aktivitäten der Kommission zugunsten der Behinderten ist auch der Sport vertreten. Im Rahmen des Europäischen Jahres der Menschen mit Behinderungen 2003 wurden Sportveranstaltungen finanziell unterstützt, und auch während des Europäischen Jahres der Erziehung durch Sport 2004 wurden für mehrere Projekte zur Integration von Menschen mit Behinderungen Mittel bereitgestellt. Die Kommission organisierte 2005 ein Expertentreffen zum Thema Chancengleichheit im Sport, das der Ermittlung von Bedürfnissen, Trends und Aktionsfeldern in diesem Bereich diente. Auch im Rahmen des EU-Programms Jugend werden sportliche Aktivitäten für junge Menschen mit Behinderungen gefördert.

Das Europäische Paralympische Komitee (EPC), eine internationale gemeinnützige Organisation, ist Teil der weltweiten paralympischen Bewegung. Das EPC ist zuständig für die Koordinierung und Beaufsichtigung europäischer Meisterschaften in einer Reihe paralympischer Sportarten und für die Weiterentwicklung des Behindertensports in Europa. Im April 2008 hat das Europäische Paralympische Komitee von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ einen Betriebskostenzuschuss erhalten. Er beläuft sich auf 110 000 Euro (dies entspricht 67 % der laufenden Kosten des EPC in diesem Jahr); unter anderem hat er zum Ausbau der Handlungskapazitäten am Sitz des EPC in Wien beigetragen. Eine Rahmenvereinbarung zwischen Kommission und EPC enthält eine Option für eine Finanzhilfe gleicher Höhe im Jahr 2009.

Wenn Sie mehr wissen wollen:

Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“:

http://ec.europa.eu/citizenship/index_de.html

Sport: http://ec.europa.eu/sport/index_en.htm

Menschen mit Behinderungen:

http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=429&langId=de

Europäisches Paralympisches Komitee (EPC): http://www.europaralympic.org/


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