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IP/06/1800

Brüssel, den 13. Dezember 2006

Strengere Emissionsgrenzwerte für Kraftfahrzeuge nach Verabschiedung von Euro 5 und Euro 6 durch EP

Das Europäische Parlament hat einen Vorschlag zur schrittweisen Verschärfung der Emissionsgrenzwerte für Kraftfahrzeuge insbesondere für Stickoxide (NOx) und Feinstaub angenommen. Die neuen Emissionsnormen (als Euro 5 und 6 bekannt) gelten ab dem 1. September 2009 und beinhalten strengere Emissionsgrenzwerte für Partikel und NOx bei neuen Pkw und Transportern, die in der EU verkauft werden (z. B. werden die Grenzwerte für den Partikelausstoß von Dieselfahrzeugen durch Euro 5 um 80 % gesenkt). Damit werden Partikelfilter in Dieselfahrzeugen unumgänglich. Euro 6 setzt erheblich niedrigere Grenzwerte für NOx-Emissionen aus Dieselfahrzeugen fest (68 % niedriger als die heute geltenden Grenzwerte) und wird fünf Jahre nach Euro 5 in Kraft treten, also 2014. Gegenstand der Abstimmung im Europäischen Parlament war ein Kompromiss mit dem Rat, der das Paket in Kürze ebenfalls annehmen dürfte.

Der für Unternehmens- und Industriepolitik zuständige Kommissionsvizepräsident Günter Verheugen erklärte: „Die Euro-5- und Euro-6-Verordnung spielt eine wichtige Rolle für die Verbesserung der Umweltverträglichkeit von Fahrzeugen. Gleichzeitig wird sie die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Automobilindustrie nicht einschränken. Die Hersteller erhalten eine akzeptable Vorlaufzeit, damit sie gründlich planen und auf diese Vorschriften reagieren können.“

Eine Senkung der Emissionen des Straßenverkehrs gilt als wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität, vor allem weil der Anteil von Dieselfahrzeugen am Pkw-Bestand zunimmt. Mit der Euro-5- und Euro-6-Verordnung werden die geltenden Emissionsgrenzwerte für Kraftfahrzeuge (die Euro-4-Norm, die seit 1. Januar 2005 gilt) dem technologischen Fortschritt entsprechend neu geregelt.

Euro 5 wird im September 2009 in Kraft treten und Partikelfilter für alle neuen Dieselmodelle unumgänglich machen. Neufahrzeuge bereits bestehender Dieselmodelle sollten ab Januar 2011 mit einem Partikelfilter ausgerüstet werden. Euro 6 wird 2014 in Kraft treten.

Der beigefügten Tabelle ist zu entnehmen, wann die neuen Grenzwerte nach Euro 5 und Euro 6 in Kraft treten. Sie zeigt ferner, dass für viele Fahrzeugtypen, denen bisher die weniger strengen Anforderungen für Transporter nach Euro 4 zugute kamen, nach Euro 6 nun schrittweise die strengeren Anforderungen für Pkw eingeführt werden. Dies gilt besonders für schwerere Pkw wie Geländefahrzeuge und Großraum-Pkw mit bis zu 7 Sitzen einschließlich Fahrer. Insbesondere die so genannten sportlichen Nutzfahrzeuge (SUVs) werden ab 1. September 2012 die strengeren Abgasvorschriften für Pkw erfüllen müssen.

Der Vorteil der Euro-6-Stufe besteht in einer Erhöhung des gesundheitlichen Nutzens um etwa 60 - 90 % gegenüber Euro 5.

Zudem erhalten unabhängige Reparaturwerkstätten mit dieser neuen Rechtsvorschrift einfacheren Zugang zu Reparaturinformationen. Fahrzeuge müssen nicht nur im Neuzustand umweltfreundlich sein, sondern während ihrer gesamten Lebensdauer. Ohne Zugang zu Reparatur- und Wartungsinformationen lässt sich dies jedoch nicht gewährleisten. Die Autohersteller sind gemeinsam dafür verantwortlich, dass ihre Fahrzeuge überall im Binnenmarkt richtig gefahren und fachgerecht repariert und gewartet werden können. Dies ist besonders wichtig, um unabhängige Betriebe (meist KMU) vor dem schleichenden Tod zu bewahren, weil sie moderne Kraftfahrzeuge ohne Zugang zu relevanten Informationen nicht warten können.

Weitere Informationen: http://ec.europa.eu/enterprise/automotive/index_en.htm

[ Die Graphik finden sie im PDF und WORD PROCESSED Dokument ]


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