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Brüssel, den 26. Mai 2000

Kommissionsmitglied Nielson unterzeichnet ein Kofinanzierungsabkommen zwischen der Europäischen Kommission und der Weltbank zugunsten der Afrikanischen Virtuellen Universität (AVU)

Das für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe zuständige Kommissionsmitglied Poul Nielson ist erfreut, als Ergebnis der Diskussionen in Washington und Brüssel mitteilen zu können, daß die Kommission ihr Einverständnis gegeben hat, die Initiative der Weltbank im Bereich der Informationstechnologie auf Hochschulebene - bekannt unter der Bezeichnung Afrikanische Virtuelle Universität - mitzufinanzieren. Die AVU macht sich moderne Informationstechniken zunutze, um eine "offene Universität" zur Verfügung zu stellen, und bietet damit einigen der bedürftigsten afrikanischen Ländern südlich der Sahara direkten Zugang zu Fakultäten und Lernressourcen, die zu den hochqualifiziertesten der Welt gehören. Mit einem Finanzierungsbeitrag von 1 Mio. Euro (d.h. etwa 15 % des für das gesamte Projekt vorgesehenen Betrages) entspricht der Anteil der Europäischen Union dem der Weltbank und dem Japans. Herr Nilson erklärte, "ein erleichterter Zugang zur Bildung ist für die Entwicklung der afrikanischen Gesellschaft unerläßlich. Ich begrüße es, an einer bedeutenden Initiative beteiligt zu sein, die in konkretem Maße zu diesem Prozeß beiträgt".

Die AVU begann 1997 mit ihrer Pilotphase und hat bislang über 2.500 Stunden interaktiven Unterricht für Studenten von 23 Universitäten in 15 afrikanischen Ländern südlich der Sahara ausgestrahlt. Mehr als 5.000 Studenten konnten Semester-Kurse im Bereich Naturwissenschaften abschließen und über 2.000 an Seminaren über Themen wie elektronischer Geschäftsverkehr und die Herausforderung des Problems der Jahrtausendwende teilnehmen.

Die AVU plant, künftig offizielle Diplome in drei Disziplinen anzubieten - Informatik, Computertechnik und Elektrotechnik, wie auch Kurse zur beruflichen Weiterbildung, zur Ausbildung von Lehrern und Führungskräften sowie in Informationstechnologie. Die AVU-Partner können auf Unterrichtsmaterial zurückgreifen, das von mehr als 30 Hochschuleinrichtungen vor allem aus Afrika und Europa, Kanada und den USA bereitgestellt wurde. Zu den Finanzierungspartnern gehören die Weltbank, die Europäische Union, Kanada, Irland, Schweden, Japan, die USA und Intelsat. Die Kommission hat zusätzlich zu ihrer ursprünglichen Finanzierung von 1 Mio. Euro vorläufige Mittel in Höhe von 100.000 Euro bereitgestellt, um in diesem Jahr eine Bewertung der Möglichkeiten vorzunehmen, die Partnerschaft im Rahmen des fünfjährigen AVU-Arbeitsprogramms der Weltbank 2000-2005 fortzusetzen. Diese Initiative soll die Zusammenarbeit zwischen der Weltbank und der Europäischen Union stärken und das Bestreben unterstreichen, die Bildung in den Mittelpunkt der Entwicklungszusammenarbeit zu stellen.

Die AVU-Website, die unter der Adresse http://www.avu.org konsultiert werden kann, gibt Auskunft über die in Zusammenarbeit mit den englisch- und französischsprachigen Partnern durchgeführte Arbeit, die zum Ziel hat, sowohl geographisch als auch sprachlich einen Gesamtüberblick über die afrikanischen Länder südlich der Sahara zu vermitteln.


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