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imec

Das Zentrum für Forschung und Innovation, das die Technologie von morgen entwickelt

Über das Projekt

Dreißig Jahre nach seiner Gründung hat sich das Forschungszentrum imec zu einem der führenden Unternehmen auf dem Markt in der Bereichen Nanoelektronik und Digitaltechnik entwickelt. Die Forscher des Instituts in Leuven, Belgien, arbeiten an Technologien, deren Oberfläche nicht größer ist als die eines menschlichen Haares. Mit der Unterstützung der EU entwickelt und kombiniert imec Mikrochips mit digitaler Technologie, die die Früherkennung von Krebs ermöglichen und dazu beitragen, Fahrzeuge von morgen für den Verkehr sicherer und intelligenter zu machen sowie täglich genutzte Gerähte nahtlos miteinander zu verbinden.    

Krebszellen aussortieren? Imec tut genau das!

Liesbet Lagae, Programmdirektorin bei imec

Krebs stellt in Europa eine der häufigsten Todesursachen dar und ist für mehr als ein Viertel aller Todesfälle jährlich verantwortlich. Eine frühzeitige Diagnose ist demnach von ganz wesentlicher Bedeutung. Und das weiß man bei imec nur allzu gut.

Unter der Leitung von Liesbet Lagae arbeitet imec nämlich an einem Chip, der innerhalb von 15 Minuten über eine einzige Blutprobe Krebszellen aufspüren kann. „Je schneller wir ein Karzinom aufspüren, umso größer sind die Heilungschancen. Heute muss der Patient manchmal noch Wochen auf eine Diagnose warten”, erklärt Liesbet Lagae, Programmdirektorin bei imec.

Der Chip, der nicht größer als ein USB-Stick werden soll, ist in der Lage, Krebszellen von Blutzellen zu unterscheiden, die dann anschließend vom Arzt weiter untersucht werden. Mittels dieser Chiptechnologie können auch gestreute Krebszellen ausfindig gemacht werden. Diese neue Technologie bietet den Ärzten außerdem die Möglichkeit, sofort festzustellen, ob eine Behandlung anschlägt oder nicht. Das Screening wird auf diese Weise nicht nur einfacher, sondern auch noch sehr viel kostengünstiger.

Diese lebenswichtige Forschungsarbeit wird von der Europäischen Union über eine ERC (Europäischer Forschungsrat)-Fördermaßnahme subventioniert. „Dank dieser Investitionen schafft Europa Jobs bei uns und lassen sich positive Effekte für die Gesundheit von uns allen erzielen.“ „Was wir hier also mit einem Team von 100 Menschen heute tun, wird sich innerhalb einiger Jahre auf das Leben der Menschen weltweit auswirken”, so Liesbet abschließend.  

Imec richtungsweisend bei autonomem Fahren

Sicher von A nach B, gemeinsam mit Europa
Björn Debaillie, Projektkoordinator bei imec

In Zusammenarbeit mit der Europäischen Union, industriellen und akademischen Partnern entwickelt imec Chips, die die Technik des autonomen Fahrens auf ein höheres Niveau bringen. Die Radarchips sind sehr viel kleiner als die derzeit verwendeten Modelle und können daher an sehr viel mehr Stellen im Fahrzeug eingebaut werden, und das häufig unsichtbar.

“Bei imec arbeiten wir an der nächsten Generation von Sensortechniken, wie beispielsweise Radar. Solche in Autos integrierte Radarsensoren können zur Erkennung schwacher Verkehrsteilnehmer eingesetzt werden, um ihre Geschwindigkeit und Bewegungen vorherzusagen. Darüber hinaus können die Radarsensoren auch erkennen, welche Art von Objekt sich in der Nähe des Fahrzeugs befindet, etwa ein Auto, Fahrradfahrer oder Fußgänger”, erläutert Björn Debaillie, Projektkoordinator bei imec.

Der Chip funktioniert auch unter extremen Witterungsbedingungen, ob bei Dunkelheit, Regen und Nebel, oder bei Hitze und sogar grellem Sonnenlicht. Dies steht im Gegensatz zu den meisten anderen Sensoren, die beispielsweise in klassischen Kameras verbaut sind. Alles in allem leistet diese Technologie einen positiven Beitrag zur Sicherheit von Verkehrsteilnehmern, Autos, und dem Fahrer selbst – und kommt somit dem gesamten Verkehr zugute.

Gehirnsonde untersucht 1000 Gehirnzellen gleichzeitig

Marleen Welkenhuysen (Bildmitte), Projektmanagerin für das Projekt „NeuroSeeker“ bei imec

Das Institut imec sucht nach Lösungen für schwer zu behandelnde Gehirnerkrankungen. Daher hat das Institut für die Gehirnforschung eine mit einem Chip verbundene Gehirnsonde entwickelt. Diese Sonde erlaubt einen völlig neuen Einblick in unser Gehirn. „Wir möchten Technologien voranbringen, mit denen wir das Gehirn besser verstehen lernen“, sagt Marleen Welkenhuysen, Projektmanagerin für das Projekt „NeuroSeeker“ bei imec. „Mit der bisherigen Technik können wir entweder größere Bereiche des Gehirns grob abbilden oder einzelne oder einige wenige Gehirnzellen detailliert darstellen. Mit unserer neuen Gehirnsonde können wir nun 1000 Gehirnzellen gleichzeitig im Detail untersuchen. So können wir viel besser verstehen, wie unterschiedliche Teile des Gehirns miteinander verbunden sind.“

Die neue Gehirnsonde von imec ist 8 Millimeter lang, 100 Mikrometer breit und 50 Mikrometer dick. Ihre winzige Oberfläche ist mit nur 0,8 mm² kleiner als die eines menschlichen Haares und verfügt dabei über fast 1500 Sensoren. Weil die Nadel so extrem dünn ist, bleiben die Verletzungen des Gehirns während der Untersuchung auf ein Minimum beschränkt. 35 Prozent aller Erkrankungen sind Krankheiten des Gehirns; bei Menschen über 80 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Gehirnerkrankung bei 90 Prozent. Daher ist die Gehirnsonde ein wichtiger Schritt auf der Suche nach einer Heilung für Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson.

Du bist auf der Suche nach Finanzhilfen für Forschungsprojekte und Wissenschaftler? Finde mehr über die Fördermöglichkeiten der EU heraus:

imec macht alles „intelligent“

Und alles muss kleiner werden... viel kleiner

Dreißig Jahre nach seiner Gründung ist das Forschungszentrum in den Bereichen Nanoelektronik und digitale Technologien weltweit führend. Heute passen Mikrochips mit nie dagewesener Effizienz, Rechenleistung und Speichergröße auf eine Fingerspitze.

Mit Hilfe dieser winzigen Computer können wir neue und revolutionäre Ideen aufleben lassen und lebensrettende Anwendungen entwickeln. Und dazu braucht es Forschung... eine Menge Forschung. Deshalb gehen die 3500 Mitarbeiter von imec aufs Ganze und arbeiten mit ihren Experimenten an der Welt von morgen.

Wozu brauchen wir diese Technologien? Wie verbessern sie unseren Alltag? Erfahren Sie mehr, lernen Sie das Institut imec kennen und sehen Sie mit eigenen Augen, wie Europa diese phantastische Forschung unterstützt.

Zahlen und Fakten
  • In Belgien beschäftigt imec fast 2000 Mitarbeiter in Leuven, Antwerpen, Brüssel, Gent, Kortrijk und Hasselt
  • Weltweit beschäftigt imec 3500 Forscher in über 70 Ländern
  • Imec hat F&E-Abteilungen unter anderem in den Niederlanden, in Taiwan, Indien, Japan, den Vereinigten Staaten und China. Außerdem arbeitet das Institut mit zahlreichen Unternehmen und Universitäten aus aller Welt zusammen
  • Imec ist Marktführer in Nanoelektronik und digitaler Technologie
  • Europäische Fördermittel stellen 7% seiner Ressourcen
Koordinator:
Luc Van den hove – CEO; Tru Lefevere – Director, Corporate Relations; Anne Van den Bosch – Director, Public R&D Policies and Programmes
Partner:
N/A
Ort:
Belgien, Hauptsitz in Leuven, Provinz Flämisch-Brabant
Zeitraum:
2014 - 2020
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