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DRAGON – innovativer Tunnelbau

Wertvolle Rohstoffe mit der DRAGON-Technologie gewinnen und nachhaltig verwenden

Über das Projekt

Beim Bau eines Tunnels fallen mehrere Millionen Kubikmeter Gestein an, die in den meisten Fällen auf der Deponie landen. Durch die DRAGON-Technologie wird dieses Material bereits vor Ort automatisch analysiert und sortiert. Dabei werden die wertvollsten Rohstoffe abgeschieden und finden in der weiterverarbeitenden Industrie (z.B. Keramik-, Stahlindustrie, etc.) Verwendung.

Europäisches Know-how für österreichisches Projekt

Partner aus ganz Europa trugen zum Erfolg von DRAGON bei

Die Projektleitung bei DRAGON lag bei Univ.-Prof. Dr. Robert Galler (Montanuniversität Leoben), doch ohne die Unterstützung durch Partner aus ganz Europa wäre die Realisierung nicht möglich gewesen. „DRAGON ist das beste Beispiel dafür, wie wichtig der interdisziplinäre Austausch in Europa ist – schön, dass dies von der EU gefördert wird“, meint Galler.

Neben der Montanuni war aus Österreich auch die PORR AG, die im Tunnelbau über große Kompetenz verfügt, beteiligt. Die britische PE North West Europe Limited zeichnete für die Software verantwortlich. Das nötige Know-how für die Onlineanalyse steuerte der deutsche Messtechnikspezialist Indutech bei. Bei der deutschen Herrenknecht AG, die Tunnelvortriebsmaschinen entwickelt und herstellt, wurde die DRAGON-Technologie dann in der Praxis getestet. Die Schweizer B+G war für Fragen rund um Materialbewirtschaftung zuständig. Auch der französische Baumaterialexperte Jacques Burdin Ingenieur Conseil war ins Projekt eingebunden.

Univ.-Prof. Dr. Robert Galler ist stolz darauf, dass bei DRAGON Spezialisten aus ganz Europa zusammengearbeitet haben
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EU-Förderungen eröffnen Chancen für Forschernachwuchs

Österreichische Geologiestudentin forscht an EU-gefördertem Projekt weiter

Melanie Krüger studiert an der Montanuniversität Leoben Rohstoffgeologie. Für ihre Diplomarbeit am Lehrstuhl für Subsurface Engineering forscht sie an den chemischen Analysen, die für das Projekt DRAGON zentral sind. „Ich prüfe die Eigenschaften des Tunnelausbruchmaterials, erst dann kann man bestimmen, wie es weiterverwendet werden kann – beispielweise als Schüttmaterial. Somit könnte es in der Baustoffindustrie zukünftig eine sehr große Rolle spielen.“

„Die EU-Förderung war sicherlich sehr wichtig für die Umsetzung von DRAGON“, meint die Nachwuchswissenschaftlerin. „Ich glaube überhaupt, dass EU-Förderungen sehr wichtig sind für Universitäten, denn ich will auch zukünftig an innovativen Projekten wie DRAGON arbeiten dürfen und somit die Möglichkeit bekommen, mein Potenzial zu zeigen.“

Melanie Krüger schreibt gerade ihre Diplomarbeit an der Montanuniversität Leoben und glaubt, dass EU-Förderungen sehr wichtig sind für Universitäten
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Wie Tunnelausbruchmaterial mit DRAGON nachhaltig genutzt werden kann

Europaweit fallen ca. 800 Millionen Tonnen Gestein bei Tunnelbauprojekten an. Die Montanuniversität Leoben hat in Kooperation mit dem restlichen DRAGON Konsortium eine Technologie entwickelt, die es ermöglicht, die wertvollen Rohstoffe industriell zu verwerten: Online-Analyseverfahren bewirken eine gezielte Materialaufbereitung direkt auf der Baustelle und machen sie somit für die Weiterverarbeitung nutzbar. Das Verfahren wurde erfolgreich beim Projektpartner Herrenknecht getestet. Ermöglicht hat dieses 4,5 Mio. €-Forschungsprojekt eine EU-Förderung. 

DRAGON ist ein sehr fortschrittlicher Ansatz in der Tunnelbautechnologie, der den Einsatz des Tunnelausbruchmaterials als wertvollen Rohstoff zum Beispiel in der Zement-, Stahl-, Keramik- oder Glasindustrie gestattet – jährlich sollen dadurch zusätzlich 150 Mio. € erwirtschaftet werden.  

Projektleiter Univ.-Prof. Dr. Robert Galler: „Durch die EU-Förderung konnten wir gemeinsam mit unseren europäischen Partnern einen innovativen Technologieansatz entwickeln, um wertvolles Aushubmaterial industriell und nachhaltig zu nutzen.“

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Zahlen und Fakten
  • Jährlicher Mehrwert von € 150 Mio. durch gewonnene Rohstoffe
  • Umweltbelastung, CO2-Ausstoß und Deponiefläche werden durch  DRAGON reduziert 
  • 7 Projektpartner aus 5 europäischen Ländern
Koordinator:
Montanuniversität Leoben
EU-Förderung:
EUR 3 200 000
Partner:
PORR Bau Gmbh (Österreich), Herrenknecht AG (Deutschland), B+G Betontechnologie + Materialbewirtschaftung AG (Schweiz), Jacques Burdin Ingenieur Conseil (Frankreich), PE North West Europe Limited (Großbritannien), Indutech instruments GmbH (Deutschland)
Ort:
Österreich, Leoben, Steiermark
Zeitraum:
2012 - 2015
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