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Die Europäische Investitionsbank (EIB) befindet sich in gemeinsamem Besitz der EU-Mitgliedstaaten. Sie hat folgende Zielsetzungen:
Die Bank leiht Geld auf Kapitalmärkten und vergibt Darlehen zu günstigen Bedingungen für die Finanzierung von Projekten zur Unterstützung von Zielen der EU. Etwa 90 % der Darlehen werden innerhalb der EU vergeben. Das Kapital der Bank stammt nicht aus dem EU-Haushalt.
Die Europäische Investitionsbank bietet drei Arten von Produkten und Dienstleistungen an:
Darlehen von über 25 Millionen Euro vergibt die EIB direkt. Bei kleineren Darlehen eröffnet sie Kreditlinien für Finanzinstitute, die anschließend Finanzmittel für die Kreditgeber bereitstellen.
Alle EU-Länder sind Anteilseigner an der EIB. Die Beschlüsse der Bank werden von den folgenden Gremien gefasst:
Prüfungsausschuss – überprüft, ob die EIB-Tätigkeiten in angemessener Form durchgeführt werden.
Die Abteilungen der Bank führen die Beschlüsse der Verwaltung durch.
Auf Grundlage der Vorteile jedes Projekts und der von den Finanzmärkten angebotenen Möglichkeiten entscheidet die Bank über die Aufnahme und Vergabe von Darlehen. Innerhalb der EU hat sie besondere Kreditvergabeprioritäten. Außerhalb der EU unterstützt sie die weltweite Politik der EU zu Entwicklung und Zusammenarbeit.
Als unabhängige Einrichtung trifft die Bank ihre eigenen Beschlüsse hinsichtlich der Aufnahme und Vergabe von Darlehen. Sie arbeitet mit den anderen EU-Institutionen, insbesondere der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament und dem Europäischen Rat, zusammen.
Wenn Sie ein Unternehmen leiten oder für die öffentliche Hand arbeiten und ein Projekt haben, das einen Beitrag zur Verwirklichung der EU-Politik leistet, könnten Sie für ein EIB-Darlehen in Frage kommen. Ein Darlehen beantragen Sie bitte per E-Mail, über ein Online-Formular oder ein EIB-Büro. Sie sollten ausreichende Informationen über Ihr Projekt bereitstellen, damit die Bank beurteilen kann, ob es die Vergabekriterien erfüllt und einen gut durchdachten Geschäftsplan hat.

Die EIB ist der wichtigste Anteilseigner des Europäischen Investitionsfonds (EIF), der kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durch Risikokapital und andere Risikofinanzinstrumente unterstützt. Zu den anderen Anteilseignern gehören die Europäische Kommission und Finanzinstitutionen aus ganz Europa. Der Fonds wurde 1994 gegründet und ist in allen EU-Ländern, Kandidatenländern sowie Liechtenstein und Norwegen aktiv.
Zu seinem Angebot gehören:
– Risikokapital und Mikrofinanzierung für KMU, vor allem für neu gegründete und innovative Unternehmen
– Garantien gegenüber Finanzinstituten in Form von Bürgschaften für KMU
– Unterstützung für EU-Länder und Beitrittsländer zum Aufbau ihrer Risikokapitalmärkte
Sie sind Unternehmer und suchen nach geeigneter Finanzierung? Dann wenden Sie sich an die EIF-Intermediäre in Ihrem Land, um herauszufinden, ob Sie für EIF-Eigenkapital- und Schuldtitel in Frage kommen.