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Ein Jahrzehnt der Chancen und Herausforderungen

Ein Jahrzehnt der Chancen und Herausforderungen

Ein schwieriges Jahrzehnt

Europa leidet unter der weltweiten Wirtschaftskrise. Die EU unterstützt mehrere Länder bei der Bewältigung ihrer Schwierigkeiten und gründet die Bankenunion, um die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Bankensektors zu verbessern. Im Jahr 2012 erhält die Europäische Union den Friedensnobelpreis. Kroatien wird im Jahr 2013 der 28. EU-Mitgliedstaat. Der Klimawandel bleibt weiterhin ein wichtiges Thema, und führende Politiker beschließen eine Verringerung schädlicher Emissionen. Bei den Europawahlen 2014 werden mehr europaskeptische Abgeordnete ins Europäische Parlament gewählt. Infolge der Annexion der Halbinsel Krim durch Russland wird eine neue Sicherheitspolitik eingeführt. Im Nahen Osten und in verschiedenen anderen Weltregionen breitet sich der religiöse Extremismus aus und führt zu Unruhen und Kriegen; viele Menschen fliehen aus ihrer Heimat und suchen Zuflucht in Europa. Die EU steht vor der Frage, wie sie die große Zahl der Flüchtlinge aufnehmen kann; gleichzeitig ist die Region selbst Schauplatz mehrerer Terroranschläge.

2010

Die im Jahr 2008 entstandene Wirtschaftskrise führt in mehreren Ländern zu Problemen bei den öffentlichen Haushalten. Die 16 Länder des Euro-Währungsraums vereinbaren ein Programm, um sie bei der Bewältigung Haushaltsdefizite zu unterstützen.

März 2011

In Syrien brechen Proteste mit der Forderung nach Demokratie aus. Nach Eröffnung des Feuers auf die Demonstranten verschärfen sich die Gewalttätigkeiten, und Rebellengruppen verbünden sich gegen die Sicherheitskräfte des Landes. In Syrien kommt es zu einem Bürgerkrieg, der die Weltpolitik noch viele Jahre bestimmen wird.

Oktober 2011

Der Start der ersten beiden Galileo-Satelliten bedeutet für die EU einen Schritt auf dem Weg zu einem eigenen Satellitennavigationssystem. Das Galileo-System wird zur Verbesserung des Verkehrs, der Rettungsdienste, der Bankvorgänge und der Stromversorgung beitragen.

April 2012

Durch die Einführung der Europäischen Bürgerinitiative erhalten die Bürger jetzt die Gelegenheit, direkt bei der Kommission Vorschläge für Rechtsvorschriften einzureichen.

10. Dezember 2012

Die EU erhält den Friedensnobelpreis dafür, dass sie „über sechs Jahrzehnte lang zur Förderung von Frieden und Versöhnung, Demokratie und Menschenrechten in Europa beigetragen“ hat.

11. März 2013

Die Auslaufphase bei Tierversuchen für kosmetische Zwecke geht zu Ende; ab jetzt dürfen an Tieren getestete Kosmetika in der EU nicht mehr verkauft werden.

1. Juli 2013

Kroatien wird der 28. EU-Mitgliedstaat.

Mitgliedstaaten Mitgliedstaaten: Belgien, Bulgarien, Tschechische Republik, Dänemark, Deutschland, Estland, Irland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Zypern, Lettland, Litauen, Luxemburg, Ungarn, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowenien, Slowakei, Finnland, Schweden und das Vereinigte Königreich.

Neue Mitgliedstaaten Neuer Mitgliedstaat: Kroatien.

Beitrittskandidaten Beitrittskandidaten und potenzielle Beitrittskandidaten: Albanien, Bosnien und Herzegowina, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Kosovo, Montenegro und die Türkei.

 Karte - EU-Mitgliedstaaten im Jahr 2012, Quelle: Europäische Union

22. Februar 2014

Der Präsident der Ukraine wird nach mehrmonatigen Bürgerprotesten und Unruhen vom nationalen Parlament seines Amtes enthoben. Die Beziehungen der Ukraine zur EU und zu Russland sind seit Langem von Unsicherheit geprägt. Die ukrainische Halbinsel Krim wird von Russland widerrechtlich annektiert; die EU verurteilt das Vorgehen.

15. Juli 2014

Nach den Europawahlen vom Mai wählt das Europäische Parlament Jean-Claude Juncker zum Präsidenten der Europäischen Kommission.

Oktober 2014

Die Staats- und Regierungschefs kündigen an, 1 Mrd. EUR zur Bekämpfung des Ebola-Virus in Westafrika, insbesondere in Guinea, Sierra Leone und Liberia, bereitzustellen. Dies ist der größte und komplizierteste Ausbruch der Ebola-Krankheit seit den ersten Aufzeichnungen im Jahr 1976. Ende 2015 ist das Virus in diesen Ländern praktisch beseitigt.

 

26. November 2014

Die Kommission kündigt ein Investitionsprogramm über 315 Mrd. EUR an, um bis zu 1,3 Mio. Arbeitsplätze zu schaffen.

Juli 2015

Griechenland ist der von der Wirtschaftskrise am stärksten betroffene EU-Mitgliedstaat. Nach Beratungen über Reformen und EU-Hilfen werden in dem Land neue Maßnahmen eingeführt.

13. November 2015

Bei einem Terroranschlag in Paris sterben 130 Menschen. Kurz darauf beschließen die EU-Minister strengere Maßnahmen, um die Außengrenzen des passfreien Schengen-Raums zu sichern.

Dezember 2015

Im Laufe des Jahres 2015 treffen in Europa mehr als eine Million Asylbewerber ein; viele fliehen vor dem Bürgerkrieg in Syrien und brauchen internationalen Schutz. Durch die Zusammenarbeit mit Nachbarländern wie der Türkei verstärken die Staats- und Regierungschefs der EU die Maßnahmen an den Außengrenzen, um die Zahl der Asylsuchenden zu verringern.

Dezember 2015

Auf der Klimakonferenz von Paris einigen sich 195 Länder darauf, den weltweiten Temperaturanstieg auf weniger als 2 °C zu begrenzen.

Siehe auch: