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Die „wilden 60er" – eine Zeit des Wirtschaftswachstums

Die „wilden 60er" – eine Zeit des Wirtschaftswachstums


1960 | 1961 | 1962 | 1963 | 1964 | 1965 | 1966 | 1967 | 1968 | 1969

Eine Zeit des Wirtschaftswachstums

In den 1960er Jahren herrschen gute Bedingungen für die Wirtschaft; ein Grund hierfür ist die Aufhebung der Zölle im Handel zwischen den EU-Mitgliedstaaten. Außerdem wird beschlossen, die Agrarerzeugung gemeinsam zu organisieren, damit alle Bürger ausreichend mit Lebensmitteln versorgt sind - bald entsteht sogar ein Überschuss an landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Der Mai 1968 ist durch die Studentenunruhen in Paris in die Geschichte eingegangen. Viele Veränderungen in der Gesellschaft und im Umgang miteinander werden mit der sogenannten „68er Generation“ in Verbindung gebracht.

13. August 1961

Das kommunistische Regime beginnt mit der Errichtung einer Mauer durch Berlin, um die Bürger an der Flucht in ein freieres Leben im Westen zu hindern. Einigen Personen gelingt dennoch die Flucht. Andere werden von den Grenzwachen beim Fluchtversuch erschossen.

30. Juli 1962

Die EU führt die Gemeinsame Agrarpolitik ein, mit der die Mitgliedstaaten die Lebensmittelerzeugung gemeinsam organisieren konnten. Alle Landwirte erhalten denselben Preis für ihre Erzeugnisse. Die EU produziert ausreichend Lebensmittel für den eigenen Bedarf, und die Landwirte erwirtschaften ein gutes Einkommen. Unbeabsichtigter Nebeneffekt ist jedoch das Entstehen von Agrarüberschüssen. Seit den 1990er Jahren zählt deshalb der Abbau dieser Überschüsse und die Verbesserung der Lebensmittelqualität zu den vorrangigen Aufgaben.

20. Juli 1963

Die EU unterzeichnet ihr erstes wichtiges internationales Übereinkommen - einen Vertrag zur Unterstützung von 18 ehemaligen Kolonien in Afrika. Bis zum Jahr 2015 werden mit 79 Ländern Afrikas sowie des Karibischen und Pazifischen (AKP-) Raums besondere Partnerschaften geschlossen. Die EU ist der weltweit größte Geldgeber von Entwicklungshilfe für ärmere Länder. Die Hilfe für diese Länder ist an die Bedingung geknüpft, dass die Menschenrechte beachtet werden.

Mai 1968

In Frankreich erschüttern Studentenunruhen und Arbeiterstreiks die Grundfesten des Staates. Weniger heftige Studentenproteste gibt es auch in anderen EU-Ländern. Sie sind Ausdruck der Frustration über bürgerferne und träge Regierungen und der Ablehnung des Vietnamkriegs und des nuklearen Wettrüstens.

1. Juli 1968

Die sechs Gründerstaaten beseitigen Zölle auf Einfuhren aus den jeweils anderen Mitgliedstaaten, wodurch erstmals ein freier grenzüberschreitender Handel möglich wird. Außerdem vereinheitlichen sie ihre Zölle auf die Einfuhren aus Drittländern. So entsteht der größte Handelsraum der Welt. Der Handel zwischen den sechs Mitgliedstaaten und zwischen der EU und den anderen Ländern nimmt rasch zu.

August 1968

Sowjetische Panzer rollen in Prag ein und beenden den kurzen Prager Frühling der jungen Demokratie in der Tschechoslowakei. Gegen die Besetzung durch 600 000 Soldaten sind Tschechen und Slowaken machtlos.

20. Juli 1969

Das amerikanische Raumschiff Apollo 11 landet auf dem Mond. Neil Armstrong ist der erste Mensch, der den Mond betritt, gefolgt von Buzz Aldrin. Der dritte Astronaut des Teams, Michael Collins, bleibt im Orbit und steuert das Raumschiff.

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