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Ein friedliches Europa – die Anfänge der Zusammenarbeit

Ein friedliches Europa – die Anfänge der Zusammenarbeit


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Ein Europa des Friedens - die Anfänge der Zusammenarbeit

Die Europäische Union wurde geschaffen, um die blutigen Kriege zu beenden, die immer wieder zwischen Nachbarländern ausbrachen und in den Zweiten Weltkrieg mündeten. Die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) im Jahr 1950 ist der Beginn der wirtschaftlichen und politischen Vereinigung europäischer Länder mit dem Ziel, dauerhaften Frieden zu schaffen. Die sechs Gründungsländer sind Belgien, Deutschland Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande. Die 1950er Jahre sind vom Kalten Krieg zwischen Ost und West bestimmt. Im Jahr 1956 werden Proteste gegen das kommunistische Regime in Ungarn von Panzern der Sowjetunion niedergeschlagen. Mit dem Vertrag von Rom wird im Jahr 1957 die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), der „Gemeinsame Markt“, geschaffen.

Die historischen Wurzeln der Europäischen Union liegen im Zweiten Weltkrieg. Nach dessen Ende sind viele Europäer entschlossen zu verhindern, dass sich dieses Morden und diese Zerstörung jemals wiederholen. Kurz nach dem Krieg wird Europa in Ost und West geteilt, und ein 40 Jahre dauernder Kalter Krieg beginnt. Im Jahr 1949 gründen westeuropäische Nationen den Europarat. Dies ist ein erster Schritt der Zusammenarbeit, aber sechs Länder wollen mehr.

~9. Mai 1950

Der französische Außenminister Robert Schuman stellt einen Plan für eine engere Zusammenarbeit vor. Seitdem wird an jedem 9. Mai der„Europatag“ begangen.

18. April 1951

Auf der Grundlage des Schuman-Plans unterzeichnen sechs Länder einen Vertrag, um die Schwerindustrie, d. h. die Kohle- und Stahlerzeugung, unter eine gemeinsame Verwaltung zu stellen. Kein Land soll mehr wie in der Vergangenheit Kriegswaffen herstellen können, um sie gegen ein anderes Land einzusetzen. Diese sechs Länder sind Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande.

Die Gründerstaaten: Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande.

Karte: Die Mitgliedstaaten der EU im Jahr 1951, Quelle: Europäische Union ©

Beitritt der einzelnen EU-Mitgliedstaaten

23. Oktober - 10. November 1956

Das ungarische Volk erhebt sich gegen das von der Sowjetunion gestützte Regime. Im November 1956 rollen sowjetische Panzer durch die Budapester Straßen, um die Proteste niederzuschlagen.

Mit dem Start von Sputnik 1, dem ersten vom Menschen gebauten Satelliten, im Jahr 1957 überholt die Sowjetunion die Vereinigten Staaten beim Wettlauf im All. Sputnik 1 umrundet die Erde in einer Höhe von 800 km. Im Jahr 1961 erringt die Sowjetunion mit dem Flug des ersten Kosmonauten, Juri Gagarin, in einer Raumkapsel von nur 2,6 m Durchmesser, einen weiteren Sieg in der Raumfahrt.

25. März 1957

Aufbauend auf den Erfolg des EGKS-Vertrags dehnen die sechs Länder ihre Zusammenarbeit auf weitere Wirtschaftsbereiche aus. Mit der Unterzeichnung des Vertrags von Rom gründen sie die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), den „Gemeinsamen Markt“. Ziel des Vertrags von Rom ist der freie Personen-, Waren- und Dienstleistungsverkehr, der keine Staatsgrenzen mehr kennt.

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