Europäische Union

Die Wirtschaft

Als Binnenmarkt von 28 Ländern ist die EU eine große Welthandelsmacht.

Im Mittelpunkt der wirtschaftspolitischen Maßnahmen der EU stehen die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Förderung des Wachstums durch eine intelligentere Nutzung finanzieller Ressourcen, durch Beseitigung von Investitionshindernissen sowie durch Erhöhung des Bekanntheitsgrads von Investitionsprojekten und deren technische Unterstützung.

Wie groß ist die Wirtschaft der EU?

Die Wirtschaft der EU ist gemessen am Gesamtwert aller produzierten Waren und Dienstleistungen (BIP) größer als die Wirtschaft der USA. BIP der EU 2017:

  • 15,3 Billionen Euro

Handel

Über 64 % des Gesamthandels der EU-Länder erfolgt mit anderen EU-Ländern.

Obwohl der Anteil der EU an der Weltbevölkerung lediglich 6,9 % beträgt, macht der Handel zwischen der EU und der restlichen Welt rund 15,6 % der weltweiten Ein- und Ausfuhren aus.

Die EU ist neben den Vereinigten Staaten und China einer der drei größten Weltakteure im internationalen Handel.

Auf die EU-Länder entfiel 2016 der zweitgrößte Anteil der weltweiten Ein- und Ausfuhren von Waren.

Ihre Exporte machten 15,6 % der Gesamtausfuhren weltweit aus. Erstmals seit Gründung der EU wurden sie 2014 von den Ausfuhren Chinas übertroffen (16,1 %, Anstieg auf 17,0 % im Jahr 2016). Sie lagen aber noch über denen der Vereinigten Staaten (11,8 %).

Die USA hatten einen größeren Anteil an den weltweiten Einfuhren (17,6 %) als die EU-Länder (14,8 %) oder China (12,4 %).

Beschäftigung

Die Beschäftigungsquote — der Anteil der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, der einer Erwerbstätigkeit nachgeht – gilt als ein sozialer Schlüsselindikator für die Untersuchung von Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt.

Auf die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise und der Turbulenzen im Euro-Währungsgebiet im Jahr 2008 folgte in den nächsten Jahren ein anhaltender Anstieg der Beschäftigungsquote.

Quelle: Eurostat

Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosenquote ist der Anteil der Arbeitslosen an der Gesamterwerbsbevölkerung. Die Arbeitslosenquote ist ein wichtiger Indikator, der sowohl eine soziale als auch eine wirtschaftliche Komponente hat.

Das folgende Schaubild zeigt die Arbeitslosenquoten in den EU-Ländern.

Quelle: Eurostat

Geschlechtsspezifisches Verdienstgefälle

Das unbereinigte Verdienstgefälle zwischen den Geschlechtern ist definiert als der Unterschied zwischen dem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Männern und Frauen. Ausgedrückt wird es als Prozentsatz des durchschnittlichen Bruttostundenverdienstes von Männern. Es wird für Unternehmen ab zehn Beschäftigten berechnet.

Das geschlechtsspezifische Verdienstgefälle ist im Allgemeinen bei jungen Arbeitnehmern deutlich geringer ausgeprägt und wird mit zunehmendem Alter der Arbeitnehmer immer größer. Dies kann auf Unterbrechungen der Berufstätigkeit zurückzuführen sein, mit denen Frauen im Laufe ihres Arbeitslebens häufig konfrontiert sind. Besonders ausgeprägt ist das Verdienstgefälle bei älteren Frauen, die nicht in den Genuss von Maßnahmen zur Geschlechtergleichstellung gekommen sind, da es diese noch nicht gab, als sie ins Arbeitsleben eingetreten sind.

Wie das folgende Schaubild zeigt, ist das Verdienstgefälle innerhalb der EU sehr unterschiedlich stark ausgeprägt.

Für einige EU-Länder liegen keine Daten vor.

Quelle: Eurostat

Elektronischer Handel

Online-Shopping ist in der EU sehr beliebt. Das Einkaufen im Internet nimmt stetig zu, wobei der größte Anstieg unter jungen Internetnutzern zu verzeichnen ist.

Das folgende Schaubild zeigt die beliebtesten online gekauften oder bestellten Waren und Dienstleistungen.

Quelle: Eurostat

Wie das folgende Schaubild zeigt, hatten fast 7 von 10 Online-Käufern keine Probleme beim Kauf oder bei der Bestellung von Waren oder Dienstleistungen.

Quelle: Eurostat 

Verkehr

Ein reibungslos und effizient funktionierendes Personen- und Güterverkehrssystem in der EU ist für Unternehmen und Öffentlichkeit gleichermaßen von entscheidender Bedeutung. Die Verkehrspolitik der EU dient dem Ziel, europaweit für saubere, sichere und effiziente Reisemöglichkeiten zu sorgen.

Die folgenden drei Schaubilder zeigen:

  • Aufteilung des Landverkehrs (Züge, Busse, Reisebusse und Oberleitungsbusse) in den einzelnen EU-Ländern
  • Personenbeförderungsleistungen im Luftverkehr
  • Personenbeförderungsleistungen im Seeverkehr

Quelle: Eurostat

Quelle: Eurostat

Für einige EU-Länder liegen keine Daten vor.

Quelle: Eurostat

Erneuerbare Energien

Zu den erneuerbaren Energiequellen in der EU zählen Windkraft, Solarenergie, Wasserkraft, Gezeitenenergie, geothermische Energie, Biokraftstoffe und die erneuerbaren Bestandteile von Abfällen. Zu den zahlreichen potenziellen Vorteilen erneuerbarer Energiequellen gehören:

  • geringere Treibhausgasemissionen
  • Diversifizierung der Energiequellen
  • geringere Abhängigkeit von Märkten für fossile Brennstoffe (insbesondere Erdöl und Erdgas).

Der Anteil der Energie aus erneuerbaren Quellen hat in den letzten Jahren in der EU stark zugenommen. So hat sich ihr Anteil am Bruttoendenergieverbrauch in den letzten Jahren nahezu verdoppelt, wie das folgende Schaubild zeigt.

Quelle: Eurostat

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