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Die Ziele der Europäischen Union sind:
Alle EU-Mitgliedsländer teilen die Werte der EU: Sie streben eine Gesellschaft an, in der Inklusion, Toleranz, Rechtsstaatlichkeit, Solidarität und Nichtdiskriminierung selbstverständlich sind. Diese Werte prägen unseren europäischen Lebensstil:
Die EU baut auf diesen Zielen und Werten auf, die im Vertrag von Lissabon und in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union festgelegt sind.
2012 wurde die EU für ihren Einsatz für Frieden, Versöhnung, Demokratie und Menschenrechte in Europa mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Die Europäische Union ist eine einzigartige wirtschaftliche und politische Vereinigung von 27 europäischen Ländern, die zusammen einen großen Teil des europäischen Kontinents ausmachen.
Die Vorläuferorganisation der EU hat ihren Ursprung in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Alles begann mit der Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Dahinter stand die Idee, dass Länder, die Handel miteinander treiben, sich wirtschaftlich verflechten und daher kriegerische Auseinandersetzungen eher vermeiden.
Das Ergebnis war 1958 die Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und eine wachsende wirtschaftliche Zusammenarbeit, ursprünglich zwischen sechs Ländern, nämlich Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden.
Seit diesen Anfängen haben sich 22 weitere Länder dieser Gruppe angeschlossen und einen großen Binnenmarkt gegründet, dessen Potenzial laufend weiterentwickelt wird.
Am 31. Januar 2020 hat das Vereinigte Königreich die Europäische Union verlassen.
Was als reine Wirtschaftsgemeinschaft begonnen hatte, ist nun zu einer Organisation geworden, die vom Klimawandel über Umweltschutz und Gesundheit bis hin zu Außenbeziehungen und Sicherheit, Justiz und Migration zahlreiche Politikfelder abdeckt. Diesem Wandel wurde 1993 durch Umbenennung der EWG in Europäische Union (EU) Rechnung getragen.
Zu den Errungenschaften der EU gehören mehr als ein halbes Jahrhundert Frieden, Stabilität und Wohlstand, ihr Beitrag zur Steigerung des Lebensstandards und die Einführung einer einheitlichen europäischen Währung – des Euro. Der Euro ist mittlerweile die Währung für mehr als 340 Millionen EU-Bürgerinnen und -Bürger in 19 Ländern.
Da die Grenzkontrollen zwischen EU-Ländern abgeschafft wurden, genießen die Menschen im größten Teil des Kontinents Reisefreiheit. Gleichzeitig ist das Leben, Arbeiten und Reisen im europäischen Ausland viel einfacher geworden. Alle EU-Bürgerinnen und -Bürger haben das Recht und die Freiheit, selbst wählen zu können, in welchem EU-Land sie arbeiten, studieren oder ihren Ruhestand verbringen möchten. Jeder Staat muss Bürger aus der Union in punkto Beschäftigung, Sozialleistungen und Steuern genauso wie seine eigenen Bürger behandeln.
Der Binnenmarkt ist der wichtigste Motor der EU-Wirtschaft. Er gewährleistet Freizügigkeit für die meisten Waren, Dienstleistungen, Kapitalvermögen und Menschen. Ein weiteres zentrales Ziel der EU besteht darin, ihre gewaltigen Energie-, Wissens- und Kapitalmarktressourcen so weiterzuentwickeln, dass alle Europäerinnen und Europäer den größten Nutzen daraus ziehen können.
Die EU ist weiterhin bestrebt, ihre Verwaltungsorgane noch transparenter und demokratischer zu machen. Beschlüsse werden so offen und so nah an den Bürgerinnen und Bürgern getroffen wie möglich.
Das direkt gewählte Europäische Parlament erhielt zusätzliche Befugnisse, und die Rolle der Seite an Seite mit den EU-Organen arbeitenden nationalen Parlamente wurde gestärkt.
Ferner gilt in der EU der Grundsatz der repräsentativen Demokratie: Die Bürgerinnen und Bürger sind auf Unionsebene direkt im Europäischen Parlament vertreten, die Mitgliedstaaten im Europäischen Rat und im Rat der Europäischen Union.
Die Bürgerinnen und Bürger der EU sind aufgefordert, zum demokratischen Leben in der Union beizutragen, indem sie ihre Ansichten zur EU-Politik mitteilen oder Änderungen und neue Strategien vorschlagen. Die Europäische Bürgerinitiative ermöglicht den Bürgerinnen und Bürgern, sich stärker in die EU-Strategien einzubringen, die sie direkt betreffen. Bürgerinnen und Bürger können außerdem Beschwerden vorbringen und Fragen zur Anwendung des EU-Rechts stellen.
Die Europäische Union ist der größte Handelsblock der Welt. Die EU hat den höchsten Anteil an den weltweiten Ausfuhren von Industrieerzeugnissen und ist für über 100 Länder der größte Einfuhrmarkt.
Der freie Handel zwischen ihren Mitgliedstaaten war einer der Grundsätze beim Aufbau der EU – er konnte durch den Binnenmarkt verwirklicht werden. Außerhalb ihrer Grenzen fördert die EU die Liberalisierung des Welthandels.
Die EU setzt sich für Opfer von durch Menschen verursachte Katastrophen oder auch Naturkatastrophen weltweit ein, und ihre Hilfe kommt Jahr für Jahr über 120 Millionen Menschen zugute. Gemeinsam stellen die EU und ihre Mitgliedsländer weltweit die meisten Mittel für humanitäre Hilfe zur Verfügung.
Die EU spielt eine wichtige Rolle in der Diplomatie und setzt sich auf internationaler Ebene für Stabilität und Sicherheit, Wohlstand, Demokratie, die Grundfreiheiten und die Rechtsstaatlichkeit ein.
Sie ist eine politische und Wirtschaftsunion aus 27 Mitgliedstaaten. EU-Bürger teilen eine Währung, einen Binnenmarkt sowie eine gemeinsame Geschichte und Kultur.
Sie ist eine politische und Wirtschaftsunion aus 27 Mitgliedstaaten. EU-Bürger teilen eine Währung, einen Binnenmarkt sowie eine gemeinsame Geschichte und Kultur.
In der EU-Grundrechtecharta sind alle persönlichen, bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Rechte, die die Menschen in der EU genießen, zusammengefasst.