Europäische Union

Italien

Überblick

Flagge von Italien

Politisches System

Italien ist eine parlamentarische Republik mit einem Regierungschef (Premierminister/-in), der vom Staatsoberhaupt (Präsident/-in) ernannt wird. Das Parlament besteht aus zwei Kammern, der Abgeordnetenkammer und dem Senat der Republik. Das Land ist in 20 Regionen unterteilt. Hiervon haben 5 einen besonderen Autonomiestatus, so dass sie in bestimmten lokalen Angelegenheiten Rechtsvorschriften erlassen können. Lage auf der EU-Karte

Handel und Wirtschaft

Die wichtigsten Wirtschaftszweige Italiens im Jahr 2016 waren Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergungs- und Gaststättenwesen (20,9 %), Industrie (19,3 %) sowie öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Bildung, Gesundheits- und Sozialwesen (16,9 %).

56 % der Ausfuhren Italiens gehen in EU-Länder (Deutschland 13 %, Frankreich 11 %, Vereinigtes Königreich und Spanien je 5 %; unter den Nicht-EU-Ländern sind die USA (9 % der Ausfuhren) und die Schweiz (5 %) die wichtigsten Handelspartner.

61 % der Einfuhren Italiens kommen aus Mitgliedstaaten der EU (Deutschland 16 %, Frankreich 9 % und Niederlande 6 %), 7 % stammen aus China und 4 % aus den USA.

Italien in der EU

Europäisches Parlament

Italien entsendet 73 Abgeordnete in das Europäische Parlament. Mehr zu den Abgeordneten

Büro des Europäischen Parlaments in Italien

Rat der Europäischen Union

Im Rat der Europäischen Union kommen die Minister der Mitgliedsländer regelmäßig zusammen, um EU-Rechtsvorschriften zu verabschieden und politische Maßnahmen zu koordinieren. Je nach politischer Thematik nehmen regelmäßig unterschiedliche Vertreterinnen und Vertreter der italienischen Regierung an den Ratstagungen teil.

Vorsitz des Rates der Europäischen Union

Der Rat der Europäischen Union hat keinen ständigen, von einer bestimmten Person geführten Vorsitz (wie es z. B. bei der Kommission oder dem Parlament der Fall ist). Vielmehr übernimmt jedes EU-Land turnusgemäß den sechsmonatigen Ratsvorsitz.

Während dieser sechs Monate leiten Minister dieses Landes die Ratstagungen zu verschiedenen Politikfeldern, wirken bei der Festlegung der jeweiligen Tagesordnung mit und fördern den Dialog mit den anderen Institutionen der EU.

Zeiträume der italienischen EU-Ratspräsidentschaft:

Juli – Dez. 1959 | Juli – Dez. 1962 | Juli – Dez. 1965 | Juli – Dez. 1968 | Juli – Dez. 1971 | Juli – Dez. 1975 | Jan. – Juni 1980 | Jan. – Juni 1985 | Juli – Dez. 1990 | Jan. – Juni 1996 | Juli – Dez. 2003 | Juli – Dez. 2014

Vorsitz des Rates der Europäischen Union

Der nachstehende Link ist eine Weiterleitung zu einer externen Website: Aktuelle EU-Ratspräsidentschaft

Europäische Kommission

Italien hat Federica Mogherini als Mitglied der Europäischen Kommission benannt. Sie ist die Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik und Vizepräsidentin der Kommission.

Die Kommission unterhält in jedem EU-Land sogenannte Vertretungen.

Vertretung der Europäischen Kommission in Italien

Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss

Italien hat 24 Vertreter/-innen im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss. Dieses Beratungsgremium, das Arbeitgeber, Arbeitnehmer und andere Interessengruppen vertritt, wird zu Gesetzesvorhaben konsultiert, um ein tieferes Verständnis der Änderungen im Arbeits- und Sozialbereich zu erhalten, die sich daraus in den EU-Ländern ergeben könnten.

Europäischer Ausschuss der Regionen

Italien hat 23 Vertreterinnen und Vertreter im Europäischen Ausschuss der Regionen, der lokale und regionale Interessen repräsentiert. Dieses Beratungsgremium wird zu EU-Gesetzesentwürfen konsultiert, um die Berücksichtigung des Standpunkts der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften sicherzustellen.

Ständige Vertretung bei der EU

Die Ständige Vertretung Italiens in Brüssel ist das Bindeglied zwischen Italien und den EU-Organen. Als eine Art italienische Botschaft bei der EU besteht ihre Aufgabe vorwiegend in der möglichst wirksamen Vertretung der Interessen und der Politik Italiens auf EU-Ebene.

Haushalt und Finanzierung

Wie viel trägt Italien zum EU-Haushalt bei und welche Leistungen erhält es?

Die finanziellen Lasten sind gerecht verteilt: Die einzelnen Länder tragen nach Maßgabe ihrer Wirtschaftskraft zum EU-Haushalt bei. Zweck des EU-Haushalts ist nicht die Umverteilung von Wohlstand; vielmehr stehen die Interessen der Europäerinnen und Europäer in ihrer Gesamtheit im Mittelpunkt.

Aufschlüsselung der finanziellen Beteiligung Italiens am EU-Haushalt 2016:

  • Gesamtausgaben der EU in Italien: 11,592 Milliarden Euro
  • Gesamtausgaben der EU in Prozent des italienischen Bruttonationaleinkommens (BNE) 0,69 %
  • Beitrag Italiens zum EU-Haushalt: 13,940 Milliarden Euro
  • Beitrag Italiens zum EU-Haushalt in % seines BNE: 0,83 %

Weitere Zahlen zu EU-Haushalt, Einnahmen und Ausgaben:

EU-geförderte Projekte in Italien

Die von Italien in den EU-Haushalt eingezahlten Mittel finanzieren europaweit Projekte wie Straßenbau, Forschungsförderung und Umweltschutz.

Hier erfahren Sie, wie Italien von EU-Mitteln profitiert.

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