Europäische Union

Deutschland

Überblick

Flagge von Deutschland

Politisches System

Deutschland ist eine parlamentarische Bundesrepublik mit einem Regierungschef (Bundeskanzler/-in) und einem Staatsoberhaupt (Bundespräsident/-in), dessen Funktion vorwiegend repräsentativer Art ist. Die Bundesrepublik besteht aus 16 Bundesländern mit eigener Verfassung und weitreichender Autonomie in ihrer internen Organisation. 3 Bundesländer sind Stadtstaaten: Bremen, Berlin und Hamburg.

Lage auf der EU-Karte

Handel und Wirtschaft

Die wichtigsten Wirtschaftszweige Deutschlands im Jahr 2016 waren Industrie (25,6 %), öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Bildung, Gesundheits- und Sozialwesen (18,4 %), sowie Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergungs- und Gaststättenwesen (15,7 %).

59 % der Ausfuhren Deutschlands gehen in EU-Länder (Frankreich 8 %, Vereinigtes Königreich 7 %, Niederlande 7 %); unter den Nicht-EU-Ländern sind die USA (9 % der Ausfuhren) und China (6 %) die wichtigsten Handelspartner.

66 % der Einfuhren Deutschlands kommen aus Mitgliedstaaten der EU (Niederlande 13 %, Frankreich 7 % und Belgien 6 %), 7 % stammen aus China und 5 % aus den USA.

Deutschland in der EU

Europäisches Parlament

Deutschland entsendet 96 Abgeordnete in das Europäische Parlament. Mehr zu den Abgeordneten

Büro des Europäischen Parlaments in Deutschland

Rat der Europäischen Union

Im Rat der Europäischen Union kommen die Minister der Mitgliedsländer regelmäßig zusammen, um EU-Rechtsvorschriften zu verabschieden und politische Maßnahmen zu koordinieren. Je nach politischer Thematik nehmen regelmäßig unterschiedliche Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung an den Ratstagungen teil.

Vorsitz des Rates der Europäischen Union

Der Rat der Europäischen Union hat keinen ständigen, von einer bestimmten Person geführten Vorsitz (wie es z. B. bei der Kommission oder dem Parlament der Fall ist). Vielmehr übernimmt jedes EU-Land turnusgemäß den sechsmonatigen Ratsvorsitz.

Während dieser sechs Monate leiten Minister dieses Landes die Ratstagungen zu verschiedenen Politikfeldern, wirken bei der Festlegung der jeweiligen Tagesordnung mit und fördern den Dialog mit den anderen Institutionen der EU.

Zeiträume der deutschen EU-Ratspräsidentschaft:

Juli – Dez. 1958 | Juli – Dez. 1961 | Juli – Dez. 1964 | Juli – Dez. 1967 | Juli – Dez. 1970 | Jan. – Juni 1974 | Juli – Dez. 1978 | Jan. – Juni 1983 | Jan. – Juni 1988 | Juli – Dez. 1994 | Jan. – Juni 2007 | Juli – Dez. 2020

Vorsitz des Rates der Europäischen Union

Der nachstehende Link ist eine Weiterleitung zu einer externen WebsiteAktuelle EU-Ratspräsidentschaft

Europäische Kommission

Deutschland hat Günther Oettinger als Mitglied der Europäischen Kommission benannt. Der Kommissar ist für Haushalt und Personal zuständig.

Die Kommission unterhält in jedem EU-Land sogenannte Vertretungen.

Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland

Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss

Deutschland hat 24 Vertreter/-innen im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss. Dieses Beratungsgremium, das Arbeitgeber, Arbeitnehmer und andere Interessengruppen vertritt, wird zu Gesetzesvorhaben konsultiert, um ein tieferes Verständnis der Änderungen im Arbeits- und Sozialbereich zu erhalten, die sich daraus in den EU-Ländern ergeben könnten.

Europäischer Ausschuss der Regionen

Deutschland hat 23 Vertreter/-innen im Europäischen Ausschuss der Regionen, der lokale und regionale Interessen repräsentiert. Dieses Beratungsgremium wird zu EU-Gesetzesentwürfen konsultiert, um die Berücksichtigung des Standpunkts der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften sicherzustellen.

Ständige Vertretung bei der EU

Die Ständige Vertretung Deutschlands in Brüssel ist das Bindeglied zwischen Deutschland und den EU-Organen. Als eine Art deutsche Botschaft bei der EU besteht ihre Aufgabe vorwiegend in der möglichst wirksamen Vertretung der Interessen und der Politik Deutschlands auf EU-Ebene.

Haushalt und Finanzierung

Wie viel trägt Deutschland zum EU-Haushalt bei und welche Leistungen erhält es?

Die finanziellen Lasten sind gerecht verteilt: Die einzelnen Länder tragen nach Maßgabe ihrer Wirtschaftskraft zum EU-Haushalt bei. Zweck des EU-Haushalts ist nicht die Umverteilung von Wohlstand; vielmehr stehen die Interessen der Europäerinnen und Europäer in ihrer Gesamtheit im Mittelpunkt. 

Aufschlüsselung der finanziellen Beteiligung Deutschlands am EU-Haushalt 2017: 

  • Gesamtausgaben der EU in Deutschland: 10,927 Milliarden Euro
  • Gesamtausgaben der EU in Prozent des deutschen Bruttonationaleinkommens (BNE) 0,33 %
  • Beitrag Deutschlands zum EU-Haushalt: 19,587 Milliarden Euro
  • Beitrag Deutschlands zum EU-Haushalt in % seines BNE: 0,59 % 

Weitere Zahlen zu EU-Haushalt, Einnahmen und Ausgaben:

EU-geförderte Projekte in Deutschland

Die von Deutschland in den EU-Haushalt eingezahlten Mittel finanzieren europaweit Projekte wie Straßenbau, Forschungsförderung und Umweltschutz.

Hier erfahren Sie, wie Deutschland von EU-Mitteln profitiert.

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