Europäische Union

Frankreich

Frankreich

Überblick

Flagge von Frankreich

Politisches System

Frankreich ist eine semipräsidentielle Republik mit einem Regierungschef (Premierminister/-in), der vom direkt gewählten Staatsoberhaupt (Präsident/-in) ernannt wird. Frankreichs Staatsgebiet besteht aus 18 Regionen, davon befinden sich 13 in Metropolitan-Frankreich (französisches „Mutterland“ in Europa), und 5 sind überseeische Regionen. Alle 5 überseeischen Regionen sowie Saint-Martin (französisches Gebiet in der Karibik) gelten als Teile der EU mit dem Status eines Gebiets in äußerster Randlage. Die französische Stadt Straßburg ist einer der drei offiziellen Sitze der europäischen Institutionen. Die beiden anderen sind Brüssel und Luxemburg.

Lage auf EU-Karte

Handel und Wirtschaft

Die wichtigsten Wirtschaftszweige Frankreichs im Jahr 2018 waren öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Bildung, Gesundheits- und Sozialwesen (22,4 %), Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergungs- und Gaststättenwesen (17,8 %), ferner freiberufliche, wissenschaftliche und technische sowie Verwaltungs- und Unterstützungsdienstleistungen (14,0 %).

59 % der Ausfuhren Frankreichs gehen in EU-Länder (Deutschland 14 %, Spanien 8 %, Italien und Belgien 7 %); unter den Nicht-EU-Ländern sind die USA (8 % der Ausfuhren) und China (4 %) die wichtigsten Handelspartner.

69 % der Einfuhren Frankreichs kommen aus Mitgliedstaaten der EU (Deutschland 18 %, Belgien 10 % und Niederlande 8 %), je 5 % stammen aus den USA und aus China.

Frankreich in der EU

Europäisches Parlament

Aus Frankreich kommen 74 Mitglieder des Europäischen Parlaments. Mehr zu den Abgeordneten

Büro des Europäischen Parlaments in Frankreich

Rat der Europäischen Union

Im Rat der Europäischen Union treffen sich regelmäßig die Minister der Mitgliedsländer, um EU-Rechtsvorschriften zu verabschieden und politische Maßnahmen zu koordinieren. Vertreterinnen und Vertreter der französischen Regierung nehmen regelmäßig an den Ratstagungen teil, je nachdem, welche Politikbereiche erörtert werden.

Vorsitz des Rates der Europäischen Union

Der Rat der Europäischen Union hat keinen ständigen, von einer bestimmten Person geführten Vorsitz (wie es z. B. bei der Kommission oder dem Parlament der Fall ist). Vielmehr übernimmt jedes EU-Land turnusgemäß den sechsmonatigen Ratsvorsitz.

Während dieser sechs Monate leiten Minister dieses Landes die Sitzungen der Räte zu verschiedenen Themen, wirken bei der Festlegung der jeweiligen Tagesordnung mit und fördern den Dialog mit den anderen Institutionen der EU.

Zeiträume der französischen EU-Ratspräsidentschaft:

Jan. – Juni 1959 | Jan. – Juni 1962 | Jan. – Juni 1965 | Jan. – Juni 1968 | Jan. – Juni 1971 | Juli – Dez. 1974 | Jan. – Juni 1979 | Jan. – Juni 1984 | Juli – Dez. 1989 | Jan. – Juni 1995 | Juli – Dez. 2000 | Jan. – Juni 2008

Vorsitz des Rates der Europäischen Union

Der nachstehende Link ist eine Weiterleitung zu einer externen WebsiteAktuelle EU-Ratspräsidentschaft

Europäische Kommission

Frankreich hat Thierry Breton als Mitglied der Europäischen Kommission benannt. Er ist zuständig für den Binnenmarkt.

Die Kommission unterhält in jedem EU-Land so genannte Vertretungen.

Vertretung der Europäischen Kommission in Frankreich

Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss

Frankreich hat 24 Vertreterinnen und Vertreter im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss. Dieses Beratungsgremium, das Arbeitgeber, Arbeitnehmer und andere Interessengruppen vertritt, wird zu Gesetzesvorhaben konsultiert, um ein tieferes Verständnis der Änderungen im Arbeits- und Sozialbereich zu erhalten, die sich daraus in den EU-Ländern ergeben könnten.

Europäischer Ausschuss der Regionen

Frankreich hat 24 Vertreterinnen und Vertreter im Europäischen Ausschuss der Regionen, der lokale und regionale Interessen repräsentiert. Dieses Beratungsgremium wird zu Gesetzesentwürfen konsultiert, um die Berücksichtigung des Standpunkts der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften sicherzustellen.

Ständige Vertretung bei der EU

Die Ständige Vertretung Frankreichs in Brüssel fungiert als Bindeglied zwischen Frankreich und den Organen der EU. Als eine Art französische Botschaft bei der EU besteht ihre Aufgabe vorwiegend in der möglichst wirksamen Vertretung der Interessen und der Politik Frankreichs auf EU-Ebene.

Haushalt und Finanzierung

Was zahlt Frankreich in den EU-Haushalt ein und was erhält das Land im Gegenzug?

Bei der Berechnung des EU-Haushalts werden die finanziellen Lasten gerecht verteilt: Die Beiträge der einzelnen Länder richten sich nach ihrer Wirtschaftskraft.
Zweck des EU-Haushalts ist nicht die Umverteilung von Wohlstand; vielmehr stehen die Interessen der EU-Bürger/innen in ihrer Gesamtheit im Mittelpunkt. 

Zahlen des Jahres 2018 für Frankreich:

  • Gesamtausgaben der EU in Frankreich – 14,778 Mrd. EUR
    (entspricht 0,61 % der Wirtschaftsleistung des Landes)
  • Gesamtbeitrag zum EU-Haushalt – 20,573 Mrd. EUR
    (entspricht 0,85 % der Wirtschaftsleistung des Landes)

Weitere Zahlen zu EU-Haushalt, Einnahmen und Ausgaben:

EU-geförderte Projekte in Frankreich 

Die von Frankreich in den EU-Haushalt eingezahlten Mittel finanzieren europaweit Projekte wie Straßenbau, Forschungsförderung und Umweltschutz.

Hier erfahren Sie, wie Frankreich von EU-Mitteln profitiert.

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