Europäische Union

Österreich

Überblick

Flagge Österreichs

Politisches System

Österreich ist eine föderale parlamentarische Republik mit einem Regierungschef – Kanzler oder Kanzlerin – und einem Staatsoberhaupt – Präsident oder Präsidentin. Das Land besteht aus 9 Teilstaaten (Bundesländer).  Sowohl die Landesregierungen als auch die Bundesregierung üben die exekutive Gewalt aus. Das Bundesparlament besteht aus 2 Kammern: dem direkt gewählten Unterhaus (Nationalrat) und dem von den regionalen Parlamenten gewählten Oberhaus (Bundesrat). Lage auf EU-Karte

Handel und Wirtschaft

Die wichtigsten Wirtschaftszweige Österreichs im Jahr 2016 waren Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergungs- und Gaststättenwesen (22,9 %), Industrie (21,6 %) sowie öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Bildung, Gesundheits- und Sozialwesen (17,5 %).

Der innereuropäische Handel steht für 71 % der Ausfuhren Österreichs (Deutschland 30 %, Italien 6 % und Slowakei 4 %); 6 % der Ausfuhren gehen in die USA und 5 % in die Schweiz.

Die Einfuhren stammen zu 78 % aus den EU-Mitgliedstaaten (43 % aus Deutschland, 6 % aus Italien und 4 % aus der Tschechischen Republik). Von außerhalb der EU kommen 6 % der Einfuhren aus der Schweiz und 3 % aus China.

Österreich in der EU

Europäisches Parlament

Aus Österreich kommen 18 Mitglieder des Europäischen Parlaments. Mehr zu den Abgeordneten

Büro des Europäischen Parlaments in Österreich

Rat der Europäischen Union

Im Rat der Europäischen Union treffen sich regelmäßig die Minister der Mitgliedsländer, um EU-Rechtsvorschriften zu verabschieden und politische Maßnahmen zu koordinieren. Vertreterinnen und Vertreter der österreichischen Regierung nehmen regelmäßig an den Ratstagungen teil, je nachdem, welche Politikbereiche erörtert werden.

Vorsitz des Rates der Europäischen Union

Der Rat der Europäischen Union hat keinen ständigen, von einer bestimmten Person geführten Vorsitz (wie es z. B. bei der Kommission oder dem Parlament der Fall ist). Vielmehr übernimmt jedes EU-Land turnusgemäß den sechsmonatigen Ratsvorsitz.

Während dieser sechs Monate leiten Minister dieses Landes die Ratstagungen zu verschiedenen Themen, wirken bei der Festlegung der jeweiligen Tagesordnung mit und fördern den Dialog mit den anderen Institutionen der EU.

Zeiträume der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft:

Juli – Dezember 1998 Januar – Juni 2006 Juli – Dezember 2018

Vorsitz des Rates der Europäischen Union

Der nachstehende Link ist eine Weiterleitung zu einer externen WebsiteAktuelle EU-Ratspräsidentschaft

Europäische Kommission

Österreich hat Johannes Hahn als Mitglied der Europäischen Kommission benannt. Der Kommissar ist für Europäische Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsverhandlungen zuständig.

Die Kommission unterhält in jedem EU-Land sogenannte Vertretungen.

Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich

Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss

Österreich hat 12 Vertreterinnen und Vertreter im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss. Dieses Beratungsgremium – Vertreter von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und anderen Interessengruppen – wird zu Gesetzesentwürfen konsultiert und gibt Auskünfte über mögliche Veränderungen im Bereich Arbeit und soziale Lage der Mitgliedsländer.

Europäischer Ausschuss der Regionen

Österreich hat 12 Vertreterinnen und Vertreter im Europäischen Ausschuss der Regionen, der lokale und regionale Interessen repräsentiert. Dieses Beratungsgremium wird zu Gesetzesentwürfen konsultiert und bringt den Standpunkt der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften zu EU-Rechtsvorschriften ein.

Ständige Vertretung bei der EU

Die Ständige Vertretung Österreichs in Brüssel fungiert als Bindeglied zwischen Österreich und den Organen der EU. Ihre Hauptaufgabe, ähnlich wie die der österreichischen Botschaft in der EU, besteht in der möglichst wirksamen Vertretung von Interessen und Politik des Landes in der EU.

Haushalt und Finanzierung

Wie viel trägt Österreich zum EU-Haushalt bei und wie viele Zuschüsse erhält das Land?

Die finanziellen Beiträge der Mitgliedstaaten zum EU-Haushalt sind nach Maßgabe ihrer Mittel gerecht verteilt. Je größer die Wirtschaft eines Landes, desto höher sein Beitrag – und umgekehrt. Ziel des EU-Haushalts ist nicht die Umverteilung von Wohlstand, sondern der Schutz der Bedürfnisse aller Europäerinnen und Europäer in ihrer Gesamtheit. 

Aufschlüsselung der Finanzen Österreichs im EU-Haushalt 2016: 

  • Gesamtzuschüsse der EU in Österreich: 1,940 Milliarden Euro
  • Gesamtzuschüsse der EU in Prozent des österreichischen Bruttonationaleinkommens (BNE) 0,56 %
  • Beitrag Österreichs zum EU-Haushalt: 2,763 Milliarden Euro
  • Beitrag Österreichs zum EU-Haushalt in % seines BNE: 0,79 % 

Weitere Zahlen zu EU-Haushalt, Einnahmen und Ausgaben:

EU-geförderte Projekte in Österreich

Die von Österreich in den EU-Haushalt eingezahlten Mittel finanzieren europaweit Projekte wie Straßenbau, Forschungsförderung und Umweltschutz.

Hier erfahren Sie, wie Österreich von EU-Mitteln profitiert.

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