Europäische Union

Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA)

Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA)

Überblick

Aufgabe: Bereitstellung sachbezogener, objektiver, zuverlässiger und vergleichbarer Informationen über Drogen und Drogensucht.

Vorsitz: Alexis Goosdeel (Belgien) (seit 1.1.2016)

Gründung: 1993

Mitarbeiter: 100

Standort: Lissabon (Portugal)

Internet: Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht

Die EMCDDA liefert der EU und den Mitgliedsländern sachbezogene, objektive, zuverlässige und auf europäischer Ebene vergleichbare Informationen über die Drogen- und Drogensuchtproblematik und ihre Folgen. Diese dienen als Faktengrundlage für politische Entscheidungen und Initiativen zur Bewältigung des Drogenproblems.

Tätigkeiten

Die EMCDDA

  • beobachtet das Drogenproblem in Europa (insbesondere neue Trends)
  • überwacht Maßnahmen zur Bewältigung von Drogenproblemen
  • informiert über bewährte Vorgehensweisen in den EU-Ländern und fördert deren Verbreitung
  • bewertet die Risiken neuer psychoaktiver Substanzen
  • unterhält ein Frühwarnsystem zu neuen psychoaktiven Substanzen
  • entwickelt Instrumente, die den Mitgliedsländern die laufende Beobachtung und Bewertung ihrer nationalen Maßnahmen und der Kommission die Überwachung und Bewertung der EU-Maßnahmen erleichtern

Aufbau

Wichtigstes Entscheidungsorgan der EMCDDA ist der Verwaltungsrat, der das Arbeitsprogramm und den Haushalt verabschiedet. Er wird vom Exekutivausschuss und vom Haushaltsausschuss unterstützt.

Der wissenschaftliche Ausschuss der EMCDDA berät den Verwaltungsrat und den Vorsitzenden in wissenschaftlichen Fragen und erstellt gemeinsam mit den Partnern der Beobachtungsstelle Risikobewertungen für neue Drogen. Die EMCDDA bezieht einen Großteil ihrer Daten vom Europäischen Informationsnetz für Drogen und Drogensucht (Reitox), das Beobachtungszentren in allen 28 EU-Ländern sowie in Norwegen und der Türkei unterhält und zu dem auch die Kommission zählt.

Mehr zum Aufbau der EMCDDA

Arbeitsweise

Die EMCDDA erstellt mehrjährige und jährliche Arbeitsprogramme. Diese sind das Ergebnis umfassender Konsultationen mit den Arbeitsorganen und wichtigsten Akteuren der EMCDDA. 

Die EMCDDA arbeitet unter anderem mit folgenden EU-Agenturen zusammen:

Sie geben gemeinsame Publikationen heraus, bieten gemeinsame Dienste an und erarbeiten gemeinsame Initiativen. Die EMCDDA unterhält beispielsweise gemeinsam mit Europol und der Europäischen Arzneimittelagentur das EU-weite Frühwarnsystem für neue psychoaktive Substanzen.

Nutznießer

  • Entscheidungsträger, insbesondere Vertreter nationaler Behörden und der EU-Institutionen
  • Wissenschaftler und Forscher
  • internationale Organisationen
  • Praktiker
  • Öffentlichkeit

Um politisch relevant zu bleiben, ändert die EMCDDA derzeit ihre Ausrichtung vom reinen Informations- zum Dienstleistungsanbieter und stellt ihren Kunden bedarfsgerechte Analysen zur Verfügung.

Kontaktdaten: 

Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht(EBDD)

Kontaktdaten

Adresse: 

Praça Europa 1

Cais do Sodré

P-1249-289 Lisboa

Portugal

Tel: 
+351 21 121 02 00
Fax: 
+351 21 121 03 80