Europäische Union

Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA)

Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA)

Überblick

  • Aufgabe: Die EMA gewährleistet die wissenschaftliche Evaluierung, Überwachung und Sicherheitsüberprüfung von Human- und Tierarzneimitteln in der EU.
  • Exekutivdirektor: Guido Rasi
  • Gründung: 1995
  • Mitarbeiter: 897
  • Standort: London (Vereinigtes Königreich)
  • Website: EMA

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) schützt und fördert die Gesundheit von Mensch und Tier durch die Bewertung und Überwachung von Arzneimitteln innerhalb der Europäischen Union (EU) und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR).

Tätigkeiten

Die wichtigsten Aufgaben der Agentur sind die Zulassung und Überwachung von Arzneimitteln in der EU. Unternehmen beantragen dort eine einzige Genehmigung für das Inverkehrbringen, die von der Europäischen Kommission ausgestellt wird. Wird die Genehmigung erteilt, kann das Arzneimittel in der gesamten EU und im EWR vertrieben werden. Angesichts des breiten Anwendungsbereichs des zentralisierten Verfahrens werden die meisten in Europa vermarkteten Arzneimittel von der EMA zugelassen.

Die Agentur

  • erleichtert die Entwicklung und Zugänglichkeit von Arzneimitteln,
  • bewertet Anträge auf Genehmigung für das Inverkehrbringen,
  • überwacht die Sicherheit von Arzneimitteln während ihres Lebenszyklus,
  • informiert Beschäftigte im Gesundheitswesen und Patienten.

Struktur

Die EMA wird von einem 36-köpfigen Verwaltungsrat geleitet. Die Mitglieder werden ernannt, um im öffentlichen Interesse zu handeln. Sie vertreten keinerlei Regierung, Organisation oder Branche. Der Verwaltungsrat beschließt den EMA-Haushalt und verabschiedet ihr Jahresarbeitsprogramm. Der geschäftsführende Direktor der Agentur ist für den laufenden Betrieb, Personalfragen und den Entwurf des Jahresarbeitsprogramms zuständig. Die EMA hat sieben wissenschaftliche Ausschüsse und mehrere Arbeitsgruppen, an denen sich Tausende von Experten aus ganz Europa beteiligen.

Arbeitsweise

Die EMA arbeitet eng mit den nationalen Regulierungsbehörden in den EU-Ländern und mit der Generaldirektion Gesundheit der EU-Kommission zusammen. Diese Partnerschaft bildet das Europäische Netzwerk der Arzneimittelzulassung. Sie steht im Dialog mit Patienten, Beschäftigten im Gesundheitswesen und Universitäten. Außerdem arbeitet sie mit ihren Schwesteragenturen zusammen, darunter dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).

Die EMA arbeitet unabhängig, offen und transparent. Bei ihren wissenschaftlichen Empfehlungen richtet sie sich nach den höchsten Standards. Ihre wissenschaftlichen Ausschüsse erstellen unabhängige Empfehlungen zu Human- und Tierarzneimitteln auf der Grundlage einer umfassenden wissenschaftlichen Auswertung von Daten. Die Agentur veröffentlicht klare und unparteiische Informationen über Arzneimittel und ihre zugelassenen Anwendungen.

Wer hat den Nutzen?

Die Arbeiten der EMA nutzen:

  • Patientinnen und Patienten
  • Beschäftigten im Gesundheitswesen
  • Wissenschaftler/-innen
  • pharmazeutischen Unternehmen
  • Entwicklern von Arzneimitteln
  • politischen Entscheidungsträgern

Mit wissenschaftlichen Leitlinien, Programmen für wissenschaftliche Beratung und Anreizen erleichtert die EMA die Erforschung und Entwicklung neuer Arzneimittel, damit die Patienten ganz konkret von den Fortschritten in der Medizinwissenschaft profitieren können. Die EMA fördert vor allem die Entwicklung von Arzneimitteln für Kinder und zur Bekämpfung seltener Krankheiten.

Kontaktdaten: 

Europäische Arzneimittel-Agentur(EMA)

Kontaktdaten

Adresse: 

30 Churchill Place

Canary Wharf

London E14 5EU

United Kingdom

Tel: 
+44 20 3660 6000
Fax: 
+44 20 3660 5555
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