Europäische Union

Europäische Verteidigungsagentur (EDA)

Europäische Verteidigungsagentur (EDA)

Überblick

  • Aufgabe: Die EDA unterstützt kooperative europäische Verteidigungsprojekte und bietet ein Forum für die europäischen Verteidigungsministerien.
  • Direktor: Jorge Domecq
  • Mitglieder: 27 EU-Mitgliedstaaten (Dänemark ist nicht Mitglied)
  • Gründung: 2004
  • Bedienstete: 140
  • Sitz: Brüssel (Belgien)
  • Internet: Europäische Verteidigungsagentur (EDA)

Die Europäische Verteidigungsagentur (EDA) wurde 2004 gegründet. Sie unterstützt ihre 27 Mitgliedstaaten (alle EU-Länder außer Dänemark) bei der Entwicklung ihrer militärischen Ressourcen.

Sie fördert die Zusammenarbeit, leitet neue Initiativen ein und findet Lösungen zur Verbesserung der Verteidigungsfähigkeit. Mitgliedstaaten, die ihre gemeinsamen Verteidigungskapazitäten ausbauen wollen, erhalten ebenfalls Unterstützung.

Die EDA spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Fähigkeiten, die die Grundlage für die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) bilden.

Federica Mogherini, die Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik und Vizepräsidentin der Kommission, leitet die in Brüssel ansässige Agentur mit ihren 140 Beschäftigten.

Tätigkeiten

Die EDA unterstützt ihre 27 Mitgliedstaaten – alle EU-Staaten außer Dänemark – bei der Verbesserung ihrer Verteidigungsfähigkeiten durch europäische Zusammenarbeit.

Sie begleitet Verteidigungsministerien bei ihren Projekten zum Aufbau einer gemeinsamen Verteidigungsfähigkeit.

So bildet sie eine Koordinierungsstelle für die Verteidigungszusammenarbeit in Europa. Aufgrund ihrer Fachkompetenz und ihrer Netze kann sie ein breites Themenspektrum im Verteidigungsbereich abdecken, zum Beispiel:

  • Harmonisierung der Anforderungen zwecks Bereitstellung operativer Fähigkeiten
  • Forschung und Innovation für die Entwicklung von Technologiedemonstrationssystemen
  • Schulungen und Übungen zur Unterstützung von Operationen im Rahmen der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik

Die EDA setzt sich außerdem für die Stärkung der europäischen Verteidigungsindustrie ein und agiert als Vermittler zwischen den militärischen Interessenträgern in der EU und den Bereichen der EU-Politik, die sich auf die Verteidigung auswirken.

Im Mai 2017 beschlossen die Mitgliedstaaten eine Ausweitung des Mandats der Agentur. Sie ist jetzt unter anderem für alle EU-finanzierten Tätigkeiten im Verteidigungsbereich verantwortlich.

Struktur

Die Agentur hat drei operative Direktionen:

Arbeitsweise

Die Agentur unterstützt die Verteidigungszusammenarbeit zwischen EU-Ländern.

Sie begleitet ihre Mitglieder bei Projekten zur Zusammenarbeit im Rahmen gemeinsam vereinbarter Prioritäten.

Flexibilität, Fachkompetenz und Kosteneffizienz sind ihre Stärken:

  • Flexibilität: Sie bietet maßgeschneiderte Unterstützung für Projekte, an denen mindestens zwei Länder beteiligt sind, um deren strategische Prioritäten, operative Anforderungen oder Interessen an einem spezifischen Projekt aufeinander abzustimmen.
  • Fachkompetenz: Zwar ist die Agentur klein, doch verfügt sie über beachtliches Fachwissen. Die Bediensteten der Agentur arbeiten in Expertengruppen und stehen in engem Kontakt zu ihren Kolleginnen und Kollegen in den Mitgliedstaaten und anderen EU- und multinationalen Organisationen.

Wer hat den Nutzen?

Die EU-Mitgliedstaaten (EU-28, außer Dänemark): Sie profitieren vom flexiblen Ansatz der Agentur, der es ihnen ermöglicht, ihre Beteiligung ihren nationalen Verteidigungsbedürfnissen anzupassen.

Die europäischen Verteidigungsministerien: Sie werden von der Agentur unterstützt, um ihre Verteidigungsfähigkeit zu verbessern und Schulungskapazitäten auszubauen.

Einige Nicht-EU-Staaten: Norwegen, Serbien, die Schweiz und die Ukraine haben Abkommen mit der EDA geschlossen.

Kontaktdaten: 

Europäische Verteidigungsagentur(EVA)

Kontaktdaten

Adresse: 

Rue des Drapiers/Lakenweversstraat 17-23

B-1050 Bruxelles/Brussel

Belgique/België

Tel: 
+32 2 504 28 00
Fax: 
+32 2 504 28 15
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