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Fertig mit der Schule … und was jetzt?! – Ein Erfahrungsbericht

Anemone, pixabay (CCO)
„Was willst du denn nach der Schule machen?“ Einige haben auf diese Frage sofort die passende Antwort. Andere wissen noch nicht, in welche Richtung es gehen soll. Tipps und Auswege aus der Planlosigkeit.

Autorin: Sarah Reese

 

„Was willst du denn nach der Schule machen?“, eine Frage die vermutlich allen Schülern, deren Schullaufbahn sich dem Ende zuneigt, gestellt wird. Ob im Unterricht, auf dem Familienfest oder beim Treffen mit Freunden - die Frage taucht immer wieder auf. Einige Jugendliche können die Frage auch souverän beantworten und berichten begeistert von ihrem Traum Herzchirurg, Raumfahrtingenieur oder Französischlehrer zu werden. Andere wissen zumindest in welche Richtung sie gerne gehen möchten und können zum Beispiel ein paar Sätze über ihre Liebe zur Technik zum Besten geben. Und dann gibt es noch die dritte Gruppe, die aus Leuten besteht, die noch ziemlich planlos sind und die Frage nur mit „Das weiß ich noch nicht“ beantworten können. Ich selbst war lange Zeit ein Teil dieser dritten Gruppe. Die unglaubliche Menge an Möglichkeiten überforderte mich. Und auch wenn ich mich auf das Ende der Schulzeit freute, machte es mir die näher rückende Umbruchsphase auch Angst. Im Folgenden stelle ich euch ein paar Möglichkeiten vor, die mir geholfen haben, etwas Klarheit zu bekommen.

 

Tag der offenen Tür an Hochschulen

Für alle die wissen, dass sie gerne studieren möchten oder ein Studium zumindest in Betracht ziehen ist der Tag der offenen Tür eine tolle Möglichkeit, sich zu informieren. Meist kann man ohne Anmeldung vorbei kommen und sich ganz unverbindlich ein paar Vorträge anhören. Bei einigen Veranstaltungen gibt es vor allem Informationen zu speziellen Studiengängen, andere Vorträge bieten Infos zum Studium im Allgemeinen. Da die Vorträge meistens nicht lang sind, kann man sich einfach alles Mögliche anhören, das auch nur im Entferntesten interessant erscheint. Vermutlich weiß man auch nach einem Tag der offenen Tür noch nicht hundertprozentig, was man studieren möchte, aber man ist vielleicht auf einen Studiengang aufmerksam geworden, denn man bisher noch gar nicht kannte oder man hat festgestellt, dass ein Studiengang, der einem ganz interessant erschien, doch nicht das Richtige ist. Ein netter Nebeneffekt eines Tags der offenen Tür ist natürlich auch, dass man die Möglichkeit hat, die Uni-Gebäude schon einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

 

Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit

Zugegebenermaßen stand ich diesem Angebot erst einmal kritisch gegenüber. Der Berufsberater kennt mich schließlich nicht und allgemeine Infos zu Berufen und Studiengängen finde ich auch im Netz, dachte ich mir. Nachdem meine Freunde mir gut zugeredet hatten, entschloss ich mich dann doch, mir einen Gesprächstermin geben zu lassen – eine gute Entscheidung wie sich später herausstellte. 40 Minuten redete ich mit der Berufsberaterin über meine Hobbies, Stärken und Wünsche. Am Ende des Gesprächs konnte ich eine Liste mit Studiengängen, die zu mir passen könnten, mit nach Hause nehmen. Natürlich bringt auch so ein Gespräch keine absolute Klarheit. Die Fragen, die Berufsberater stellen, helfen aber durchaus dabei, strukturierter nachzudenken und ein bisschen neuen Input zu bekommen.

 

Studieren ausprobieren

Selbstverständlich kann man im Internet viele Informationen und Erfahrungsberichte über einen Studiengang finden. Besser als jeder Bericht – und sei er noch so spannend geschrieben – ist es aber natürlich, seinen Wunschstudiengang einfach mal auszuprobieren.  Viele Unis bieten Schülern diese Möglichkeit unter Namen wie „ask a student“, „Schnupperstudium“ oder „studieren probieren“ an. Die genaue Gestaltung des Programms variiert etwas von Uni zu Uni. Meist hat man an ein oder zwei Tagen die Möglichkeit, wie ein normaler Student zur Uni zu gehen. Man besucht Vorlesungen, Übungen oder Praktika und mittags kann man schon mal testen, wie das Mensa-Essen schmeckt. Außerdem hat man die Chance mit Studierenden des Studiengangs ins Gespräch zu kommen und  all seine brennenden Fragen zu stellen. Bei einigen Programmen bekommt man auch Kontakt zu Schülern, die sich für denselben Studiengang interessieren. Mit ein bisschen Glück entstehen so schon erste Kontakte fürs Studium.

 

Fazit

Die von mir hier vorgestellten Angebote sind natürlich nur ein Teil der Möglichkeiten, die im Entscheidungsprozess hilfreich sein können. Von Messen über Online-Tests gibt es noch viele weitere Angebote, die man nutzen kann. Was außerdem helfen kann, ist sich klarzumachen, dass es keine unveränderliche Entscheidung ist, die man trifft. Schließlich ist es keine wirkliche Katastrophe, den Studien- oder Ausbildungsplatz noch einmal zu wechseln.

Ich muss an dieser Stelle zugeben, dass ich mich immer noch nicht hundertprozentig für einen Studiengang entschieden habe. Allerdings habe ich mehr Klarheit gewonnen und bin jetzt ein Teil der zweiten Gruppe: Ich habe auf die „Was willst du denn nach der Schule machen“-Frage vielleicht noch nicht die perfekte Antwort gefunden, aber weiß jetzt zumindest schon mal in welcher Richtung ich nach ihr suchen kann.

Opublikowane: czw., 08/02/2018 - 16:32


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