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Der Schandfleck in der vorweihnachtlichen Timeline

Karte Syrien
Erika Wittlieb, Pixabay (CC0 Public Domain)
Kurz vor Weihnachten haben viele Menschen andere Gedanken im Kopf als weltpolitische Geschehnisse. Doch dieses Jahr ist etwas anders. Nicht weit von uns entfernt herrscht Krieg.

Kommentar: Maxi Köhler

 

Es bleiben nur noch wenige Tage bis Weihnachten. Die Menschen in Deutschland machen sich bereit für ein besinnliches Weihnachtsfest in dem Kreis ihrer Liebsten, backen leckere Plätzchen für die Familie und hetzen durch die Geschäfte, um noch die letzten Geschenke zu bekommen.

 

Doch in knapp 3000 Kilometern Luftlinie südöstlich von Deutschland entfernt sieht die Welt ganz anders aus. Aleppo, Syrien. Ehemalige Handelsmetropole und Großstadt. Einst dominiert von Hochhäusern und Unmengen an Menschen. Heute – ein einziger Trümmerhaufen. Täglich gibt es neue Berichte über neue Bombenanschläge, Verletzte, Tote.

 

Die meisten Menschen sind an Weihnachten bei ihren Familien und genießen ein paar entspannte Tage voller Essen und Geschenke. Doch was, wenn man plötzlich gar keine Familie mehr hat? Vielen Menschen aus Aleppo geht es so. Auch unheimlich vielen Kindern.

 

Rebellen kämpfen gegen die syrische Armee, der sogenannte Islamische Staat mischt auch noch mit und sowieso fällt es schwer überhaupt noch einen Überblick zu behalten. Noch schwieriger ist es eine politische, friedliche Lösung zu finden.

 

„Hass kann man nicht mit Hass bekämpfen. Hass kann man nur mit Liebe bekämpfen.“

 

Am vergangen Montag stimmte der UN-Sicherheitsrat darüber ab, Beobachter in die umkämpfte Stadt zu schicken, um die Evakuierung der noch in der Stadt verbliebenen Zivilisten zu überwachen und über die Lage der Menschen vor Ort zu berichten. Alle 15 Mitgliedsstaaten stimmten dafür. Kommt jetzt eine Verbesserung der Lage in Syrien?

 

Es ist eine humanitäre Katastrophe, die ganz und gar nicht so weit weg von uns passiert. Tausende unschuldige Menschen sind gestorben. Noch immer sitzen viel zu Viele unter menschenunwürdigen Bedingungen fest und warten auf ihre Rettung in die Freiheit. Hoffentlich. Am vergangenen Wochenende war die Evakuierung schon einmal unterbrochen worden und es kann niemand vorhersagen ob man die restlichen Menschen lebend retten kann.

 

Es ist wie ein Schandfleck in der vorweihnachtlichen Timeline auf Facebook. Unzählige Berichte, Videos und Hilferufe verbreiteten sich in den letzten Tagen und Wochen auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken. – Dann stellt sich für einige die Frage: „Was geht mich das an?“ Doch es ist unheimlich wichtig, dass wir davon mitbekommen. Wann wird sich endlich etwas ändern?

 

Ist nicht der weihnachtliche Grundgedanke eigentlich die Hilfsbereitschaft, das Füreinander da sein und die bedingungslose Nächstenliebe? Doch wir sehen tatenlos zu wie Menschenrechte verletzt werden und Menschen in Unglück versinken.

 

Kurze Betroffenheit, doch dann – oh, eine Katze mit Weihnachtsmütze!

Offentliggjort: Ons, 21/12/2016 - 10:17


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